Die beste Schlafumgebung für dein Baby

Insbesondere im ersten Lebensjahr ist der Schlaf von großer Bedeutung für die Entwicklung deines Babys. Beim ersten Geburtstag hat das Gehirn deines Sprösslings bereits 75 Prozent seiner späteren Größe erreicht, dementsprechend sind die ersten zwölf Lebensmonate bezüglich des Schlafes sehr prägend für dein Kind. Die Entwicklung des Gehirns findet vor allem in der sogenannten Traumschlaf-Phase statt. Für die Gesundheit deines Kindes solltest du also dafür sorgen, dass es einen erholsamen und gesunden Schlaf hat. Welche Bedingungen es dafür braucht, erfährst du in diesem Beitrag. 

Sanft und sicher

Zum Schlafen solltest du dein Baby im ersten Lebensjahr immer unbedingt auf den Rücken legen, da es in dieser Position entspannt atmen kann. Auch wenn manches Baby es offensichtlich vorzieht, auf dem Bauch zu liegen, wird davon abgeraten, da es das Risiko des plötzlichen Kindstodes signifikant erhöht. Gleiches gilt für die seitliche Lage. Falls dein Kleines auf dem Rücken partout nicht einschlafen will, kannst du es in der bevorzugten Körperhaltung ins Land der Träume gleiten lassen und es dann vorsichtig auf den Rücken drehen. Am Tag sind unterschiedliche Liegepositionen jedoch förderlich, da sie unterschiedliche Muskelgruppen aktivieren und eine neue Perspektive auf die Welt ermöglichen. 

Der richtige Schlafplatz

Die ersten Monate auf unserer schönen Welt sollte dein Baby am besten in einer Wiege oder einem Stubenwagen verbringen. Ein leichtes rhythmisches Schaukeln wirkt beruhigend und trägt positiv zur Schlafqualität bei. Alternativ gibt es inzwischen auch Babyhängematten, die perfekt auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt sind. Das Gefühl von Schutz und Geborgenheit ist für Babys ebenfalls wichtig, darum sollte der Schlafplatz nicht zu großflächig ausgelegt, sondern für dein Baby sichtbar begrenzt sein. So kommt es sich nicht allzu verloren vor. Kissen, Decken und sonstige Hilfsmittel eignen sich für die Begrenzung allerdings nicht, da für dein Kind ansonsten Überhitzung und Erstickungsgefahr drohen könnten. In jedem Fall sollte die Zufuhr von ausreichend frischer Luft gewährleistet sein. Deswegen ist nicht gut, wenn dein Baby dauerhaft im Kinderwagen oder einer Tragetasche schläft.

Die richtige Ausstattung 

Weniger ist manchmal mehr. Bei der Frage welche Ausstattung für den Babyschlafplatz benötigt wird, trifft die Aussage definitiv zu. So wird ein Kissen in den ersten zwölf Monaten nicht benötigt. Es würde ohnehin nur zu einem gesteigerten Risiko für Überhitzung und Erstickung führen. Statt einer Decke ist eher ein Babyschlafsack zu empfehlen. Die Gefahr, dass sich dein Kind aus Versehen zu sehr in die Decke einwickelt und sich nicht mehr befreien kann, wird so verhindert. Der Schlafsack für Babys schützt außerdem vor kälteren Temperaturen, da sich dein Baby nicht einfach freistrampeln kann. Falls du dich doch für ein Kissen und eine Decke entscheidest, sollten diese möglichst flach sein und dein Baby so zudecken, dass die Gefahr des Erstickens minimiert wird.Auch wenn es die Kleinen meistens gern wohlig warm und kuschelig mögen, solltest du von zu viel Schnick-Schnack Abstand nehmen. Schaffelle, Nestchen und überdimensionierte Kuscheltiere sind aus bereits genannten Gründen nicht geeignet. Wärmflaschen und Heizdecken bergen außerdem die Gefahr von starken Verbrennungen und gehören ebenfalls nicht ins Babybett. Einschlafhilfen und Einschlafrituale eignen sich dagegn sehr. 

Das wohltemperierte Kinderzimmer

Die Raumtemperatur ist ein nicht unerhebliches Kriterium für einen erholsamen Schlaf. Für Babys liegt sie etwa bei 16 bis 18 Grad. Für sie ist es besser, wenn es etwas kühler ist, da sie leicht zur Überwärmung neigen. Aus diesem Grund solltest du deinem Kind auch nicht zu viel oder zu dicke Schlafsachen anziehen. Es reicht meist eine Windel in Kombination mit Unterwäsche oder einem Schlafanzug. Auch hier ist Weniger im Zweifel mehr, vor allem, wenn dein Sprössling Fieber hat. Säuglinge strahlen einfach eine Menge Wärme ab. Hier liegt auch der Grund, warum sie im Schlaf niemals eine Mütze tragen sollten. Der Temperaturhaushalt wird sehr stark über den Kopf reguliert. Er gibt viel Wärme ab und mit einer Mütze wird dieser Mechanismus gehemmt und die Wärme staut sich an. Wenn du nachschauen willst, ob deinem Kind gerade zu warm oder zu kalt ist, kannst du das am besten im Nacken fühlen. Die Hände und Füße sind dagegen grundsätzlich oft etwas kälter als der Rest des Körpers - das ist allerdings vollkommen normal. Außerdem neigen Babys dazu, sich durch Schreien oder Weinen mitzuteilen, falls ihnen zu kalt ist. Ist ihre Körpertemperatur zu hoch, schlafen sie meist trotzdem einfach weiter. 

Das Zimmer teilen mit Mama und Papa

Im ersten Lebensjahr ist es selbstverständlich, dass das Babybett im Elternschlafzimmer aufgebaut wird und der Nachwuchs in der Nähe ist. Dein Baby wird sich durch eure Anwesenheit sicher fühlen und kann somit besser zur Ruhe kommen. Du selbst wirst dich ebenfalls besser fühlen, wenn du deinen kleinen Schatz in Reichweite hast. Inzwischen gibt es sogar Babybetten, die direkt an das Bett der Eltern angedockt werden können und so noch mehr Nähe ermöglichen. Bei der Wahl des Schlafplatzes solltest außerdem darauf achten, dass dieser absolut gefahrenfrei ist und sich keine Steckdosen, Stromkabel, wackelige Lampen oder Bilderrahmen in der unmittelbaren Umgebung befinden. Zigarettenrauch ist natürlich auch absolut tabu. Damit ausreichend frische Luft im Zimmer ist, sollte regelmäßig gelüftet werden. Zu viel Zugluft ist allerdings auch nicht gut und begünstigt Erkältungen und Co. Die Option, dass Kinder direkt mit im Bett der Eltern schlafen, erleichtert zwar das nächtliche Stillen, jedoch birgt das auch einige Gefahren. Kissen und Decken können schneller im Gesicht deines Sprösslings landen und du musst verstärkt darauf achten, dass ihr euch nicht zu sehr in die Quere kommt. Im Zweifelsfall ist ein eigner Babyschlafplatz also die bessere Wahl. 

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