Schicksalsschlag 'Plötzlicher Kindstod' - mögliche Ursachen & Vorbeugungen

Es ist tragisch und unglaublich ein Baby durch den Plötzlichen Kindstod zu verlieren. Immer mehr Kampagnen widmen sich deshalb der Risikoprävention und wollen Eltern darüber aufklären, was ihr Kind vor dem ersten Lebensjahr in Gefahr bringen kann. Wichtig ist es nämlich vor allen Dingen, dass ein sogenannter Krippentod möglichst vorgebeugt werden kann.

Was versteht man unter dem Plötzlichen Kindstod?

Der Plötzliche Kindstod kann nicht als Erkrankung bezeichnet werden. Bei dem sogenannten Krippentod verstirbt das Baby ohne vorherige Anzeichen ganz plötzlich. In den meisten Fällen ereignet sich der Plötzliche Kindstod bei Säuglingen unter einem Jahr. Meist trifft es Kinder, welche gesund wirken und bei denen keine Erkrankungen festgestellt werden können. Auch bei der folgenden Untersuchung und Autopsie kann keine Todesursache festgestellt werden.

Welche Risikofaktoren und Ursachen gibt es?

Die Ursachen für den Krippentod sind bisweilen noch nicht vollständig erforscht. Einige Komponenten, welche zusammentreffen, können für den Plötzlichen Kindstod verantwortlich sein - so etwa eine Entwicklungsstörung oder unterschiedliche, körperliche Abweichungen. So kann es aufgrund dieser Abweichungen dazu kommen, dass der Blutdruck des Kindes noch nicht selbstständig reguliert werden kann, oder dass die Atmung aufgrund einer Fehlbildung oder Fehlaktion des Gehirns aussetzt.

Einige Risikofaktoren, welche einen Krippentod begünstigen, konnten bereits ausreichend erforscht und somit bestätigt werden. So ist das Risiko für einen Krippentod bei dem Neugeborenen beispielsweise in diesen Fällen größer:

  • wenn das Kind vor der 37. SSW geborden wurde

  • wenn das Baby auf dem Bauch schläft

  • wenn das Kind Eltern hat, welche rauchen

  • wenn die Mutter des Kindes während der SS geraucht oder Drogen konsumiert hat

  • wenn das Baby ein Zwilling oder Mehrling ist

  • wenn das Baby Geschwister hat, welche ebenfalls am Plötzlichen Kindstod gestorben sind

  • wenn das Kind männlich ist


In Deutschland sterben jedes Jahr mehr als 100 Säuglinge am sogenannten Krippentod. Etwa 60 Prozent der verstorbenen Babys waren dabei männlich.

Vorbeugende Maßnahmen treffen

Leider gibt es bisher keine medizinische Möglichkeit, den Krippentod vorherzusehen oder diesen gar zu verhindern. Dennoch kannst du als Elternteil dazu beitragen, dass gewisse Risikofaktoren nicht auf deinen Sprössling zutreffen.

1. Der richtige Schlaf

Wie bereits erwähnt, kann die falsche Schlafstellung des Babys ein Aussetzen der Atmung fördern. Deshalb sollte der Sprössling niemals in Bauchlage schlafen. Besser ist die Rückenlage. Damit sich das Kind nicht im Schlaf auf den Bauch dreht oder gar durch die über dem Kopf liegende Bettdecke erstickt wird, sollte ein Babyschlafsack verwendet werden. Auch von Accessoires für das Bettchen sollte abgesehen werden. Kissen und Kuscheltiere gehören nicht in das Babybett.

2. Rauchen ist das große Tabu

Nicht nur während der Schwangerschaft, auch während der Stillzeit sollte das Rauchen auf jeden Fall ein großes Tabu sein. Doch sollte nicht nur die Mutter auf die Zigarette verzichten, auch sollte das Kind niemals dem schädlichen Zigarettenrauch ausgesetzt sein!

3. Das perfekte Schlafklima schaffen

Es besteht Erstickungsgefahr, sollte das Kind mit im elterlichen Bett schlafen. Natürlich darf und sollte das Baby in den ersten Lebensmonaten im Schlafzimmer der Eltern schlummern, jedoch in einem separaten Babybett. Es kann auch ein Beistellbett genutzt werden. Damit es nicht zur Überhitzung kommt, sollte die Temperatur des Schlafzimmers niemals zu hoch liegen. Ist das Kind nämlich dick im Babyschlafsack eingepackt, kann es sich schnell überhitzen.

4. Stillen anstelle von Flaschennahrung

Es ist zwar noch nicht wissenschaftlich bewiesen, dennoch widmen sich viele Forschungen der Tatsache, dass Fertigmilchnahrung einen Krippentod begünstigen kann. Muttermilch stärkt die Schutz - und Abwehrmechanismen des Kindes mehr wie auch effektiver. Zudem wachen Kinder, welche gestillt werden, nachweislich häufiger in der Nacht auf. Was zunächst nach dem Albtraum jedes Elternteils klingt, ist in der Realität eine positive Sache, denn das häufige Aufwachen mindert die Gefahr des plötzlichen Atemstillstandes. In den ersten Lebensmonaten solltest du deshalb bestenfalls auf Milchpulver verzichten und so lange wie möglich stillen, sofern es aus medizinischen Gründen nicht anders geht.

5. Ein zusätzlicher Arztbesuch ist besser als keine Vorsorgeuntersuchung!

Dein Sprössling kann sich nicht immer richtig bemerkbar machen, wenn ihm oder ihr etwas fehlt. Es ist wichtig, dass du die Zeichen deines Kindes liest und bei jeder bedenklichen Situation einen Arzt aufsuchst. Lieber gehst du einmal öfters zum Kinderarzt, als ein Risiko zu laufen. Zudem solltest du keine Vorsorgeuntersuchung mit deinem Knöpfchen verpassen.

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