Jede Frau kennt es, doch keine redet gern darüber - Tabuthemen in der Schwangerschaft!

Es gibt Themen, über die niemand ein Sterbenswörtchen verliert – die aber dennoch geschehen. So verhält es sich ebenfalls mit einigen Tabuthemen, während einer Schwangerschaft. Vielleicht ist dir der ein oder andere Sachverhalt aus eigener Erfahrung bekannt?!

Blasenschwäche als häufiges Problem von Schwangeren

Etwa ein Drittel aller Frauen hat vor oder nach der Geburt eines Babys mit einer mehr oder minder stark ausgeprägten Blasenschwäche zu tun. Der Grund: Der durch die Schwangerschaft und anschließenden Geburt in Mitleidenschaft gezogene Beckenboden. Infolge der immensen Belastungen verliert der weibliche Beckenboden teilweise seine ansonsten so zuverlässige Stützfunktion – sodass die Verschlussfunktion der Blase infolgedessen beeinträchtigt ist. Du kannst einer Blasenschwäche vorbeugen, indem du schon während der Schwangerschaft regelmäßig deinen Beckenboden trainierst.

Hämorrhoiden als unschöne Nebenwirkung einer Schwangerschaft

Hättest du gedacht, dass Hämorrhoiden zu den häufigsten Problemen schwangerer Frauen gehören? Sicher nicht, denn nach wie vor sind die unschönen Schwellungen ein Tabuthema, über das nur wenige Frauen offen sprechen. Schuld an dieser Problematik tragen wieder die Hormone, da sie sowohl das körpereigene Gewebe, als auch die Gefäße erweitern. Gleichzeitig wird der Blutrückfluss in die Gefäße durch den wachsenden Uterus erschwert. Somit haben manche Frauen parallel zu den Hämorrhoiden auch noch mit Krampfadern zu tun. Vorbeugen lässt sich hier nur bedingt. Du kannst versuchen, dich ausgewogen und ballaststoffreich zu ernähren. Außerdem solltest du ausreichend Flüssigkeit zu dir nehmen, damit ein zu harter Stuhlgang die weitere Bildung von Hämorrhoiden nicht zusätzlich begünstigt. 

Hitzewallungen

Schwangere haben einen beschleunigten Stoffwechsel, wodurch der Körper vermehrt Energie produziert. Dadurch geben die erweiterten Blutgefäße mehr Wärme nach außen ab. Viele Schwangere haben folglich mit gelegentlichen Hitzewallungen und Schweißausbrüchen zu kämpfen. Darüber reden mag aber keine Frau gern, schließlich gelten Hitzewallungen eher als Symptom der einsetzenden Wechseljahre. 

Dehnungsstreifen durch beanspruchtes Gewebe

Leider leiden aktuellen Schätzungen zufolge zwischen 70 und 90 Prozent aller Schwangeren unter deutlich sichtbaren Dehnungsstreifen. Viele schämen sich für die sichtbaren, feinen Risse, welche als Folge des beanspruchten Gewebes entstehen. Dabei sind die sichtbaren Steifen am Bauch, Armen und Beinen ganz natürlich! Auch nach der Geburt sind sie übrigens bei manchen Müttern weiterhin sichtbar – allerdings nur noch als dünne, kaum sichtbare weiße Linien.   

Übelkeit

Sobald Unbeteiligte mit dem Begriff „schwanger“ konfrontiert werden, denken sie zuallererst an die morgendliche Übelkeit. Und tatsächlich haben viele Frauen insbesondere im ersten Schwangerschaftsdrittel unter der täglichen oder gelegentlich auftretenden Übelkeit zu leiden. Darüber reden jedoch die wenigsten Frauen? Warum? Nun, weil es immer noch als Tabuthema angesehen wird, über die tägliche Bekanntschaft mit der Toilette zu sprechen. 

Sehschwäche und allgemeine Augenprobleme

Bei einigen Frauen kommt es in der Schwangerschaft zu eher unkomplizierten Veränderungen des Sehvermögens. Beispielsweise sind die Augen häufiger als vor der Schwangerschaft trocken. Dies liegt in der veränderten Menge der Tränenflüssigkeit, die während der Schwangerschaft produziert wird. Verschwommenes Sehen kommt selten vor, ist jedoch fast immer zusammenhängend mit einer schwangerschaftsbedingten Erkrankung festzustellen. Solltest du also als Schwangere plötzlich verschwommen oder eingeschränkt sehen, ist ein Arztbesuch anzuraten. 

Spannen und Schmerzen in den Brüsten

Das charakteristische Spannungsgefühl in der Brust gehört zu den ersten eindeutigen Schwangerschaftsanzeichen. Doch sagen die wenigsten Frauen, dass sie dieses Ziehen fortwährend durch die Schwangerschaft begleitet. Oftmals macht das permanente Druck- und Spannungsgefühl insbesondere im ersten Schwangerschaftsdrittel werdenden Müttern schwer zu schaffen. Abhilfe kann beispielsweise eine Massage mit pflegenden Lavendel- oder Mandelölen schaffen.  

Stress und psychische Ängste

Entgegen des in der Gesellschaft häufig vermittelten Bildes wird eine Schwangere nicht täglich von Sonnenschein und Glückshormonen überschüttet. Im Gegenteil: Insbesondere die ersten Monate können für eine werdende Mutter psychisch zur Zerreißprobe werden. Dann nämlich, wenn das Baby im Bauch noch nicht spürbar ist. Wenn die Unsicherheit groß ist, ob das noch ungeborene Lebewesen im Mutterleib überleben kann. Doch diese mit der Schwangerschaft untrennbar verbundene psychische Belastung kommunizieren werdende Mütter in seltenen Fällen ihrer Außenwelt. 

Müdigkeit und Schlaflosigkeit

Viele Frauen empfinden es als Teufelskreis, insbesondere im ersten Trimester der Schwangerschaft wortwörtlich hundemüde zu sein, aber nicht einschlafen zu können. Dennoch führe der wachsende Bauch, verbunden mit der hormonellen Umstellung oft zu schlaflosen Nächten. Auch hiervon erfährt die Außenwelt in der Regel wenig. Denn viele Frauen wollen eine vorbildliche, unkomplizierte Schwangerschaft erleben und schämen sich, wenn sie sich „schwach“ fühlen. 

Alleine mit Ängsten und Selbstzweifeln

Manchmal fühlen sich Schwangere allein auf der Welt. Allein mit ihren Problemen, die im Gepäck voller Selbstzweifel stecken. Nicht verwunderlich, da viele Mütter in ihrem Umfeld von der Schwangerschaft schwärmen. Eine Frau, die innerlich Probleme mit ihrer Gewichtszunahme oder den hormonellen Veränderungen ihres Körpers hat, fühlt sich zum Schweigen verdammt. Denn häufig überwiegend der Gedanke „Was anderen schaffen, muss ich ebenfalls klaglos auf mich nehmen. Schließlich ist eine Schwangerschaft doch etwas ganz Normales. Jammern ist fehl am Platz“. Das muss nicht sein – mach dir bewusst, dass du jammern darfst! Schließlich stemmt dein Körper eine besondere Aufgabe, da neues Leben in dir heranwächst. Es ist ganz normal, während einer Schwangerschaft auch Selbstzweifel oder andere Ängste durchzustehen. 

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