Das Wochenbett - 7 praktische Tipps für die erste Zeit nach der Geburt

Die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt sind die Zeit, in der die Familie langsam zusammenwächst, Geburtsnarben verheilen und die ersten gemeinsamen Tage mit dem Baby verbracht werden. Das sogenannte Wochenbett ist eine große Aufgabe für die frischgebackene Mutter. Sie braucht viel Unterstützung, aber auch Ruhe und Entspannung. Aus diesem Grund sollte die meiste Zeit tatsächlich im Bett verbracht werden. Vielen Mamas sind acht Wochen aber zu lang, sodass sie das Wochenbett deutlich verkürzen. Allerdings sollten zumindest das Früh-Wochenbett, das ungefähr 10 Tage dauert, gemeinsam mit dem eigenen Baby verbracht werden. Damit das Wochenbett nicht zu einer stressigen und unruhigen Zeit wird, können dir diese 7 Tipps hervorragend dabei helfen, die Ankunft eures neuen Familienmitgliedes zu genießen:

1. Viel Nähe und Erholung

Eine Geburt ist sowohl körperlich als auch seelisch sehr anstrengend. Deswegen das Wochenbett so wichtig, damit du dich wieder vollständig erholen kannst. Dein Körper benötigt viel Zeit und Ruhe, um zu regenerieren und zu heilen. Während des Wochenbetts förderst du die Rückbildung und sorgst dafür, dass Geburtsverletzungen vollständig abheilen können. Des Weiteren ist die erste Zeit nach der Geburt sehr wichtig, um eine enge Bindung zwischen dir und deinem Kind aufzubauen. Das gelingt am besten, in dem ihr ausgiebig Zeit im Bett verbringt und ganz viel Haut-an-Haut-Kontakt miteinander habt. Das Wochenbett kann euch auch helfen, in den neuen Familienalltag hineinzukommen. 


2. Besucherplan aufstellen und Stress vermeiden

In den ersten Tagen nach der Geburt ist die Neugierde groß. Oma und Opa, die Schwiegereltern, die besten Freunde und die Nachbarn möchten den glücklichen Eltern samt Baby gerne einen Besuch abstatten und den Neuankömmling begrüßen. Da du als Mutter aber vor allem Erholung brauchst, sollte dein Partner einen Besuchsplan aufstellen, um zu viel Stress zu vermeiden. Wer mithilft, Essen vorbeibringt oder Mama und Papa einige Minuten der Zweisamkeit einräumen kann, ist herzlich willkommen. Wer jedoch zum Kaffeetrinken und Schwatzen kommt, der kann auch noch einige Wochen auf den ersten Besuch warten. Überfordere dich nicht! Es reicht, wenn zweimal die Woche Besuch empfangen wird.

3. Der Haushalt kann warten!

Der Wäschekorb ist mehr als gefüllt, die Regale eingestaubt und der Fußboden in der Küche fleckig? Kein Problem, das kann warten! Du solltest dir deswegen keinerlei Vorwürfe machen und dich lieber ein wenig ausruhen, als mit dem Putzlappen durchs Haus zu laufen. Eine entspannte Mama ist auch für das Baby wichtig. Außerdem muss sich auch dein Körper erst einmal von den Strapazen der Schwangerschaft und Geburt erholen.

4. Hilfe dankend annehmen

Keine Mutter kann sich während des Wochenbetts um alles kümmern. Dinge bleiben liegen, der Kühlschrank bleibt leer und der Partner ist auf der Arbeit. Daher ist es wichtig, Hilfe anzufordern oder diese bei Angebot dankend anzunehmen. Es ist hilfreich, bereits vor der Geburt zu organisieren, wer wann helfen möchte. 

5. Essen und Entspannen nicht vergessen!

Das Baby möchte gestillt, gekuschelt und getragen werden. Dabei vergisst du dich und deine Bedürfnisse vielleicht auch einmal zu oft. Wichtig ist es, dass du ausreichend und vor allem ausgewogen isst und auch das Trinken nicht vergisst. Kleine Snackschalen können dich dabei leicht ans Essen erinnern. Außerdem solltest du dich ebenfalls gut erholen und auch einmal ausspannen. Eine gestresste Mutter sorgt schließlich auch bei ihrem Neugeborenen für Stress.

6. Den Babyblues überstehen

Der sogenannte Babyblues tritt meistens mit dem Milcheinschuss etwa am vierten Tag nach der Geburt ein. Diese Phase bedeutet oftmals viel Traurigkeit, Schlappheit und Gereiztheit. Doch nach drei Tagen ist es meist auch schon wieder vorbei. Der Partner kann hier eine wichtige Stütze sein, das Baby auch mal ohne die Mutter betreuen oder aber Taschentücher zum Tränentrocknen bringen. Eventuell hilft auch ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft oder eine warme Dusche.

7. Und danach?

Die ersten Wochen nach der Geburt sind eine aufregende und schöne Zeit, in der ihr als Familie zusammenwachst. Bei Fragen und Zweifel, die mit Sicherheit auftreten werden, kannst du dich immer an deine Hebamme wenden. Das Wochenbett unterstützt euch auch dabei, in den neuen Alltag mit Baby hineinzufinden und eine Routine zu entwickeln. Das ist sehr wichtig, da nach dieser Zeit einige Dinge erledigt werden müssen. Neben bürokratischen Dingen, wie die Anmeldung deines Babys beim Standes- und Einwohnermeldeamt sowie der Krankenkasse, gehören z.B. auch Arztuntersuchungen und die Teilnahme an einem Rückbildungskurs dazu. Außerdem kannst du die Zeit gut nutzen, um Dankeskarten zur Geburt zu verschicken. Während des Wochenbetts werden euch sicherlich viele Grußkarten und Babygeschenke erreichen. Eure Familie und Freunde freuen sich später bestimmt über die verschickten Danksagungen. Aber das gilt natürlich erst für die Zeit nach dem Wochenbett. In den ersten Wochen nach der Geburt musst du gar nichts erledigen, sondern kannst dich ausschließlich auf die Zeit mit deinem Baby freuen! 

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