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12.07.2020
Gesundheit

Platter Hinterkopf bei Babys – und nun?

Ein platter Hinterkopf ist bei Babys keine Seltenheit. Im Gegenteil – seit 1990 haben die lagerungsbedingten Kopfverformungen bei Babys zugenommen. Auch wenn ein flacher Hinterkopf für Kinder nicht gefährlich ist, wollen viele Eltern wissen, wie sie diesen bei ihrem Baby verhindern können und welche Möglichkeiten es gibt, wenn ihr Sprössling bereits einen platten Hinterkopf hat. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du über einen Plattkopf bei Babys wissen musst und warum du dir trotz allem erst einmal keine Sorgen machen brauchst. 

So entsteht ein flacher Hinterkopf bei Babys

Damit der Kopf des Babys durch den Geburtskanal passt, sind seine Schädelknochen noch nicht fest verwachsen. Das heißt, das Köpfchen selbst ist noch formbar und weich. Auch während der Geburt kann sich der Kopf des Babys verformen – insbesondere, wenn eine Saugglocke oder eine Zange eingesetzt werden müssen. Nach wenigen Wochen verschwinden diese Verformungen aber von selbst. Bis zum Ende des zweiten Lebensjahres ist der Kopf eines Babys weich und flexibel, sodass sich dieser in der Zeit gut entwickeln und wachsen kann. Gleichzeitig können dadurch aber auch lagebedingte Kopfverformungen, wie ein flacher Hinterkopf, entstehen. Wie es die Bezeichnungen „lagebedingte oder lagerungsbedingte Kopfverformungen“ schon deutlich machen, wird ein platter Hinterkopf meistens durch eine ständige einseitige Lage des Babyköpfchens verursacht.

Warum die Rückenlage einen platten Hinterkopf begünstigt

Die meisten Babys liegen fast immer und am liebsten auf dem Rücken. Die Rückenlage ist für Kinder im ersten Lebensjahr auch unglaublich wichtig, da das Risiko eines plötzlichen Kindstodes um ca. 40 Prozent verringert wird. Die Rückenlage verhindert, dass sich jüngere Babys aus der Position einfach auf den Bauch drehen können. Das Schlafen in Bauch- oder Seitenlage kann das Risiko eines plötzlichen Kindstodes nämlich erhöhen. Dennoch liegt der Kopf des Babys in Rückenlage immer auf derselben Stelle, sodass sich die Schädelknochen durch den ständigen Druck nicht vollständig entwickeln können. Aufgrund dessen entsteht ein flacher Hinterkopf bei Babys.
Allerdings können auch verkürzte Muskeln oder Blockaden an der Halswirbelsäule dafür verantwortlich sein, dass Babys nur auf einer Seite liegen oder schlafen möchten.
Die „Lieblingsseite“ deines kleinen Schatzes kann demnach dafür sorgen, dass sich nicht nur der Hinterkopf, sondern auch eine Seite des Kopfes verformt hat und flacher ist. 

Platter Hinterkopf bei Babys - was tun?

Es gibt einige Möglichkeiten, um lagebedingten Kopfverformungen entgegenzuwirken und einen flachen Hinterkopf bei Babys sogar zu vermeiden: 

1. Die Liegeposition des Babys variieren

Auch wenn die Rückenlage das Risiko eines plötzlichen Kindstod verringert und damit für Babys in den ersten Lebensmonaten unverzichtbar ist, sollten Eltern die Liegeposition ihres Babys dennoch des Öfteren verändern. Es wird sogar empfohlen, Babys mehrfach täglich für ein bis zwei Minuten unter Beobachtung auf den Bauch zu drehen. Allerdings sollte das Baby wach sein und bereits gegessen haben. Für Babys ist diese Position sehr anstrengend, sodass zu Beginn wenige Minuten ausreichen. Der Hinterkopf wird während dieser Zeit entlastet, die Rücken- und Nackenmuskulatur wird gekräftigt und zeitgleich wird die Wahrnehmungs- und Bewegungskompetenz von Babys gefördert.
Ein tolles Babyspielzeug oder ein interessanter Gegenstand können dafür sorgen, dass der kleine Schatz die anstrengende Position schnell vergisst.
Wenn das Baby kräftiger wird, dann kann auch die Dauer der Bauchlage gesteigert werden.
Wichtig ist, dass das Baby nur unter Aufsicht in Bauchlage liegt – niemals zum Schlafen oder auch nur zum Ruhen. 

2. Das Köpfchen des Babys fördern

Um bei Babys einen flachen Hinterkopf zu verhindern, wird empfohlen, die Muskulatur rund um den Kopf des Babys zu stärken. Das Baby immer abwechselnd von unterschiedlichen Seiten anzusprechen und ihm ein Spielzeug zu reichen, es mal von der rechten und mal von der linken Seite zu füttern, hilft, die Entwicklung der Nacken- und Rückenmuskulatur zu fördern und entlastet zugleich den Hinterkopf des Babys. 

3. Regelmäßiges Tragen

Da Babys in ihren ersten Lebensmonaten hauptsächlich liegen, ist es eine willkommene Abwechslung, wenn sie getragen werden. Regelmäßiges Tragen des Babys verhindert zudem auch einen einseitigen und permanenten Druck auf das empfindliche Babyköpfchen, der durch ein ständiges Liegen verursacht wird. Der Entstehung eines flachen Hinterkopfes kann damit entgegen gewirkt werden. 

4. Osteopathie und Physiotherapie

Wenn Babys eine Seite oder eine liegende Position deutlich bevorzugen, dann kann es sein, dass bereits Blockaden und Verspannungen im Hals, Nacken oder im Rücken vorhanden sind. In diesem Fall sollten sich Eltern zeitnah ärztlichen Rat einholen, um lagebedingte Kopfverformungen bei ihrem Baby zu vermeiden. Die Kinderärztin/ der Kinderarzt verschreibt oftmals Physiotherapie oder Osteopathie, damit die Verspannungen und Blockaden behutsam gelöst werden können. 

5. Spezielle Kopfkissen

Es gibt spezielle Kopfkissen, die helfen können, einen flachen Hinterkopf bei Babys zu vermeiden. Wenn das Baby auf dem Rücken liegt, dann wird der empfindliche Hinterkopf durch das Kopfkissen vor dem Druck der Matratze geschützt. So kann verhindert werden, dass sich der Kopf des Babys verformt. 

Wie lange haben Babys einen platten Hinterkopf?

In der Regel können lagebedingte Kopfverformungen bei Babys gut behandelt werden. Falls sich ein flacher Hinterkopf durch die oben genannten Tipps & Tricks nicht mehr korrigieren lässt, ist das weder schlimm, noch gefährlich. Die Entwicklung deines Babys wird davon nämlich nicht beeinträchtigt.
Wenn dein Baby keine Blockaden, Verspannungen oder Schmerzen hat, dann ist es ein rein ästhetisches „Problem“. Bis zum Ende des dritten Lebensjahres verschwindet ein Plattkopf normalerweise von allein.
Wenn du trotzdem unsicher bist, kannst du dir natürlich jederzeit ärztlichen Rat einholen.

Fazit

  • Das Köpfchen eines Babys ist in den ersten beiden Lebensjahren sehr formbar und weich
  • Deswegen kann sich der Kopf bei einer permanenten Rückenlage leicht verformen
  • Ein platter Hinterkopf ist also eine lagerungsbedingte Kopfverformung und in der Regel ungefährlich
  • Variationen der Liegeposition, Physio- und Osteopathie sowie spezielle Kopfkissen beugen Kopfverformungen vor und können auch die Behandlung eines Plattkopfs unterstützen
Laura
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