Kind krank und du musst zur Arbeit? Das kannst du jetzt tun

Unverhofft kommt oft und davon können so einige Eltern ein Liedchen singen. Insbesondere wenn es um ein krankes Kind am Wochentag geht, das nicht in die Kita oder Schule gehen kann, ist die Verzweiflung manchmal wirklich groß. Ist dein Sprössling kurzfristig erkrankt und auf deinem Schreibtisch türmt sich die Arbeit, steht dir trotzdem ein freier Tag zu! Alles, was du über dieses Thema wissen musst, erfährst du hier:

Was kann ich jetzt nur tun?

Wahrscheinlich passt es dir gerade gar nicht, daheim bei dem kranken Kind zu bleiben, anstatt alle wichtigen Arbeiten endlich fertigzustellen. Dennoch ist das Letzte was du jetzt tun solltest, dein Kind trotzdem in den Kindergarten oder in die Schule zu schicken. Nicht nur, dass es dem Sprössling in dieser Situation äußerst schlecht geht, auch gefährdest du so die Gesundheit der weiteren anwesenden Kinder und Erwachsenen.

Besser ist es, sofort deinen Arbeitgeber darüber zu informieren, dass du nicht bei der Arbeit erscheinen kannst. Natürlich kannst du vorab versuchen, eine Ersatzbetreuung zu organisieren, wie etwa die Familie oder Freunde.

Was steht mir eigentlich zu?

Vielleicht ist dein Arbeitgeber nicht besonders begeistert, dass du daheimbleiben musst, um dich deinem kranken Sprössling zu widmen. Lass dir jedoch kein schlechtes Gewissen machen, denn dir stehen gesetzlich freie Tage zu, sobald dein Kind erkrankt und dies auch durch einen Arzt bestätigt werden kann. Insgesamt stehen jedem Elternteil zehn freie Arbeitstage zu, habt ihr ein Kind, das erkranken kann. Gibt es ein Geschwisterchen, so dürfen beide Elternteile insgesamt zwanzig Tage im Jahr von der Arbeit fernbleiben, um das Kind gesund zu pflegen. Sind es mehr als nur ein Geschwisterpaar, liegt die Obergrenze bei fünfundzwanzig Fehltagen. Ein Blick in den Arbeitsvertrag lohnt sich meistens auch, denn viele Arbeitgeber haben eine besondere Regelung, welche noch mehr freigestellte Arbeitstage verspricht, wird der Sprössling krank.

Übrigens: Alleinerziehende Mütter und Väter haben bei einem Kind sogleich zwanzig Fehltage gut, bei zwei Kindern vierzig Tage und bei mehr als zwei Kindern eine Obergrenze von fünfzig Fehltagen.

Und wie sieht es mit dem Geld aus?

Ist dein Sprössling nicht älter als zwölf Jahre und kannst du die Erkrankung des Kindes durch ein ärztliches Attest nachweisen, steht dir dein voller Lohn für die Fehltage zu. Zudem sollte es keine weitere Person in eurem Haushalt geben, welche die Pflege für dich nachweislich übernehmen könnte, wie beispielsweise eine Au-Pair. Wurde dein Kind im Kindergarten oder auf dem Weg dorthin verletzt, zahlt die Unfallversicherung dein Arbeitsgeld fort.

Ist dein Kind dann doch schon älter als zwölf Jahre, kannst du natürlich trotzdem bei ihm oder ihr zuhause bleiben. Die Krankenkasse zahlt dir dann ein Krankengeld aus, welches etwa 70 bis 90 Prozent deines eigentlichen Lohnes ausmacht. Dieses Krankengeld musst du bei deiner Krankenkasse beantragen. Das ist außerdem nur möglich, wenn das kranke Kind bei dir familienversichert ist.

Die Familie zusammentrommeln

Eine gute Lösung, die manchmal aber einfach nicht machbar ist, ist die Betreuung deines Sprösslings durch Familienmitglieder oder Freunde. Soweit es irgendwie funktioniert, solltest du dieses As aus dem Ärmel schütteln. Revanchieren kannst du dich dann beispielsweise mit einem leckeren Abendessen oder mit Eintrittskarten fürs Kino. Du solltest schließlich stets bedenken, dass dein Kind in einem Jahr öfters erkranken kann, sodass deine gesetzlich freigestellten Arbeitstage schnell aufgebraucht werden könnten.

Notfallbetreuung oder lieber Babysitter?

Sind all deine freien Arbeitstage aufgebraucht, deine Familie verhindert und die Freunde im Urlaub? Dann solltest du auf die Notlösung setzen. Diese kann in der Notfallbetreuung liegen. Viele größere Städte bieten einen Kindergarten oder eine Ein-Personen-Pflege an, die im Notfall greift. Informieren kannst du dich über die Internetseite des Familienministeriums. Außerdem kannst du ja mal über einen flexiblen Babysitter nachdenken, der auch zur morgendlichen Stunde die Wogen glättet und dein Kind betreut. Senioren oder Studenten sind hier vielleicht gute Ansprechpartner.

Auch die Kollegen wollen es wissen!

Zum Schluss noch ein wichtiges Detail, welches du beachten solltest, wenn dein Kind krank wird und du auf Arbeit fehlst: Die Kollegen würden sicherlich auch gerne wissen, warum du eine Woche auf der Arbeit fehlst. Es ist besser, Gerüchte direkt zu Anfang aus dem Weg zu räumen und reinen Tisch zu machen. Es ist keine Schande, das kranke Kind daheim wieder aufzupäppeln, auch wenn du bereits die dritte Krankheit in Folge einstecken musstest.

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