High-Need Babys – darum leiden sie so häufig unter Schlafstörungen

High-Need-Babys sind vor eins: intensiv. Sie benötigen ganz viel Nähe, ganz viel Aufmerksamkeit und äußern ihre Bedürfnisse auch lauter und deutlich als andere Babys. Was sie dagegen weniger fordern, ist Schlaf. Sie schlafen schwieriger ein und wachen auch in der Nacht häufig auf. Dieser Aspekt („Awakens frequently“) gehört zu den 12 Kriterien nach Dr. Sears, nach denen beurteilt werden kann, ob ein Kind ein High-Need-Baby ist. Warum High-Need-Babys generell schlechter schlafen können, erklären wir dir in diesem Beitrag. 

1. High-Need-Babys können schwerer abschalten

High-Need-Babys sind tagsüber sehr aktiv, haben viel Energie und sind zudem besonders aufmerksam und neugierig. Das sorgt dafür, dass sie abends mehr Umweltreize verarbeiten müssen und daher schwerer abschalten können. 

2. Schlechtere Reizverarbeitung 

High-Need-Babys können außerdem weniger gut Reize (wie z.B. Wärme und Kälte, leichter Hunger, Alleinsein) filtern und blockieren, sodass es schnell zu einer sensorischen Überreizung kommen kann. Aus diesem Grund können sie schlechter ein- und durchschlafen. High-Need-Babys müssen sich in einer Tiefschlafphase befinden, um nicht sofort wieder aufzuwachen. Sie sind diesbezüglich einfach empfindlicher als andere Babys. 

3. Viel Körperkontakt notwendig 

High-Need-Babys haben ein überdurchschnittliches Bedürfnis nach Sicherheit und Vertrauen. Sie wollen tagsüber die meiste Zeit im Arm gehalten werden und sind kaum in der Lage, sich selbst zu beruhigen. Außerdem mögen High-Need-Babys Trennungen von Bezugspersonen gar nicht gerne. Trennungsängste können zu Ein- und Durchschlafproblemen führen, da High-Need-Babys oftmals nicht alleine schlafen wollen. Sie brauchen meist die ganze Nacht Körperkontakt und die Nähe zu ihren Bezugspersonen. 

4. Spätere Entwicklung der geregelten Schlafphasen

In der Nacht durchläuft der Mensch mehrere Schlafphasen. Leichtere Schlafperioden wechseln sich mit tieferen Schlafphasen ab. Babys sind während des Übergangs von einer leichten in eine tiefe Schlafphase empfindlicher für äußere Reize und können somit schneller aufwachen. High-Need-Babys sind diesbezüglich noch einmal deutlich störanfälliger für äußere Reize. In diesen Übergangsphasen werden sie leichter wach als andere Babys und müssen dann immer wieder von ihren Eltern in den Schlaf begleitet werden. 

5. Geringeres Schlafbedürfnis 

Bei einigen High-Need-Babys zeigt sich bereits recht früh ein geringeres Schlafbedürfnis als bei anderen Babys. Das könnte daran liegen, dass High-Need-Babys möglicherweise längere Tiefschlafphasen haben und sich dementsprechend schneller regenerieren. Daher scheinen sie weniger Schlaf zu benötigen als andere Babys, was für Eltern zusätzlich nicht besonders einfach ist. 

Das kannst du tun

Da Schlafprobleme eines der Merkmale eines High-Need-Babys ist, kannst du dagegen nicht viel tun. Dein Baby benötigt eben auch in der Nacht besondere Aufmerksamkeit. Dennoch kann es zunächst einmal beruhigend sein, wenn du jetzt weißt, warum High-Need-Babys Schlafprobleme und oftmals ein geringeres Schlafbedürfnis haben. Des Weiteren kannst du versuchen, eine möglichst schlaffördernde Umgebung zu schaffen. Hierbei können die richtigen Einschlafhilfen dein Baby gut in den Schlaf begleiten. Ein Puck-oder Schlafsack für Babys unterstützt dein Kind dabei, schneller ein- und vor allem durchzuschlafen. Ein Pucksack kann deinem Kind dabei helfen, zur Ruhe zu kommen, sodass es schneller in den Schlaf findet. Außerdem sorgt ein Sommer- oder Winderpucksack dafür, dass dein Baby nicht unnötig schwitzt oder friert. Des Weiteren benötigen High-Need-Babys auch nachts oft viel Körperkontakt, um sich sicher zu fühlen und somit schlafen zu können. Somit wäre es besser, wenn euer Baby kuschelnd neben euch schlafen würde. Wenn euer Kind größer wird, kann diese Nähe aber dazu führen, dass es leichter aufwacht. In diesem Fall eignet sich ein Kinderbett, welches ihr direkt an euer Bett stellen könnt. Somit ist es auch einfach, euren kleinen Schatz bei Einschlaf- und Durchschlafproblemen wieder in den Schlaf zu begleiten. Auch wenn eine Einschlafbegleitung vor allem mitten in der Nacht sehr anstrengend sein kann, ist sie besonders für High-Need-Babys sehr wichtig, da diese sich nicht alleine beruhigen können. 

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