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21.05.2023
Geburt

Nabelbruch in der Schwangerschaft – was du darüber wissen musst!

Ein Nabelbruch klingt schmerzhaft und gefährlich? Keine Sorge: Dabei handelt es sich nicht tatsächlich um einen Bruch! In diesem Artikel erklären wir dir, was wirklich dahinter steckt - von der Ursache über mögliche Komplikationen bis hin zur Heilung. Hier erfährst du alles, was du über den Nabelbruch in der Schwangerschaft wissen musst!

Wie entsteht ein Nabelbruch in der Schwangerschaft?

Mit dem wachsenden Babybauch wölbt sich nicht selten auch der Nabel der Schwangeren nach außen. So kann es schnell passieren, dass die Vertiefung des Nabels, welche die meisten Menschen haben, verschwindet. Bildet sich darüber hinaus eine kleine Beule, kann es zum sogenannten Nabelbruch während der Schwangerschaft gekommen sein.

Allerdings bricht der Nabel nicht wie bei einem Knochenbruch, vielmehr entsteht eine Lücke oder ein kleiner Riss in der sogenannten Bauchwandfaszie im Bereich des Nabels. Diese Faszie ist eine dünne Hülle aus Bindegewebe, die die Bauchmuskeln umgibt und stabilisiert. Sie ist ein Teil der Bauchwand und trägt ganz einfach dazu bei, die inneren Organe an Ort und Stelle zu halten.

Der Bauchnabel ist eine natürliche Schwachstelle der Bauchwand, da diese dort nur schwach ausgeprägt ist. In der Schwangerschaft kommt es zu einer starken Dehnung der Bauchwand, wobei die Bauchmuskeln auseinanderweichen und den Bereich nicht mehr stabilisieren. Die Lücke, die dann entsteht, wird Bruchpforte genannt. Beim Nabelbruch stülpt sich die innerste Schicht der Bauchwand durch diese Lücke und wölbt sich nach außen. Diese Wölbung wird dann als Bruchsack bezeichnet.

Welche Faktoren begünstigen den Nabelbruch in der Schwangerschaft?

Obwohl der Nabelbruch laut Studien häufiger bei Frauen als bei Männern auftritt, ist die Schwangerschaft allein nur bei 0,08% aller Fälle die Ursache dafür. Neben der Wölbung des Babybauchs gelten vor allem folgende Aspekte als Ursache für einen Nabelbruch:

  • Übergewicht
  • Zu viel Flüssigkeit im Bauchraum, ein sogenannter Aszites
  • Eine Bindegewebsschwäche
  • Äußere Faktoren, z.B. Heben oder Husten

Ist ein Nabelbruch in der Schwangerschaft gefährlich?

Grundsätzlich ist der Nabelbruch während der Schwangerschaft für die werdende Mutter sowie das Baby vollkommen harmlos und ungefährlich. In seltenen Fällen kann es allerdings zu Komplikationen kommen. Stellst du bei deinem Nabel Schmerzen oder eine bläuliche Verfärbung fest, solltest du unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Das ist wie gesagt selten, dafür aber umso ernster, wenn es vorkommt.

Durch den hohen Druck im Bauchraum kann es passieren, dass Teile der inneren Organe, wie zum Beispiel eine Darmschlinge, durch die Bruchpforte hindurch in die Ausstülpung gepresst werden und nicht mehr richtig durchblutet werden können. Das tut nicht nur sehr weh, sondern kann im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich werden. Solche Einklemmungen machen einen operativen Eingriff unumgänglich. Dieser muss so schnell es geht durchgeführt werden und kann nicht bis nach der Entbindung warten! Unter Vollnarkose wird der Inhalt der Ausstülpung wieder an seinen ursprünglichen Platz verschoben und die Bruchpforte per Naht oder in besonders schweren Verläufen mit Hilfe eines Kunststoffnetzes wieder verschlossen. 

Was du beim Nabelbruch während der Schwangerschaft tun kannst

Selbst wenn der Nabelbruch operiert werden muss, musst du keine Angst um das Wohl deines Kindes haben! Sowohl das Risiko für Mütter als auch für den Nachwuchs gilt als überschaubar. Ohne die beschriebenen Komplikationen, macht der Bruch des Nabels während der Schwangerschaft und auch bei der Geburt überhaupt keine Probleme. Sobald der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt, verheilt der Nabelbruch meist von allein. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die du tun kannst:

  • Untersuche regelmäßig den besagten Körperbereich auf auffällige Stellen oder Veränderungen und prüfe, ob du Schmerzen hast. So ist im Ernstfall ein schnelles Handeln möglich und Schlimmeres kann verhindert werden.
  • Falls du deinen Körper bei der Heilung etwas unterstützen möchtest, ist Rückenbildungsgymnastik sehr zu empfehlen. Rückbildungsübungen helfen dabei, die Bauchmuskeln wieder zu stärken und so die Bauchdecke zu stabilisieren.
  • War eine Operation erforderlich, wird die Heilung etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen und Tätigkeiten wie leichtes Heben werden erst nach zwei bis drei Wochen wieder möglich sein - und ja, auch das Heben deines Babys wird dir anfangs Probleme bereiten! Suche dir deshalb Unterstützung aus der Familie, deinem Freund:innenkreis oder wende dich alternativ an deine Krankenkasse bezüglich Unterstützungsangeboten!

Fazit

Beim Thema Nabelbruch in der Schwangerschaft kannst du erleichtert aufatmen. Es handelt sich weder um einen richtigen Bruch noch um einen hohen Risikofaktor für die werdende Mutter und das Knöpfchen. Meist verheilt der kleine Riss nach der Geburt von allein und vollkommen schmerzfrei. Sollten dennoch Schmerzen oder eine bläuliche Verfärbung auftreten, ist es notwendig, schnellstmöglich eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen!

Hanna
Hanna
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