Suche
Magazin
Account
Wunschliste
Warenkorb
11/12/2021
Gesundheit

Die ersten Zähne beim Baby: Reihenfolge und Funktionen

Viele Eltern fragen sich, in welcher Reihenfolge ihr Baby seine ersten Zähne bekommt und welche Funktionen diese erfüllen. Bis zu drei Jahre kann es dauern, ehe sich alle Zähnchen vollständig ausgebildet haben. Schon während der Schwangerschaft bilden sich bei einem Baby Zahnknospen, die die Grundlage für die späteren Milchzähne sind. Sie rücken langsam vor und brechen zwischen dem dritten und 12. Lebensmonat durch die Zahnfleischoberfläche.

Wann kommen die ersten Zähne beim Baby?

Die ersten Zähne eines Kindes werden Milchzähne genannt. In der Regel erscheinen sie in einer bestimmten Reihenfolge, meistens paarweise:

  1. Untere Schneidezähne (mittig): Meistens zeigen sich im Alter zwischen fünf und zehn Monaten zuerst die beiden unteren Schneidezähne in der Mitte. Wann die ersten Zähnchen zu sehen sind, hängt auch davon ab, wann sie sich bei beiden Elternteilen ausgebildet haben - die Zahnentwicklung ist nämlich vererblich.
  2. Obere Schneidezähne (mittig): Nach den unteren Schneidezähnen bilden sich zwischen dem sechsten und 12. Lebensmonat oft die beiden oberen Schneidezähne aus.
  3. Obere Vorderzähne (Frontzähne): Zwischen dem neunten und 13. Monat treten neben den oberen Schneidezähnen rechts und links die Frontzähne aus. Der Sprössling hat im Oberkiefer dann eine Reihe von vier Schneidezähnen.
  4. Untere Frontzähne: Ähnlich geht es im Unterkiefer weiter. Zwischen dem zehnten und 16. Lebensmonat bilden sich die unteren Frontzähne aus.
  5. Molare: Die ersten oberen und unteren Backenzähne bilden sich zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat im hinteren Mundbereich aus.
  6. Eckzähne: Zwischen dem 16. und 22. Monat treten die oberen und unteren Eckzähne auf. Sie füllen im Ober- und Unterkiefer jeweils die Lücken zwischen den Backen- und Schneidezähnen.
  7. Backenzähne: Zu guter Letzt kommen etwa zwischen dem 20. und 33. Monat die unteren und oberen hinteren Backenzähne durch.

Das Zahnen beim Baby läuft doch recht individuell ab. Bei manchen Babys kann es früher losgehen und bei anderen wiederum etwas länger dauern. Die meisten Kinder haben mit etwa 25 bis 33 Monaten ein komplettes Milchgebiss mit 20 Zähnen.


Welche Funktion erfüllen die Zähne?

Schneidezähne

Bei Schneidezähnen handelt es sich um einwurzelige Zähne. Die sogenannten „Schaufelzähne“ befinden sich im vorderen Bereich des Ober- und Unterkiefers zwischen den Eckzähnen. Sie verfügen über eine spitze Schneidekante und haben im Gegensatz zu den anderen Zähnen keine Kaufläche. In aller Regel fallen die unteren Schneidezähne kleiner aus als die oberen. Dank ihrer scharfen Schneidekante eignen sie sich ideal zum Abbeißen von Nahrung. Im Grunde sind Schneidezähne also kleine Messer, die Nahrungsmittel optimal zerteilen können.
 Da die Schneidezähne zu den Frontzähnen gehören, erfüllen sie auch einen optischen Zweck. Schneidezähne, die verfärbt oder abgebrochen sind, lassen das Gebiss unästhetisch und ungepflegt wirken. Dies gilt insbesondere für die oberen Schneidezähne, da diese beim Sprechen und Lachen gut sichtbar sind.

Backenzähne

Die Backenzähne, auch Seitenzähne genannt, haben ebenfalls eine wichtige Funktion im menschlichen Gebiss. Sie werden in hintere Backenzähne (Dentes molares) und vordere Backenzähne (Dentes praemolares) unterteilt und unterscheiden sich hinsichtlich Aufbau und Funktion von den anderen Zähnen. Im Gegensatz zu Schneidezähnen und Eckzähnen, die nur mit einer Wurzel ausgestattet sind, besitzen Backenzähne häufig mehr Wurzeln.

Backenzähne erfüllen den Zweck, Speisen zu zermahlen, nachdem diese von den Schneidezähnen zerkleinert wurden. Dafür sind die Backenzähne mit einer breiten und flachen Oberfläche ausgestattet. Die kleinen Höcker auf einem Backenzahn erleichtern das Zermahlen der Nahrungsmittel. Der Zahn verfügt über kleine Grübchen, die sogenannten Fissuren. Diese erschweren allerdings das Zähneputzen und erhöhen somit die Karies-Gefahr.

Tipp: Die richtige Zahnpflege beim Baby beginnt vom ersten Zahn an. Bereits in den ersten Jahren eines Kindes sollte das Zähneputzen eine große Rolle in der alltäglichen Pflegeroutine einnehmen.

Wie erwähnt, bilden sich bereits im kindlichen Milchgebiss Backenzähne aus. Allerdings weist das Milchgebiss weniger Backenzähne auf als das Gebiss von Erwachsenen. Unterschiede zwischen Milchbackenzähnen und dauerhaften Backenzähnen gibt es jedoch nicht.

Eckzähne

Die Eckzähne (Dens caninus) liegen hinter den Schneidezähnen vor den Vorbackenzähnen. Umgangssprachlich wird der Eckzahn auch „Augenzahn“ genannt, da bei einer Entzündung des Zahns Rötungen und Druckschmerzen unter dem Auge auftreten können.

Im menschlichen Gebiss befinden sich insgesamt vier Eckzähne – die bereits ebenfalls im Milchgebiss vorhanden sind. Erst im Alter von etwa elf Jahren brechen dann die dauerhaften Eckzähne (zuerst unten, dann oben) durch.

Die Eckzähne verfügen anstelle einer Kaufläche über eine Höckerspitze, die wiederum zwei Schneidekanten besitzt. Die Zähne bilden den Übergang zwischen Seiten- und Frontzähnen. Sie haben die Aufgabe, Speisen zu zerreißen. Als „Reißzähne“ sind sie die stärksten Zähne im Gebiss. Sie werden instinktiv eingesetzt, wenn etwas abgebissen werden soll.

Häufige Fragen zum Thema Zahnen bei Kindern

1. Was hilft meinem Baby beim Zahnen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du deinem kleinen Liebling beim Zahnen helfen kannst. Viele Kinder empfinden leichte Zahnfleisch-Massagen als angenehm. Das sanfte Reiben wirkt schmerzlindernd und vermindert das Druckgefühl. Wichtig ist, dass du dir die Hände vorher reinigst oder gegebenenfalls einen Finger-Überzug mit Noppen (Fingerling) verwendest. Außerdem hat sich der Beißring beim Zahnen bewährt. Besonders wohltuend sind Modelle, die sich kühlen lassen. Zahnungsgel, das du auf die betroffene Stelle aufträgst, wirkt ebenfalls schmerzstillend.

2. Warum haben einige Kinder Fieber beim Zahnen?

Zahnen ist ein natürlicher Prozess, sodass eine ärztliche Behandlung in der Regel nicht erforderlich ist. Sollte dein Kind einmal unter erhöhter Temperatur oder Durchfall leiden, steht dies nicht im direkten Zusammenhang mit dem Zahnen. Viel wahrscheinlicher ist es, dass sich ein Infekt dahinter verbirgt, der womöglich mit dem ersten Zahn ausbricht. Der Grund dafür könnte sein, dass dein Baby in dieser Zeit alles in den Mund nimmt und somit vermehrt mit Krankheitserregern in Kontakt kommt.

3. Wann sollte mein Baby zum Zahnarzt?

Ist der erste Zahn da, ist auch der erste Besuch beim Zahnarzt empfehlenswert. Auf diese Weise gewöhnt sich dein Kind frühzeitig an den Zahnarzt oder die Zahnärztin und an spätere Untersuchungen. Überdies bekommst du viele nützliche Tipps rund um die Mundhygiene deines Sprösslings.

Keno