Vom ersten Zahn an – Zahnpflege beim Baby

Das Zähneputzen sollte bereits in den frühen Jahren deines Kindes eine große Rolle in der Alltagsroutine einnehmen, schließlich ist die Zahnhygiene enorm wichtig. Kommen die ersten Milchzähne bei deinem Baby, kann es direkt mit der ersten Zahnpflege losgehen. Wie diese funktioniert, was du brauchst und wie du die kleinen Beißerchen pflegen kannst, erfährst du hier.

Die ersten Zähnchen putzen – ab wann?

Nach etwa sechs Monaten wird der Mund deines Sprösslings plötzlich gefüllt – es wächst der erste Milchzahn heran! Schon bald ziehen die restlichen 20 Milchzähne nach. Also ist es an der Zeit, dein Baby bereits an das Zähneputzen zu gewöhnen. Deshalb sollte auch der erste, kleine Milchzahn bereits von Anfang an zweimal täglich geschrubbt werden.

Es ist wichtig, das feste Ritual der Zahnreinigung bereits in den frühen Jahren einzuführen. Bis dein Sprössling dann das siebte Lebensjahr erreicht hat, solltest du stets mit der Zahnbürste nachputzen, da die Kleinen ihre Zähnchen bis dahin noch nicht eigenständig auf Vordermann bringen können. Wichtig ist, dass du deinem Sprössling ab einem gewissen Alter nicht mehr die Zähne putzt, sondern das Kind dies allein versuchen kann. Nach zwei Minuten kannst du dann einschreiten und die gründliche Endreinigung der Beißerchen durchführen.

Brauchen wir eine Kinderzahnbürste?

Das erste Milchzahn kann getrost mit einem Stück Stoff gereinigt werden, während natürlich auch ein Fingerling verwendet werden kann. Wer mag, kann auf eine Babyzahnbürste zurückgreifen. Eine richtige Kinderzahnbürste sollte dann fällig sein, sobald sich mehrere Zähne gebildet haben. Bist du auf der Suche nach der passenden Zahnbürste, solltest du stets einen Blick auf die Altersempfehlung dieser werfen. Außerdem sollten die Bürsten schön weich sein, um das empfindliche Zahnfleisch der Kleinen nicht beim Putzen zu verletzen.

Etwa bis zum sechsten Lebensjahr der kleinen sollte eine spezielle Kinderzahnpasta verwendet werden.

Wie werden die Zähnchen richtig geputzt?

Die kleinen und die großen Zähne werden nach dem Motto: 'Rot nach Weiß' geputzt. Das bedeutet, dass du deinem Baby die Zähnchen vom Zahnfleisch in Richtung Zähne putzen solltest. Dabei sind sanfte, kreisende Bewegungen hilfreich. In der Zahnungsphase ist das Zahnfleisch sehr empfindlich, hier ist also Vorsicht geboten.

Kommt dein Sprössling in ein Alter, in welchem es zunehmend quengelig beim Zähneputzen wird, kannst du es mit dem Rücken zu dir auf deinen Schoss setzen. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass das Kind selbstständig putzt und du lediglich nachputzt.

Zudem solltest du stets ein Vorbild sein. Das bedeutet, dass dir dein Baby oder dein Kind beim Zähneputzen zusehen kann und dabei lernt, wie es richtig funktioniert! Eine Eier- oder Sanduhr kann deinem Sprössling zeigen, wie lange er oder sie putzen soll. Das Zähneputzen sollte in der Früh und vor dem Schlafengehen stattfinden. Der feste Rhythmus hilft deinem Kind, sich an die Prozedur zu gewöhnen.

Und wann sollten wir das erste Mal zum Zahnarzt?

Sobald der erste Milchzahn sprießt, solltest du den ersten eigenen Termin für das Baby machen. Es kann sehr hilfreich sein, das Kind bereits zu deinen Zahnarztterminen mitzunehmen, damit es sich an die Praxis, die Geräusche und das Prozedere gewöhnen kann.

4 Tipps, um Babys Zähne zusätzlich gesund zu halten

Wusstest du, dass die häufigste Ursache für Karies bei Kindern der Zucker ist? Es ist dabei nicht ausschlaggebend, wie viel Zucker täglich in den Mund gelangt, sondern in welchen Abständen dies geschieht. Jeder zuckerhaltige Speise und jedes zuckerhaltige Getränk schädigen den Zahnschmelz! 

Damit die ersten Beißerchen und die darauffolgenden Zähne einen guten Start hinlegen und lange gesund bleiben, können einige Tipps helfen:

1. Gläschen ohne Zucker auswählen

Solltest du die Beikost nicht selbst zubereiten, ist es wichtig, dass du einen Blick auf die Zutatenliste der käuflichen Gläschen wirfst. Zucker oder Zuckerzusätze sollten in keinem Fall unter den Inhaltsstoffen vorzufinden sein. Als Zucker gilt auch Laktose, Fruktose und Glukose!

2. Ein Becher anstelle des Fläschchens

Hat dein Sprössling den sechsten Lebensmonat erreicht, sollte er oder sie zumindest tagsüber Abschied vom Trinkfläschchen nehmen. Für die Zähnchen ist es viel gesünder, auf einen Trinkbecher umzusteigen, der mit abgekochtem Wasser oder mit Milch gefüllt wird.

3. Der richtige Zeitpunkt für Zucker

Zuckerhaltige Speisen, zu denen auch Säfte und Obst gehören, sollten am besten zu den Mahlzeiten gereicht werden und nicht als Zwischenmahlzeit eingenommen werden. Nach dem Verzehr haben Babys Zähne dann nämlich Zeit genug, den Zahnschmelz wieder selbstständig zu regenerieren.

4. Auch Medizin sollte ohne Zucker sein

Kommt es dazu, dass dein Baby ein Medikament einnehmen muss, solltest du lieber auf zuckerfreie Varianten zurückgreifen. Dein Kinderarzt kann euch darüber aufklären, ob Zucker zu den Inhaltsstoffen der Medizin gehört.

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