Der erste Muttertag als Mutter

Bisher war der Muttertag ein vielleicht eher nebensächlicher Feiertag. Sicher hast du deine eigene Mutter angerufen, etwas mit ihr unternommen und ein paar Blumen oder Ähnliches überreicht. Eine größere Bedeutung bekommt der Muttertag aber erst, wenn du selbst zum erlesenen Kreis der Mütter gehörst.

Die Geschichte des Muttertages

Wer es schafft, einen kleinen Menschen neun Monate lang im eigenen Bauch wachsen zu lassen, verdient zweifelsfrei einen eigenen Feiertag. Schließlich ist das nicht nur eine großartige Leistung, sondern auch ein lebensverändernder und wunderbarer Moment.
Der Muttertag ist der Tag zu Ehren der Mutter und der Mutterschaft. Er hat sich seit 1914, ausgehend von den Vereinigten Staaten, in der westlichen Welt etabliert. In Deutschland und in vielen weiteren Ländern wird er immer am zweiten Sonntag im Mai gefeiert. In seiner heutigen Form geht der Muttertag auf die US-Amerikanerin Ann Maria Reeves Jarvis zurück. Diese startete 1865 eine politische Initiative, deren Ziel es war, mit den sogenannten Mothers Day Meetings ein Forum zum Austausch unter Müttern zu schaffen. Eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass damals die Gleichberechtigung und das gesellschaftliche Mitspracherecht von Frauen noch weit entfernt vom heutigen Stand waren. Für den Muttertag als offiziellen Feiertag war allerdings Jarvis Tochter Anna Marie verantwortlich. Motiviert von den Verdiensten ihrer Mutter schrieb sie Briefe an Politiker, Geschäftsleute, die Kirche und Frauenvereine. Sie erzeugte damit eine Bewegung, die nicht mehr aufzuhalten war und schließlich in die Einführung des Muttertages als nationalen Feiertag mündete. Weit weniger politisch ging die Einführung des Muttertags in Deutschland von statten. Hierzulande ist die Feierlichkeit im Jahr 1922 durch eine Werbekampagne des Verbandes der Deutschen Blumengeschäftsinhaber entstanden. Plakate mit dem Spruch “Ehret die Mutter” wurden in die Schaufenster gestellt und der Muttertag als Anlass für Blumenwünsche etabliert

Muttertag ist was du daraus machst

Ob nun als politisches Ideal oder als Trick um die Verkaufszahlen anzukurbeln - der Muttertag erhält seine Daseinsberechtigung allein schon durch die Geburt eines weiteren kleinen Bewohners unserer Erde, die mit ihm einhergeht. Während der Schwangerschaft, bei der Geburt und in der Zeit unmittelbar danach geht die Faszination des neuen Lebens allerdings schon mal schnell im Stress unter. Schließlich gibt es immer etwas zu besorgen oder vorzubereiten und du warst vermutlich zu einhundert Prozent auf das Wohlergehen deines Babys fokussiert. Da bleibt nur wenig Zeit, um mal in Ruhe nachzudenken. Das hat zwar alles seine Richtigkeit, aber den ersten Muttertag solltest du als Tag des Innehaltens nutzen und dich einfach darüber freuen, was du erreicht hast. Karten, Anrufe und Geschenke sind immer ein Grund zur Freude, aber am schönsten ist es eigentlich, wenn du den Tag mit deinen Liebsten verbringen kannst und ihr eine kleine gemeinsame Unternehmung plant: 

  • Mit etwas Glück spielt das Wetter im Mai schon mit und die Sonne scheint. Ein Spaziergang, ein Picknick im Park oder eine Radtour sind nicht aufwendig zu planen und sorgen für eine Menge Spaß.

  • Ein gemeinsames Familienfoto darf natürlich nicht fehlen. Jeder kleine Moment ist auf seine Art erinnerungswürdig. In ein paar Jahren wirst du dich garantiert darüber freuen und den Tag durch das Bild nochmal erleben können.

  • Falls es die Zeit und der Geldbeutel zulassen, ist ein Wochenendausflug in ein Familienhotel eine willkommene Abwechslung. Hier werden die Kinder professionell betreut und du kannst endlich auch mal wieder ein bisschen abschalten. Natürlich ist es aufgrund der jetzigen Situation nicht möglich, so einfach zu verreisen. Aber auch ein kleiner Wellnesstag zuhause ist immer eine gute Idee. 

Der tiefere Sinn des Muttertages

Du weißt nun über die Geschichte des Muttertags Bescheid und kannst mit diesem Wissen gleich mal ordentlich angeben. Außerdem hoffen wir natürlich, dass du eine schöne Zeit hast. Es kann aber auch sein, dass dir so gar nicht nach Party zumute ist und du mit Blumen und Glückwünschen aktuell nicht so viel anfangen kannst. Lass dir gesagt sein, dass das völlig in Ordnung ist. Auch wenn es eigentlich ein Grund zum Feiern ist, gibt es viele Mütter, die an ihrem ersten Muttertag auf eine Zeit voller Anstrengung und Stress zurückblicken. Neben dem neu gewonnenen Familienglück sind auch diese Gefühle schlichtweg ein Teil des Mutterseins und nichts wofür du dich schämen musst. Ein Baby zu versorgen kostet viel Energie und Kraft. Aus diesem Grund solltest du dir, völlig unabhängig davon wie du den Tag verbringst und wer dich beschenkt, drei wichtige Fragen stellen:

1. Wie geht es mir und wie habe ich mich den Veränderungen in meinem Leben als Mutter anpassen können?

2. Mit wem kann ich mich unterhalten und wer gibt mir Unterstützung?

3. Wie ist es um meine eigenen Bedürfnisse und meine Gesundheit bestellt? 

Diese Fragen helfen dir grundsätzlich dabei deine bisherige Zeit als Mutter zu reflektieren und zeigen möglicherweise auf, wo es in deinem Leben vielleicht noch Verbesserungsbedarf gibt. Auf diese Art und Weise kannst du herausfinden, wo deine Prioritäten liegen und wem du dankbar bist. Wenn du diesen Rat beherzigst, wird der Muttertag von Jahr zu Jahr garantiert immer besser werden. 

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