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28.07.2022
Babypflege

Die Babypflege - Grundausstattung & hilfreiche Tipps

So wie die Pflege in deiner persönlichen Routine einen wichtigen Platz einnimmt, sollte sie auch bei deinem Baby eingeplant werden! Die junge Haut ist dabei viel anspruchsvoller als unsere eigene, sodass du insbesondere bei der Hautpflege und beim Baden deines kleinen Schatzes einige Dinge beachten solltest. Hier bekommst du eine umfangreiche Pflegeanleitung sowie eine detaillierte Checkliste mit allen notwendigen Pflegeprodukten für dein Neugeborenes!

Inhaltsverzeichnis

» 1. Das erholsame Bad
» 2. Die Baby Hautpflege - das ist zu beachten
» 3. Wie du den Intimbereich deines Kleinen optimal pflegst
» 4. Was du bei der Kopfpflege deines Babys beachten solltest
» 5. Alles Wissenswerte für die weitere Pflege deines Babys
» 6. Umfangreiche Checkliste für die Babypflege

1. Das erholsame Bad

Das Baden gehört zu einer der schönsten und gleichzeitig gefürchtetsten Aufgaben frischgebackener Eltern. Wie halte ich mein Kleines richtig? Worin bade ich meinen Sprössling? Wie wasche ich das Neugeborene am besten? Schließlich wollen wir ja, dass es unserem kleinen Schatz gut geht! Eine der wichtigsten Fragen, der wir als erstes auf den Grund gehen möchten, lautet jedoch:

1.1 Wie bade ich mein Baby am besten?

Es gibt zwei hervorragende Möglichkeiten, um das eigene Baby zu baden:

  1. Die Babybadewanne
  2. Den Babybadeeimer

Viele Hebammen und Geburtshelfer empfehlen die Nutzung eines Badeeimers, da die Haltung dort der Lage im Mutterleib sehr nah kommt, sodass sich das Kleine pudelwohl fühlt. Doch auch gegen ein Bad in einer Babybadewanne spricht nichts! Es kommt ganz auf dein Gefühl an und darauf, wie du dein Baby am besten baden kannst. Probiere dafür gern beides aus!

Tipp → Wenn das Neugeborene recht klein ist und dein Waschbecken vergleichsweise groß, kannst du dein Kind auch problemlos darin waschen. Es gibt Geburtshelfer:innen, die auch dieses Vorgehen empfehlen. Dies spart gerade in den aufregenden ersten Lebenswochen Geld, denn die Anschaffung einer Baby Badewanne oder eines Badeeimers ist so erst dann nötig, wenn dein kleiner Schatz größer ist. Stell dabei aber unbedingt sicher, dass dein Knöpfchen sich zu keiner Zeit mit dem Kopf am Wasserhahn stoßen kann!

1.2 Wann ist es Zeit für das erste Baby Bad?

Damit es zu keiner Entzündung kommt, solltest du dein Baby erst baden, wenn der Nabel abgefallen und der Bauchnabel vollständig verheilt ist. Das ist etwa ab der zweiten Lebenswoche der Fall. Andernfalls könnten Bakterien in die Wunde geraten.

1.3 Wie oft sollte ich mein Baby baden?

Wie bereits erwähnt, ist die Babyhaut sehr anspruchsvoll. Sie verfügt in den ersten Monaten über einen natürlichen Schutzfilm, der nicht vorschnell abgewaschen werden sollte. Achte also darauf, dass du deinen Sprössling nicht zu oft badest! Ein- bis zweimal pro Woche reicht vollkommen aus. Häufigeres Baden ist nur in den folgenden Fällen notwendig:

  • Sollte das Baby sehr schmutzig sein
  • Wenn das Kleine eine überladene Windel hatte
  • Nach starkem Schwitzen deines Lieblings

Der ideale Zeitpunkt zum Baden deines Babys ist übrigens kurz vor dem Schlafen. Die warmen Temperaturen des Wassers haben eine beruhigende Wirkung auf dein Kleines, wodurch es anschließend sanft in den Schlaf findet.

1.4 Die richtige Badedauer und Temperatur

Die Temperatur für das Badewasser sollte geringfügig über der Körpertemperatur des Kleinen liegen. Als ideal werden deshalb 37°C bis 38°C angesehen. Verzichte dabei lieber auf das Schätzen und miss die Temperatur stattdessen mit einem geeigneten Badethermometer. Schließlich könnte dein Kleines bei zu kaltem Wasser frieren und sich sogar erkälten! Zu heißes Wasser wiederum kann zu Verbrennungen und zum Kreislaufversagen führen. Richte dich also nach den genannten Werten und sorge zudem für eine Raumtemperatur von etwa 22°C. So kann dein Neugeborenes entspannt sauber werden und das erholsame Bad genießen. Aber wie lange sollte man das Baby eigentlich baden? Expert:innen empfehlen eine Badedauer von fünf bis zehn Minuten!

1.5 Welche Utensilien benötige ich für ein erholsames Babybad?

Neben den bereits erwähnte Utensilien, solltest du die folgenden Dinge für das Bad bereitlegen:

  • Waschlappen (am besten einen weichen Waschhandschuh)
  • Ein Handtuch, welches idealerweise über eine Kapuze verfügt. Besonders niedlich sind hier die personalisierten Produkte mit eingesticktem Namen deines kleinen Schatzes!
  • Frische Windeln
  • Badeöl als Badezusatz, was du aber erst ab dem dritten Lebensmonat verwenden solltest, da vorher noch der natürliche Schutzfilm der Haut vorhanden ist.

1.6 Der ideale Ablauf des Babybads

Leg dir zunächst alle benötigten Utensilien in greifbare Nähe und lass das Badewasser einlaufen. Überprüfe dabei und vor allem anschließend, ob es die optimale Temperatur aufweist. Danach kannst du bereits dein Baby entkleiden und es in Rückenlage in die Badewanne legen. Achte darauf, dass die Füße zuerst das Wasser berühren! Den perfekten Halt bekommt dein Kleines, wenn du deinen Unterarm in seinen Nacken legst. Mit der Hand, die unter dem Nacken durchführt, greifst du gleichzeitig den Arm deines Knöpfchens, sodass es sicher in deinem Griff liegt und nicht untertauchen kann.

Gerade beim ersten Babybad solltest du mit deinem kleinen Schatz reden, damit er keine Angst bekommt. Die meisten Sprösslinge genießen das Baden jedoch und finden schon bald Freude daran - besonders, wenn sie dabei in Begleitung von kunterbuntem Badespielzeug sind. Ein paar Minuten lang kannst du das Wasser sanft über den Körper deines Babys plätschern lassen und ihm etwas Beruhigendes vorsingen. Anschließend beginnst du mit dem Waschen, indem du sämtliche Körperbereiche gründlich mit dem Waschlappen reinigst. Übe dabei nicht zu viel Druck aus - das kann sich auf der zarten Haut schnell unangenehm anfühlen. Besondere Vorsicht ist auch beim Kopf geboten!

Anschließend nimmst du dein Kleines aus der Badewanne heraus und trocknest es sorgfältig ab. Achte darauf, keine Hautfalte zu vergessen, damit sich hier keine wunden Stellen bilden! Zu guter Letzt freuen sich die kleinen Mäuse stets, wenn sie in ein kuscheliges Baby-Handtuch oder in einen gemütlichen Bademantel eingewickelt werden, bevor sie wieder in ihre Alltagskleidung schlüpfen.

1.7 Tipps & Tricks für die Sicherheit beim Baden

Lass dein Baby niemals aus den Augen, wenn es in der Badewanne ist! Schon wenige Zentimeter Wasserstand können zum Ertrinken deines Kindes führen. Das gilt auch, wenn aus deinem Neugeborenen inzwischen ein Kleinkind geworden ist und du einen Badewannensitz verwendest. Zudem kannst du den Hahn nach dem Einlassen des Badewassers auf „kalt“ stellen. Stößt du dann versehentlich dagegen, sodass Wasser herausläuft, besteht dadurch keine Gefahr, dass sich dein Kleines verbrennt.

2. Die Baby Hautpflege - das ist zu beachten

Bevor wir detailliert auf die Hautpflege bei Babys eingehen, möchten wir dir die wesentlichen Unterschiede zur Haut von Erwachsenen vorstellen:

Babyhaut …

  • weist einen hohen Feuchtigkeitsgehalt auf
  • hat eine große Oberfläche, die dafür sorgt, dass Babys schneller auskühlen
  • produziert deutlich weniger Schweiß, weshalb Hitze nicht optimal reguliert werden kann
  • kann mit Käseschmiere bedeckt sein
  • kann nur wenig Melanin produzieren, sodass keinerlei Sonnenschutz vorhanden ist
  • ist anfällig für Infektionen, da noch keine ausreichende Schutzbarriere besteht
  • verfügt nur über sehr kleine Talgdrüsen, sodass Allergien schneller entstehen können

Aus all diesen Gründen solltest du für die Hautpflege deines kleinen Schatzes ausschließlich hochwertige und spezielle Babyprodukte verwenden. Ein gutes Babypflege-Set besteht aus Pflegemitteln, die hautverträgliche sowie milde Inhaltsstoffe aufweisen und der Babyhaut somit nicht schaden. Konservierungs- und Duftstoffe sollten hingegen nicht vorhanden sein. Diese können die Haut zusätzlich reizen und unter anderem Allergien auslösen. Eine Hautpflege mit „falschen“ Produkten sowie die übertrieben häufige Anwendung der „richtigen“ Produkte kann erwiesenermaßen sogar zu Krankheiten wie Asthma führen.

2.1 Wie pflegt man Babyhaut richtig? Wichtige Hinweise:

Das solltest du bei der Hautpflege deines Kindes beachten:

  • Verwende ausschließlich hochwertige, unbedenkliche und spezielle Pflegeprodukte, die der Haut deines Kleinen nicht schaden.
  • Verzichte auf Babypuder! Es trocknet die Haut aus und birgt die Gefahr, dass dein Nachwuchs das Puder einatmet.
  • Nicht vergessen: Bei Neugeborenen ist die richtige Nabelpflege, bis jener dann abfällt, sehr wichtig.
  • Wenn du Salben und Cremes verwendest, trage diese nur sehr dünn auf, damit die Haut ausreichend atmen kann und nicht zu stark mit irgendwelchen Inhaltsstoffen belastet wird.
  • Ist es draußen sehr kalt, eignet sich eine Fettcreme für den Schutz des Gesichts. Diese Winterpflege kann auch auf die Ohren aufgetragen werden.
  • Musst du dein Baby häufiger als zweimal pro Woche baden, solltest du einen Badezusatz auf Ölbasis verwenden, der für eine Rückfettung der Haut sorgt. Hier eignet sich beispielsweise Mandelöl.
  • Die sogenannte Neugeborenenakne muss nicht behandelt werden. Wenn du in den ersten Lebenswochen deines Kindes feststellst, dass es im Gesicht viele Pickel hat, musst du dir keine Sorgen machen. Diese entstehen in der Regel aufgrund der Hormonumstellung, die nach der Geburt erfolgt. Sie verschwinden meistens von alleine und müssen daher weder gecremt noch gesalbt werden. Es gibt aber einige Hausmittel, die schnelle Abhilfe leisten, wie z.B. Muttermilch oder auch verschiedene Teesorten.

2.2 Was für weiche Babyhaut außerdem zu beachten ist

Zur Hautpflege gehört auch, dass du deinem Baby ausschließlich hochwertige Bekleidung anbietest, die aus hautfreundlichen, pflegeleichten und atmungsaktiven Materialien besteht. Baumwolle, Seide und Leinen eignen sich hervorragend, da es sich hierbei um Naturmaterialien handelt. Polyester hingegen wird chemisch hergestellt und kann dadurch unangenehme Hautreizungen verursachen.

Aber Achtung: Baumwolle, Leinen und Seide können ebenfalls Ausschläge und Krankheiten verursachen, wenn diese mit Chemie weiterverarbeitet oder bereits auf der Plantage mit Pestiziden behandelt wurden. Deshalb solltest du am besten auf unbehandelte Bio-Produkte zurückgreifen. Zudem verraten dir bestimmte Siegel wie das GOTS-Zertifikat und der in unserem Shop vorhandene Oeko-Tex Standard 100, welche Kleidungsstücke schadstofffrei sind. Das Gleiche gilt für alle anderen Zubehör-Stoffe, die die Haut deines Babys direkt berühren! Hierzu gehören unter anderem Babydecken oder die sogenannten Pucksäcke.

Ein weiteres Augenmerk solltest du auf das Waschen der Babykleidung legen. Verwende am besten biologische Waschmittel, die gut verträglich für die empfindliche Haut sind. Auf die Anwendung von Weichspüler solltest du verzichten, da erwiesen ist, dass die dort enthaltenen Stoffe der Babyhaut schaden können. Damit die Wäsche dennoch weich wird, kannst du einfach einen Schuss Zitronensaft oder Essig zu jeder Waschladung geben. Dies sorgt nicht nur für kuschelige Kinderbekleidung, sondern auch für einen extra Frischekick!

3. Wie du den Intimbereich deines Kleinen optimal pflegst

Der Intimbereich deines Knöpfchens wird auch als „Windelbereich“ bezeichnet. Er sollte besonders gut, gleichzeitig aber schonend gepflegt werden. Schließlich können sich gerade dort besonders viele Bakterien ansiedeln und vermehren! Deshalb gilt für die Pflege im Intimbereich grundsätzlich Folgendes:

  • Die Windel sollte nach spätestens sechs, besser sogar schon nach vier Stunden gewechselt werden. Dies sorgt dafür, dass die Haut trocken bleibt, sodass die Bildung wunder Stellen verhindert wird. Gleichzeitig beugst du hierdurch einer Vermehrung von Bakterien vor.
  • Ohnehin ist es wichtig, die Haut nicht zu sehr mit Urin zu belasten, da hierdurch die natürliche Schutzbarriere verloren geht.
  • Verwende einen weichen Waschlappen sowie lauwarmes Wasser für die Reinigung und Pflege.
  • Nachdem du den Intimbereich gereinigt hast, musst du diesen unbedingt gut abtrocknen! Stellst du fest, dass die Haut sehr trocken ist, darfst du gerne eine sehr dünne Schicht einer für dein Baby geeigneten Creme auftragen.
  • Bei geschundener Haut ist es am besten, eine sogenannte Wundschutzcreme zu verwenden.

3.1 Das solltest du bei der Pflege deines kleinen Mädchens beachten:

Wenn du ein kleines Mädchen hast, säubere die Scheide immer von vorne nach hinten, um zu verhindern, dass Kot eindringt. Das kann nämlich zu Entzündungen und unangenehmen Krankheiten führen! Reinige dementsprechend auch erst die Scheide und danach den Po. Entferne das Scheidensekret aber nur oberflächlich, da es dem Schutz des Intimbereichs dient.

3.2 Das solltest du bei der Pflege deines kleinen Jungen beachten:

Auch hier gilt: Erst den Penis und dann den Po säubern. Zieh dabei nicht zu sehr an der Vorhaut, denn diese kann an der Eichel kleben. Normalerweise erledigt sich das in den ersten zwei Jahren von alleine, sodass du nicht nachhelfen musst. Sollte dies nicht der Fall sein, wende dich an deinen Kinderarzt oder deine Kinderärztin - dort wird dir bzw. deinem kleinen Liebling weitergeholfen!

3.3 Wie du den Po deines Kindes optimal schützt und versorgst

Der Po ist den Großteil des Tages in eine dichte Windel verpackt, wodurch die Haut in diesem Bereich nur schwer atmen kann. Durch die Belastung mit Urin und Kot wird sie zusätzlich gereizt. Deshalb gelten für die Hautpflege im Bereich des Pos - um einer Windeldermatitis vorzubeugen - vor allem die folgenden beiden Dinge:

  1. Sorge dafür, dass dein Kind möglichst oft Luft am Po bekommt - beispielsweise indem du die Windel ab und zu weglässt. Deinem kleinen Schatz wird die luftige Freiheit guttun!
  2. Für einen optimalen Hautschutz kannst du eine dünne Schicht spezieller Babycreme auftragen. Dies trägt dazu bei, dass Urin und Kot nicht direkt mit der Haut in Kontakt kommen und diese somit nicht reizen können. Halte die Schicht aber wirklich sehr dünn, um die gering ausgeprägte Schutzbarriere nicht zusätzlich zu schwächen!

3.4 Intimpflege mit Öl- und Feuchttüchern

Vor allem in den ersten Monaten solltest du nur selten Feucht- und Öltücher verwendenGrundsätzlich sind Öltücher empfehlenswert, die den Säureschutzmantel der Haut erhalten. Diese sollten entweder Natriumcitrat oder Citronensäure enthalten. Verwende diese trotzdem nur als handliche Alternative für unterwegs und reinige den Windelbereich deines Kindes ansonsten mit einem herkömmlichen Waschlappen. Abgesehen davon, dass du so Ressourcen schonst, schützt du die empfindliche so am besten! Wenn du Öl- und Feuchttücher als Babyzubehör kaufen gehst, achte zudem unbedingt darauf, dass die folgenden Dinge nicht enthalten sind:

  • Ätherische Öle
  • Duftstoffe
  • Tenside

Tipp → Wenn du nicht auf die im Handel erhältlichen Produkte vertrauen möchtest, kannst du ein Öltuch kinderleicht selbst herstellen. Verwende hierfür am besten Einmalwaschlappen, wie du sie in der Babyabteilung jedes Drogeriemarktes kaufen kannst. Diese kannst du mit Mandelöl beträufeln und anschließend in einer geschlossenen Dose aufbewahren, damit das Öl nicht eintrocknet. Fertig sind die DIY-Öltücher!

4. Was du bei der Kopfpflege deines Babys beachten solltest

Die Pflege des Kopfes neben allem anderen auf keinen Fall zu kurz kommen! Doch auch hier gilt in den ersten Lebensmonaten: weniger ist mehr. Schließlich ist auch die Kopfhaut mit einem entsprechenden Schutzfilm versehen, der so lange wie möglich erhalten bleiben sollte. In den ersten Monaten solltest du deswegen kein Shampoo verwendenEs reicht vollkommen aus, wenn du alle zwei bis drei Tage mit einem weichen Schwamm, der mit warmem Wasser benetzt wurde, über den Kopf deines Babys streichst. Hierdurch entfernst du zum Beispiel getrockneten Schweiß, der sich für dein Kleines andernfalls unangenehm anfühlen kann.

Zum Einsatz von Babyshampoo raten wir erst, wenn das Kleine bereits viele Haare hat. Dies wird im Verlaufe des zweiten Lebensjahres der Fall sein. Direkt nach der Geburt ist es meist so, dass erst einmal viele Haare ausfallen, aber nur wenige nachwachsen. Das hängt damit zusammen, dass die Haarfolikel bei Säuglingen noch nicht voll ausgebildet sind. Aber keine Sorge - das ändert sich bald wieder!

4.1 Was kannst du bei Milchschorf tun?

Als Milchschorf bezeichnet man einen juckenden Hautausschlag bei Babys. Leidet dein kleiner Spatz darunter, kannst du eine weiche Babybürste verwenden, um diesen durch sanfte, massierende Bewegungen zu entfernen. Außerdem besteht die Möglichkeit, etwas Babyöl auf die Kopfhaut aufzutragen und dieses gut einwirken zu lassen. Beim nächsten Baden wird das Öl dann sanft herausgewachsen. Dadurch lassen sich die durch den Milchschorf entstehenden Schuppen reduzieren. Normalerweise verschwindet der Milchschorf aber nach einiger Zeit von selbst und ist nicht gesundheitsschädlich. Er ist also nicht besorgniserregend!

4.2 Absolut wichtig bei der Pflege des Kopfes

Bei der Kopfpflege solltest du stets bedenken, dass dein kleiner Spatz noch eine sehr weiche Kopfhaut hat - vor allem im Bereich der Fontanellen. Verzichte also sowohl aufs Schrubben als auch auf starkes Bürsten. Dadurch könntest du einen Schaden an den Fontanellen anrichten, der für dein Baby mit gesundheitlichen Problemen verbunden sein kann. Setz also lieber auf eine sanfte Pflege der Kopfhaut, die generell nicht zu überladen sein sollte.

5. Alles Wissenswertes für die weitere Pflege deines Babys

Über die oben genannten Bereiche hinausgehend gehören zur Babypflege beispielsweise auch noch die Nagelpflege, das Behandeln bzw. Vorbeugen von Krankheiten und später dann auch die Zahnpflege. Aus diesem Grund empfehlen wir, dir eine umfangreiche Babyapotheke zu beschaffen. Wichtig ist, dass diese Mittel für die häufigsten Babyprobleme enthält. Das sind neben Fieber und Blähungen auch Schürfwunden und Bauchschmerzen. Unten findest du die dazu passende Checkliste!

Damit sich dein kleiner Spatz rundum glücklich fühlt, solltest du auch Zubehör wie Mullwindeln, einen Nasensauger, eine spezielle Nagelschere sowie eine Wärmflasche oder alternativ ein Kirschkernkissen im Haus haben. Letzteres sorgt ebenso für Geborgenheit und Sicherheit, wie ein Pucktuch oder Pucksack. Die spezielle Wickeltechnik sorgt dafür, dass sich dein Nachwuchs ähnlich wohl wie im Mutterleib fühlt!

Wichtig: Zur Pflege gehört es im weitesten Sinne auch, dass du dein Baby draußen vor den Einflüssen der Natur schützt. Da die Babyhaut und Augen sehr empfindlich sind, solltest du für den Sommer unbedingt Sonnencreme, einen Sonnenhut und eine Sonnenbrille vorrätig haben. Je nachdem, wie stark die Sonne brennt, empfehlen wir zusätzliche Sonnenbekleidung. Achte dennoch darauf, dass dein Kind niemals der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt ist. Es sollte sich möglichst im Schatten aufhalten.

Ebenfalls wichtig ist eine Zeckenzange. Sobald sich dein Sprössling eins der kleinen Insekten eingefangen hat, solltest du dieses nämlich schnell und sorgfältig entfernen. Achte darauf, dass du die gesamte Zecke erwischst! Ist die Haut rund um die Einstichstelle rot gefärbt oder Haut oder angeschwollen, suche unbedingt einen Arzt auf, um dein Kind vor schlimmen Folgeerkrankungen zu schützen. Schnelle Abhilfe bei Insektenstichen können zudem ein Kühlpad oder ein kühlendes Gel leisten.

6. Umfangreiche Checkliste für die Babypflege

Damit du weißt, welches Babyzubehör du für die Babypflege unbedingt benötigst, haben wir dir nachfolgend einige Checklisten zusammengestellt:

6.1 Checkliste: Pflegeprodukte für ein erholsames Bad

  • 1 Baby Badewanne (ggf. mit Ständer), 1 Badeeimer oder alternativ ein Waschbecken
  • 1 Waschschüssel für die tägliche Pflege
  • 1 Badethermometer
  • Diverse weiche Waschlappen (am besten Waschhandschuhe)
  • 2 bis 3 Kapuzenhandtücher, gerne auch personalisiert oder in hübschen Baby-Motiven
  • Ggf. eine Babydecke zum Unterlegen beim Anziehen nach dem Baden
  • Bademantel mit Kapuze

6.2 Checkliste: Pflegeprodukte für die Haut deines Babys

  • Normalerweise reicht warmes Wasser aus
  • Eventuell babyhautverträgliche Cremes und Öle (hautfreundlich und ohne schädliche Inhaltsstoffe!)
  • Alternativ: selbst hergestellte Öltücher
  • Weicher Waschlappen oder Schwamm
  • Sonnencreme, Sonnenbrille, Sonnenschutzbekleidung

6.3 Checkliste: Pflegeprodukte für die Kopfpflege

  • Weicher Schwamm
  • Babybürste mit weichen Borsten
  • Ggf. Babyöl zum Entfernen von Milchschorf (hautfreundlich und ohne schädliche Inhaltsstoffe!)

6.4 Checkliste: Wickeln deines Babys

  • 1 Wickelkommode, 1 Wickeltisch oder 1 Aufsatz für die Badewanne
  • 1 Wickelauflage
  • 5 Mullwindeln als wärmende Unterlage auf der Wickelauflage
  • 1 Windeleimer (bestenfalls mit Deckel, um unangenehmen Gerüchen vorzubeugen)
  • Eventuell Heizstrahler, der über der Wickelkommode angebracht wird, damit es dein Kleines beim Windeln wechseln angenehm warm hat
  • Windeln in der aktuell passenden Größe
  • Wundschutzcreme und Babycreme (ohne schädliche Inhaltsstoffe und hautfreundlich)
  • Feucht- bzw. Öltücher für unterwegs (ebenfalls ohne schädliche Inhaltsstoffe und hautfreundlich)  alternativ: selbstgemachte Öltücher

Tipp → Statt einer Wickelkommode kannst du eine klassische Wickelauflage verwenden und diese einfach auf einen sicheren Tisch legen oder dein Baby beispielsweise auf der Waschmaschine wickeln. Achte jedoch darauf, dass dort alles babysicher ist!

6.5 Checkliste: weitere Pflegeprodukte für dein Baby

  • 1 spezielle Nagelschere für Babys
  • 5 bis 8 Mullwindeln als Spucktücher
  • 1 Nasensauger
  • 2 Schnuller (falls dein Baby danach verlangt)
  • Kirschkernkissen oder Wärmflasche
  • 1 bis 2 Pucksäcke
  • Baby Hausapotheke, bestehend aus den wichtigsten Hilfsmitteln:
    • Pflaster
    • Fieberthermometer
    • Pinzette
    • Zeckenzange
    • Einmalhandschuhe
    • Verbandsmaterial
    • Pipette
    • Mittel gegen Bauchschmerzen und Blähungen
    • Kühlpad und -gel
    • Fiebermittel
    • Wund- und Heilsalbe
    • Insektenschutz
    • Eventuell Globuli
Hanna
Hanna
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