Geschwollene Beine und Füße im Sommer – das kannst du dagegen tun!

Viele Frauen kennen das Problem schwerer und geschwollener Beine bei Hitze im Sommer. Die Ursachen dafür können ganz vielfältig sein. Oftmals sind sie harmlos und es ist nicht schwer, etwas dagegen zu tun. Doch manchmal steckt auch eine ernsthafte Erkrankung hinter den Ödemen. Was du gegen die Wasser in den Beinen tun kannst und wie du vor allem auch vorbeugend deine Venen stärken kannst, erklären wir dir in diesem Beitrag. 

Ursache für Wasser in den Beinen bei Hitze

Der menschliche Körper reagiert auf Hitze sehr empfindlich. Um sich abzukühlen und die Wärme aus dem Körper zu transportieren, erweitern sich die Blutgefäße. Außerdem verlangsamt sich die Blutzirkulation, sodass die Venen an Elastizität verlieren und insgesamt durchlässiger werden. Deswegen wird es für sie schwieriger, das Blut gegen die Schwerkraft zurück zum Herz zu pumpen. Die Flüssigkeit kann über die Venen nicht mehr richtig abtransportiert werden und sinkt in die Beine und Füße ab. Es kommt zu Wassereinlagerungen, wodurch Schwellungen und andere Beschwerden entstehen können. Langes Sitzen oder Stehen kann diese Beschwerden noch verschlimmern. Viele Frauen haben außerdem ein schwaches Bindegewebe, welches die Venen bei heißen Temperaturen nicht genügend unterstützen kann. Aber auch Schwangere und übergewichtige Personen leiden häufiger unter Wasser in den Beinen.
Wenn du nur gelegentlich unter geschwollenen Beinen und Füßen leidest, dann brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Wenn die Beschwerden allerdings häufiger oder sogar dauerhaft auftreten, dann solltest du zum Arzt gehen! Hinter Wasser in den Beinen können nämlich auch ernsthafte Erkrankungen stecken. Aber auch mit Venenleiden und Krampfadern, die ebenfalls Ödeme hervorrufen können, ist nicht zu spaßen. Von daher ist es sicherer, die Beschwerden abklären zu lassen. 

Das hilft bei geschwollenen Beinen und Füßen im Sommer

1. Die Blutzirkulation anregen

Wenn bereits Wasser in den Beinen ist, solltest du die Füße hochlegen, damit die Venen entlastet werden und die Flüssigkeit besser abtransportiert werden kann. Das kannst du während deiner Mittagspause, aber auch zuhause tun. Je nachdem wie stark deine Beine angeschwollen sind, wird empfohlen, die Beine drei- bis viermal täglich für 30 Minuten höher als das Herz zu lagern. Wenn du lange sitzen oder stehen musst, gibt es tolle Übungen, die den Blutrückfluss zum Herzen unterstützen können. Wenn du stehst oder sitzt, hebe immer wieder die Fersen beider Füße an und halte diese Position für fünf Sekunden. Danach senkst du die Fersen wieder ab und wiederholst diese Übung zehnmal. Durch diese Übung wird die Durchblutung angeregt und das Blut kann leichter durch die Venen zurück zum Herzen fließen. Wenn du den ganzen Tag viel sitzen musst, solltest du am besten jede halbe Stunde aufstehen und dich bewegen. So vermeidest du nicht nur Venenleiden, sondern auch Rückenprobleme. Du solltest außerdem versuchen, deine Füße am Schreibtisch höher zu lagern. Selbst eine leichte Erhöhung kann bei Wasser in den Beinen helfen.

2. Beine kühlen

Bei schweren und geschwollenen Beinen, die dazu auch noch spannen, hilft eine  ordentliche Abkühlung. Wassertreten in kaltem Wasser, aber auch kalte Beinwickel sind dafür hervorragend geeignet. Die überflüssige Gewebeflüssigkeit kann aufgrund des Kältereizes besser abtransportiert werden und die Schwellungen können so zurückgehen.  

3. Bewegung und Sport

Tägliche Bewegung ist wichtig, vor allem wenn du den ganzen Tag viel sitzen oder stehen musst. Durch Bewegung wird die Blutzirkulation wieder angeregt und angestaute Flüssigkeit kann leichter abtransportiert werden. Regelmäßige Spaziergänge, besonders früh und abends, wenn es nicht zu heiß ist, helfen gut bei geschwollenen Beinen. Wichtig ist außerdem, dass du regelmäßig Sport machst. Radfahren, Walken und Schwimmen eignen sich hierfür besonders. Vor allem Schwimmen ist bei Hitze und bei Wasser in den Beinen sehr empfehlenswert, da es kühlt und die Füße nicht belastet. Die angenehmen Bewegungen tragen dazu bei, dass angestaute Flüssigkeiten in Bewegung geraten, während der Wasserdruck zusätzlich die Durchblutung in den Beinen anregt. 

4. Massage mithilfe einer Trockenbürste

Das mag erst einmal komisch klingen, aber Massagen mithilfe einer Trockenbürste können dabei helfen, Wasser in den Beinen zu reduzieren oder sogar vorzubeugen. Alles was du dafür brauchst, ist eine einfache Trockenbürste. Mithilfe einer Trockenbürste werden die Durchblutung und das Lymphsystem angeregt, sodass überflüssige Gewebeflüssigkeit schneller abtransportiert werden kann. Am besten führst du die Massage morgens durch. Aber auch wenn deine Beine bereits angeschwollen sind, kann eine Trockenbürstenmassage helfen. Am besten beginnst du mit den Füßen und arbeitest dich mit kreisförmigen Bewegungen nach oben. Wichtig ist, dass die Massage immer in Richtung des Herzen folgen sollte. Die streichenden und kreisenden Bewegungen sollten daher immer von unten nach oben durchgeführt werden. Aber auch regelmäßige Lymphdrainagen durch eine(n) Physiotherapeut*in sind bei Ödemen sehr hilfreich. In vielen Fällen übernehmen das auch die Krankenkassen, sodass du ruhig mal mit deiner Ärztin/deinem Arzt sprechen kannst. 

5. Auf die Ernährung kommt es an!

Wer hätte es gedacht – natürlich spielt auch die Ernährung bei geschwollenen Beinen und Füßen eine wesentliche Rolle. Um Ödeme vorzubeugen oder um bereits vorhandene Wasseransammlungen zu reduzieren, solltest du darauf achten, wie viel Salz du über die Nahrung aufnimmst. Bei Wasser in den Beinen ist es ratsam, die Ernährung wenig salzhaltig zu gestalten und auf natriumreduzierte Alternativen zurückzugreifen. Vermeide am besten stark verarbeitete Lebensmittel, da diese oft einen hohen Salzgehalt aufweisen. Achte auch auf eine optimale Kaliumzufuhr, da eine unausgeglichene Salz- und Kaliumzufuhr Wasser in den Beinen begünstigen kann. Optimal ist es, wenn du in etwa so viel Kalium wie Natrium zu dir nimmst. Kalium ist vor allem in Obst und Gemüse zu finden. Vor allem Bananen, Melonen, Kartoffeln, Quinoa und Avocado sind besonders reich an Kalium. Auch Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff für die Blutzirkulation, da ein Magnesiummangel Schwellungen hervorrufen kann. Achte bei deiner Ernährung auf eine vermehrte Magnesiumaufnahme. Dunkles Blattgemüse, wie Spinat und Grünkohl, Nüsse und Kerne, Fisch, Avocado, Bananen und dunkle Schokolade sind zum Beispiel reich an Magnesium. Eine zusätzliche Einnahme von 200 mg Magnesium (zweimal täglich) kann helfen die Schwellungen zu lindern. Sprich darüber am besten mit deiner Ärztin/ deinem Arzt. Im Sommer gibt es ein großes Angebot an frischem Gemüse und Früchten, daher solltest eher darauf zurückgreifen. Einige Obst- und Gemüsesorten können sogar gegen geschwollene Beine helfen. Bestimmte Lebensmittel regen die Urinproduktion an und können Schwellungen lindern. Zu diesen Lebensmitteln gehören Rote Beete, grünes Blattgemüse wie Salate und Spinat, Kürbis, grüne Bohnen, Spargel, Zwiebeln, Zitronen und Ananas.

Bei Hitze gilt sowieso: Leichte, gesunde Nahrungsmittel und kleinere Portionen sind besser, da sie das Verdauungssystem schonen und dieses bei der Arbeit somit weniger Blut benötigt. Das kommt vor allem den Gefäßen zugute. 

6. Trinken, trinken, trinken!

Du solltest auch darauf achten, dass du im Sommer ganz viel trinkst. Besonders bei hohen Temperaturen ist viel Flüssigkeit, am besten stilles Mineralwasser oder Kräuertee, sehr wichtig für den Körper. Weniger geeignet sind zuckerhaltige Getränke. Menschen, die zu Wasser in den Beinen neigen, sollten besonders viel trinken. So wird deine Blutzirkulation angeregt und das Gewebe wird entwässert. Kleiner Tipp: Gib einfach mal ein paar Scheiben Zitrone oder Gurken in dein Wasser. Es schmeckt nicht nur lecker, sondern enthält auch kaum Zucker und Kalorien. Ganz wichtig ist außerdem, dass du weitestgehend auf Alkohol verzichtest! Alkohol enthält oftmals nicht nur viel Zucker, sondern führt auch dazu, dass die Blutgefäße erweitert werden. Da die Blutgefäße durch warme Temperaturen sowieso schon erweitert sind, ist die Wirkung von Alkohol eine zusätzliche Belastung für deine Beine. 

7. Kompressionsstrümpfe 

Kompressionsstrümpfe können Ödeme in den Beinen vorbeugen. Es ist wichtig, dass sie eng anliegen, aber nicht einschneiden. Am besten lässt du dich in einem Sanitätshaus beraten, da dort deine Beine ausgemessen werden. Kompressionsstrümpfe drücken die Venen zusammen, regen die Blutzirkulation an, sodass das Blut zum Herzen fließen kann. Sie verhindern so, dass sich Flüssigkeit in den Beinen und Füßen ansammelt. Wichtig ist, dass du die Kompressionsstrümpfe bereits am Morgen kurz nach dem Aufstehen anziehst, damit deine Beine gar nicht erst anschwellen können. 

8. Rosskastanie und Extrakt des Roten Weinlaubs

Rosskastanie und bioaktive Flavonoide aus dem Extrakt des Roten Weinlaubs helfen nachweislich gegen Wasser in den Beinen. Venensalben, die Extrakte der Rosskastanie enthalten, wirken gegen Schwellungen. Außerdem haben sie einen kühlenden Effekt bei müden und schweren Beinen. Wenn du die Salbe einmassierst, wird zusätzlich die Blutzirkulation angeregt. Extrakte des Roten Weinlaubs können auch in Venensalben vorhanden sein. Es gibt sie aber auch in Tablettenform, die die Venenwände reparieren, stärken und schützen, sodass sich Ödeme nachweislich reduzieren. Damit die Extrakte wirken können, ist eine längerfristige Einnahme notwendig. Sprich auch hier am besten mit deiner Ärztin/deinem Arzt und lass dich in der Apotheke beraten. 

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