Erfolgreiche Arbeitsteilung in der Partnerschaft

Die Entscheidung ein gemeinsames Leben zu führen und eine Familie zu gründen ist ein wunderbarer Meilenstein im Leben. Besonders wenn der Nachwuchs auch noch mit von der Partie ist. Bei allem Glück kommen aber früher oder später Fragen auf, die sich nicht allein durch Zuneigung und Liebe lösen lassen, sondern Arbeit und Planung erfordern.

Planung ist das halbe Leben

So unromantisch es auch klingen mag, eine Beziehung ist immer mit Arbeit verbunden. Auch wenn gefühlsmäßig alles stimmt, müssen auch die Rahmenbedingungen passen, damit eigentlich banale Alltagssituationen nicht irgendwann zum Problem werden. Ein gemeinsames Leben schließt eben auch sämtliche Aufgaben mit ein, die nicht unbedingt etwas mit Liebe zu tun haben. Ganz besonders wichtig ist außerdem, dass die Partner auch noch ihre eigenen Bedürfnisse verwirklichen können. Häufige Konfliktthemen sind zum Beispiel die Frage nach der beruflichen Entwicklung von Mann und Frau, Aufgaben im Haushalt und die Kindererziehung. Paare müssen hier frühzeitig Ideen entwickeln, wie eine faire Aufteilung von bezahlter Arbeit und unbezahlter Arbeit aussehen könnte, denn eine gesunde Alltagsstruktur ergibt sich nicht von selbst. Im Gegenteil, sie muss bei der Familiengründung und bei Veränderungen der Lebenssituation immer wieder neu verhandelt und organisiert werden. Die Herausforderung materielle und emotionale Faktoren gleichermaßen im Lebensentwurf unterzubringen, kann schwierig sein. Oft lässt sich beides nicht gut voneinander trennen.
Fragen, wie nach einem gemeinsamen Konto, welche Versicherungen in Frage kommen, wie man sich den Beruf in fünf Jahren vorstellt oder wer im Haushalt wann welche Verpflichtungen übernimmt, sind meistens kein Teil der süßen Träume von der gemeinsamen Zukunft. Trotzdem kommen sie früher oder später zwangsläufig auf. Es macht Sinn, sich frühzeitig Antworten zu überlegen. Dazu gehören sogar unbequeme Szenarien, wie zum Beispiel die Frage, wie die Kindererziehung nach einer Trennung dann aussehen soll. 

Wie gehen wir es an 

Damit der Zeit im siebten Himmel nicht ein böses Erwachen folgt, könnt ihr einige Verhaltensregeln beachten. Es wäre schließlich schade, wenn zwei Liebende an den Irrungen des Alltags scheitern. Zu Beginn einer Partnerschaft ziehen sich Gegensätze häufig an, doch irgendwann kommt der Punkt, an dem auch sie im wöchentlichen Hamsterrad auf einen Nenner gebracht werden müssen. Eigenschaften, die du für eine konstruktive Diskussion mit deinem Mann oder Freund beziehungsweise deiner Frau oder Freundin unbedingt mitbringen solltest, sind: 

  • Akzeptanz:  Jeder hat das Recht so zu sein, wie er will. Nur weil die Bedürfnisse deines Partners oder deiner Partnerin nicht mit deinen übereinstimmen, heißt das nicht, dass sie sich falsch oder weniger wichtig sind. Schuldzuweisungen sind nicht zielführend und Unstimmigkeiten sollten immer als gemeinsames Problem betrachtet werden. 
  • Reife:  Damit ist vor allem gemeint, dass du deine(n) Partner(in) nicht für Dinge verantwortlich machst, für die er / sie nichts kann und bei denen es eigentlich deine Aufgabe ist, sie zu lösen. Beziehung hin oder her, du musst trotzdem die Verantwortung für dein eigenes Leben und deine Entscheidungen tragen.
  • Gesprächsbereitschaft:  Ohne Kommunikation geht es nicht! Dabei ist es wichtig, ehrlich und konkret zu sein. Voraussetzung dafür ist natürlich erstmal, dass du selbst weißt was du willst. Einfach nur Unzufriedenheit zu äußern, reicht nicht. Je konkreter du deine Wünsche ausdrücken kannst, desto besser kann deine(n) Partner(in) darauf reagieren. 
  • Realismus:  Oft ist es schwierig rational zu denken, wenn es um die Beziehung geht. Trotzdem ist genau das nötig. In welchen Situationen tritt das Problem auf? Können sich beide eine Lösung vorstellen? Wie sieht die Lösung aus und wie wird sie umgesetzt? Hat sich die Lösung im Alltag wirklich bewährt? Diese Fragen sind ein hilfreicher Leitfaden. 

 

Tipps für die Arbeitsteilung 

Die Themen, um die sich die Konflikte drehen, sind meistens immer die Gleichen. Deswegen haben wir einige konkrete Tipps für euch, wie ihr die Klassiker der Alltagsfragen angehen könnt.

Haushalt:        

  • Trefft klar Vereinbarungen, wer wann welche Aufgabe erledigt. 
  • Besonders unbeliebte Aufgaben werden sportlich fair nach einer bestimmten Zeit getauscht. 
  • Wie sauber soll es bei euch zu Hause sein, damit sich alle wohlfühlen? Unter dem Begriff Sauberkeit versteht jeder etwas anderes. Sprecht über eure Vorstellungen!
  • Manchmal hilft es, etwas dazuzulernen, um besser mit den Aufgaben zurecht zu kommen (zum Beispiel mit Koch- oder Haushaltskursen)


Kinderbetreuung:

  • Wer kümmert sich wann um den Nachwuchs? Hierbei ist es vor allem wichtig, dass beide Eltern regelmäßig zu zweit, aber auch allein Zeit mit den Kindern verbringen. 
  • Die Kleinen sollten nicht nur nebenbei betreut werden, sondern aktiv mit Aufmerksamkeit bedacht werden. 
  • Ihr solltet einen ständigen Austausch über Erziehungsfragen pflegen, damit ihr eine gemeinsame Linie verfolgen aber auch eure eigenen Vorstellungen einbringen könnt. Einigkeit über Zubettgehzeiten und Ernährung ist wichtig. 


Berufsleben:

  • Zuerst solltet ihr klären, welches Budget für eure Familie benötigt wird und welche finanziellen Ansprüche ihr für euch selbst habt. 
  • Darauf aufbauend könnt ihr dann über Teilzeit, Vollzeit, Steuern, Vorsorge und Versicherungen sprechen.
  • Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle und sonstige Angebote mit dem Arbeitgeber abklären.


Erholung und Entspannung:

  • Damit die Erholung nicht untergeht, kann auch sie ein bisschen geplant werden. Freunde, Familie und Entspannung können auf feste Zeiten gelegt werden.         
  • Es kann hilfreich sein, die Arbeit und Entspannung klar voneinander zu trennen.         
  • Bei aller Planung sollte trotzdem noch Raum für Spontanität sein. Außerdem ist das Leben grundsätzlich immer für Überraschungen gut. Stellt euch darauf ein, dass nicht immer alles glatt laufen wird!


Wenn ihr euer gemeinsames Leben langfristig genießen wollt, müsst ihr euren Lebensstil immer wieder kommunizieren und anpassen. Eine Beziehung ist schließlich ein Ort des Rückzuges und der Geborgenheit. Ein gemeinsames Leben kann mit einem gemeinsamen Projekt verglichen werden. Das kann zwar schon mal stressig sein, allerdings ist es ein tolles Gefühl, wenn man die eigene Zukunft selbst in der Hand hat und gemeinsam mit den Liebsten gestalten kann.

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