Unfallgefahren für Babys – Hier ist Vorsicht geboten!

Ein Kind in die Welt zu setzen geht oft mit der Angst einher, dass dem Kleinen etwas zustoßen könnte. Besonders in den ersten Lebensmonaten sind viele Mütter unsicher und sehen die Umgebung plötzlich als ständige Gefahrenzone für ihr Baby. In gewissem Maße ist das normal und nachvollziehbar, schließlich will man alles richtig machen und lieber vorsichtig sein, anstatt eine Verletzung zu riskieren. Zeit für einen realistischen Blick auf typische Unfallsituationen.

Entwicklungsbedingte Gefahr

Wenn du den Erzählungen von anderen Müttern im Freundes- und Familienkreis lauschst, wirst du höchstwahrscheinlich ausnahmslos zu hören bekommen, dass sich Unfälle von Kindern niemals zu hundert Prozent vermeiden lassen. Sie gehören zur Entwicklung eines Kindes einfach dazu. Jedoch findest du es sicher wünschenswert, wenn es eher zu kleinen „Wehwehchen“ als zu folgenschweren Verletzungen kommt. Damit das gelingt, gilt es ein paar besonders heikle Szenarien zu vermeiden. Nach der Geburt entwickeln sich Babys rasant. Die geistigen Fähigkeiten reifen ebenso schnell wie der junge Körper. Viele Eltern rechnen oft nicht damit, wie schnell ihr Baby an Kraft und Beweglichkeit hinzugewinnt und unterschätzen Situationen, die vor zwei Wochen noch völlig harmlos waren. Zur zwangsläufig erforderlichen Grundausstattung gehören ein Kinderbettchen, Wickeltisch, Babybadewanne, Kinderwagen und ein Kindersitz für das Auto. Diese sollten allesamt altersgerecht und sicher sein. Die letztlich entscheidenden Kriterien bei der Unfallvermeidung sind allerdings deine Aufmerksamkeit und Wachsamkeit, denn viele Verletzungen resultieren aus leichtsinnigem Verhalten. 

Die ersten Lebensmonate

Gerade frisch aus dem Mutterleib geschlüpft, wirkt dein Kind noch ziemlich schutz- und hilflos. Es ist auch noch nicht in der Lage, sich eigenständig umzudrehen. Umso besser kann es dafür plötzlich mit den Armen rudern und mit den Beinen strampeln. Dadurch gerät auch der restliche Körper in Bewegung und in einem unaufmerksamen Moment kann dein Baby durch einige kräftige Bewegungen vom Wickeltisch fallen. Nach ungefähr drei Monaten hat dein Sprössling mit großer Wahrscheinlichkeit die Fähigkeit entwickelt, sich umzudrehen und auf die Seite zu rollen. Dadurch wächst aber auch die Gefahr, dass es sich spontan wendet und irgendwo herunterfällt. Das gilt selbstverständlich nicht nur für den Wickeltisch, sondern auch für die Couch, den Esstisch und Ähnlichem. Das Kleine mal kurz einfach irgendwo für ein paar Sekunden ablegen, um das Handy zu checken, ist also absolut tabu. In den folgenden Wochen lernt dein Kind ordentlich zugreifen zu können. Außerdem beginnt dein Baby sich mehr und mehr für seine Umwelt zu interessieren. Es beginnt Gegenstände in der Ferne zu erspähen und möchte alles in näherer Umgebung in die Hand nehmen. Doch damit nicht genug! Von großer Bedeutung für die Entwicklung von Säuglingen ist auch das Tasten und Fühlen mit dem Mund. Dementsprechend musst du zwangsläufig damit rechnen, dass dein kleiner Schatz versuchen wird so ziemlich alles, was er zwischen die Finger bekommt, auch in den Mund zu nehmen. Grundsätzlich gilt: Je älter der Nachwuchs wird, desto neugieriger, dynamischer und kräftiger wird er. In gleichem Maße solltest du auch wachsamer werden und ständig ein Auge auf dein  Baby werfen. 

Klassische Unfallszenarien sind: 

  • vom Wickeltisch, dem Sofa, der Babywippe oder sonstigen hochgelegen Möbeln. Hier solltest du deinen kleinen Schatz also  keinesfalls aus den Augen lassen! 

  • Durch das Verheddern in der Bettwäsche, Strangulation durch Kabel oder Ähnlichem sowie dem Einatmen oder Verschlucken von Kleinteilen droht Erstickungsgefahr. Achte darauf, dass nichts in Reichweite ist, was bei oralem Kontakt gefährlich werden könnte. Das gilt auch für schadstoffhaltige Gegenstände, die zwar vielleicht nicht verschluckt werden, jedoch aber zu Vergiftungen führen können.

  • und Verbrennungen können böse enden, deshalb ist es wichtig, keine heißen Getränke, wie Kaffee, Tee & Co. in Reichweite deines Kindes abzustellen. Eine kleine Bewegung kann sonst schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen.

  • Im Auto kann es manchmal etwas hektisch werden. Du solltest also immer erst dein Baby sachgemäß im Sitz anschnallen, bevor du beispielsweise die Einkäufe einlädst. Ein kräftiges Wippen kann ausreichen, um nach vorn oder seitwärts aus der offenen Tür zu kippen.

Die nächsten Lebensmonate

Auch in den weiteren Monaten macht dein Kind viele neue Entwicklungsschritte, die selbstverständlich auch mit der Erweiterung des Aktionsradius einhergehen. Kriechend, krabbelnd und robbend macht es sich nun auf, um die Umgebung zu erkunden. Gegen Ende des ersten Lebensjahres können sich viele Kinder bereits aufrecht hinsetzen und versuchen zum Teil sogar schon, sich an Möbeln hochzuziehen. Außerdem beginnen sie mehr und mehr die Zusammenhänge der Welt zu verstehen. Das ist zweifellos ein Grund zur Freude. Allerdings heißt das auch, dass sie verstehen, dass man zum Beispiel an das Bügeleisen herankommt, wenn man nur stark genug an dessen Kabel zieht. Wie du siehst, ergeben sich also auch neue Unfallgefahren im Babyalltag und dein Aufmerksamkeitslevel muss in so mancher Situation erhöht werden:

  • Die Gefahr von Stürzen erweitert sich auf den Kinderhochstuhl, die Babywippe und vor allem Treppen. Insbesondere Lauflernhilfen auf Rädern können dafür sorgen, dass dein Kind sich ohne wirklich Körperkontrolle in die Nähe von Treppen bewegt.

  • Getränke, scharfe Messer oder Kerzen, die sich auf dem Tisch befinden, werden zum Risiko, falls sich dein Kind versucht an der Tischdecke hochzuziehen. Ähnliche Gefahr geht von herunterhängenden Kabeln von Lampen oder anderen freistehenden Geräten aus. 

  • Da sich die Motorik ebenfalls schnell verbessert, ist verstärkte Vorsicht bei unsachgemäß verstauten Haushaltschemikalien, wie Putzmitteln oder Spülmaschinentabs und Medikamenten geboten. Auch wenn es eher die Ausnahme ist, kann es durchaus sein, dass es deinem Kind zufällig gelingt, einen Schraubverschluss zu öffnen oder einen Sprühmechanismus zu betätigen. Schwere Vergiftungen können die Folge sein. 

Fazit

Du siehst, es gibt einige Dinge, die du beachten solltest. Wichtig ist aber auch, dass du dich trotz allem nicht verrückt machst. Vorsicht ist auf jeden Fall besser als Nachsicht, aber panische Angst nützt weder dir, noch deinem Kind! 

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