“Bin ich bereit für ein Baby?” - So findest du die Antwort

Strampler, Windeln & Co.? Die Vorstellung Nachwuchs in die Welt zu setzen schwirrt immer wieder in deinem Kopf herum und du fragst dich, ob der richtige Zeitpunkt für dich nicht auch langsam gekommen ist. Lass dir gesagt sein, den hundertprozentig perfekten Moment dafür gibt es nicht, Bessere und Schlechtere allerdings schon. Wir helfen dir dabei die Situation ein wenig klarer zu beurteilen...

Der Wunsch nach Kindern

Es ist nachvollziehbar, dass du beim Anblick von Vätern oder Müttern, die ausgelassen mit ihren Kindern im Park toben und liebevoll ihr Kleines im Arm halten, den Wunsch hast so eine Art von Glück auch in deinem Leben zu haben.

Kinder zu bekommen ist eine ebenso einschneidende, wie wunderbare Lebenserfahrung, die nur die wenigsten nicht selbst irgendwann machen möchten. Dabei ist man jedoch leicht geneigt nur die positiven Aspekte zu sehen und die Schwierigkeiten und Herausforderungen des Elternseins zu unterschätzen. Andererseits kann es auch vorkommen, dass du ewig auf den perfekten Zeitpunkt wartest und Angst hast noch nicht bereit zu sein.

Am Ende solltest du natürlich auf dein Herz hören und deinen Gefühlen vertrauen, vorausgesetzt sie wechseln nicht im Wochentakt. Trotzdem gibt es ein paar relativ gut analysierbare Faktoren in deinem Leben, die du einmal gründlich durchdenken solltest, wenn du wissen willst, ob deine aktuellen Lebensumstände eine solide Ausgangsbasis für die Gründung einer Familie darstellen.

Wie ist es um die Partnerschaft bestellt?

Für Kinder ist ein stabiles Umfeld enorm wichtig, denn es sorgt für ein allgemeines Vertrauen in die Eltern und Verwandten. Das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Beständigkeit prägt den Charakter deines Sprösslings nachhaltig und wird ihm Selbstvertrauen für das eigene Leben mit auf den Weg geben. Ein positives Bindungsverhalten ist dafür unabdingbar.

Dementsprechend ist es wichtig, dass du dir ein realistisches Bild deiner Partnerschaft und deiner weiteren sozialen Netzwerke machst. Denn nur wenn du selbst über eine optimistische Lebenseinstellung verfügst, kannst du diese auch an dein Kind weitergeben. Gehe also in dich und frage dich wie du dich in deiner Beziehung fühlst. Gibt es Konflikte und falls ja welcher Art? Sind sie lösbar und nur von vorübergehender Dauer oder sind sie grundsätzlicher Natur und lassen sich auch auf lange Sicht nicht aus dem Weg räumen?

Streit gehört in jeder Partnerschaft dazu, jedoch werden die Konflikte mit einem Baby im Haushalt nicht weniger werden, da damit viele Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen einhergehen. Folglich solltet ihr euch die Zeit nehmen offen, ehrlich und ohne Illusionen über eure Bedürfnisse, Wünsche, Ängste und Sorgen sprechen und überprüfen, ob ihr dabei langfristig auf einen Nenner kommen könnt. Ist das der Fall, so sind die Bedingungen gut und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ihr genug Zeit haben werdet, um eurem Kind die Liebe zu geben, die es für ein gesundes Wachstum benötigt.

Wie sieht dein Zeitmanagement aus?

Die besten Absichten sind nutzlos, wenn du keine Zeit hast sie auch in die Tat umzusetzen. Allen voran sind meist der Job, familiäre Verpflichtungen, Freunde und Hobbys die Eckpfeiler des Alltags, die oft schon ohne Kind nur schwer unter einen Hut zu bekommen sind und Kompromisse erfordern. Ein Kind wird dein Leben bereichern, allerdings musst du dir unbedingt darüber im Klaren sein, dass du auf Vieles verzichten musst. Dein Nachwuchs wird keinerlei Rücksicht auf deine Befindlichkeiten und Gewohnheiten nehmen, im Gegenteil, er wird die gesamte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Überlege dir also sehr genau, ob du in deinem Terminplan ausreichend Kapazitäten freiräumen kannst und deine Pläne im Notfall zu Gunsten deines Babys auf ein Minimum herunterfahren kannst. 

Wie planst du deine Karriere?

Hierbei geht es vor allem um das richtige Timing. Falls du eine absolute Karrieremensch bist wird es nicht leicht für dich werden deine Ziele zu verwirklichen, da ein Kind ausnahmslos immer Zeit und Kraft in Anspruch nehmen wird, die dir im Job dann fehlt. Aber keine Angst - Erfolg im Job und der Wunsch nach einer Familie schließen sich nicht grundsätzlich aus. Vielmehr geht es darum langfristig zu kalkulieren welche Zeitfenster sich dazu eignen es bei der Arbeit etwas entspannter angehen zu lassen und vor allem die besonders vereinnahmende Säuglings- und Kleinkindphase bestmöglich unterzubringen. Stehst du beispielsweise gerade vor einem Karrieresprung oder einer beruflichen Neuausrichtung, so macht es gegebenenfalls Sinn noch ein bisschen abzuwarten, bis du dein Arbeitsverhältnis in etwas ruhigeres Fahrwasser gebracht hast. 

Wie steht es um deine Finanzen?

So unromantisch es auch klingt, Geld ist in unser aller Leben ein nicht zu unterschätzender Faktor. Insbesondere, wenn ein weiteres Familienmitglied dazu kommt, das zudem noch besonders ressourcenintensiv ist. Laut statistischem Bundesamt schlagen Kinder im Durchschnitt mit circa 600 Euro monatlich in die Bilanz. Von Apfelbrei bis Wickeltisch will alles bezahlt werden. Die Ausgaben werden dabei sogar mit jedem Lebensjahr höher. Um nicht in finanzielle Schieflage zu geraten solltest du gemeinsam mit deinem Partner abklären, welches Budget zur Verfügung steht und in Zukunft stehen wird. Dazu gehört die Jobplanung ebenso wie das Einplanen eines Notgroschens für eventuell anfallende ungeplante Sonderausgaben. Außerdem kannst du dir überlegen, worauf du im Notfall zum Wohle deines Kindes verzichten kannst. Die gute Nachricht ist, dass es zahlreiche staatliche Hilfsmittel für Eltern gibt. Dazu zählen zum Beispiel Elterngeld und Kindergeld. 

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