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30.08.2023
Gesundheit

Dein Kind ist einzigartig - und sein Schlaf auch!

Das Wichtigste zum Thema Babyschlaf inkl. 10 SOS-Tipps von Melanie Heift Hebamme I Schlafexpertin I Mama

Schlaf - Erwachsene vs. Babys

Melanie Heift ist nicht nur Mutter und Hebamme, als Babyschlaf-Expertin hilft sie übermüdeten Eltern vor allem dabei, den Babyschlaf zu verstehen und für ihr Baby eine individuelle und gesunde Schlafroutine zu entwickeln. Das Ziel dabei ist, dass Schlaf endlich wieder entspannt wird und nicht schon beim Gedanken daran Stress auslöst. Für die Baby Sweets Familie hat Melanie deshalb einige wertvolle Tipps und Tricks zusammengefasst, wie der Schlaf deines Babys für die ganze Familie eine entspannte Sache wird!

Der Erwachsenen-Schlaf

Wir schlafen ca. ⅓ unseres Lebens - das zeigt auch wie wichtig guter Schlaf für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit ist. Gleichzeitig haben Schlafforscher herausgefunden, dass wir im Durchschnitt immer weniger schlafen. Da sich der Körper schnell an wenig Schlaf gewöhnt, merkt man das oft gar nicht. Auf Dauer ist zu wenig Schlaf jedoch nicht gut für uns: Vor allem für die Psyche ist es oft eine Folter. Im Durchschnitt brauchen die meisten Menschen zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf pro Nacht, um sich fit und erholt zu fühlen. Nur Wenige kommen tatsächlich mit nur 5 bis 6 Stunden Schlaf pro Nacht aus. Wie viel Schlaf wir brauchen hängt, neben unserer genetischen Veranlagung, auch von unserem Alter ab. Je älter man wird, desto weniger Schlaf brauchen wir.

Und wie ist das bei Babys?

Babys brauchen in den ersten Lebenswochen besonders viel Nähe und schlafen sehr oft, mal kürzer und mal länger - einen Rhythmus gibt es noch nicht. Erst ab dem 5. Lebensmonat entwickelt sich langsam ein Schlafrhythmus und manche Babys brauchen dann mehr Einschlafhilfe. Etwa um diese Zeit beginnt die Cortisol- und Melatoninbildung. Cortisol ist ein wichtiges Hormon, um tagsüber wach zu bleiben und Power für den Tag zu haben. Melatonin braucht der Körper, um nachts runterzufahren und zu schlafen. Wenn Babys damit beginnen, einen Rhythmus zu finden, gibt es oft erstmal Chaos. Kurze Schläfchen und unruhige Nächte können ganz schön schlauchen und für manche Babys ist der Wechsel zwischen den Hormonen und deren Steuerung eine echte Herausforderung. Manchmal entstehen daraus Schlafassoziationen wie Dauernuckeln, nur im Auto zur Ruhe finden, auf Mama oder Papa schlafen usw. Wenn das für alle gut funktioniert, ist das total in Ordnung. Manchmal führt das aber dazu, dass die Eltern am Ende Ihrer Kräfte sind.

Für diesen Fall hat Melanie einige Tipps zusammengefasst, die helfen sollen, den Schlaf eures Babys zu verstehen.

Schlafhygiene

Mit Schlafhygiene sind alle "äußeren" Faktoren gemeint, die du beeinflussen kannst, um deinem Baby zu helfen, entspannt und ruhig zu schlafen und somit entspannte Nächte für die ganze Familie zu schaffen. Wichtig: Nach der Geburt ist für dein Baby nichts mehr, wie es vorher war. Gib ihm genug Zeit, Sicherheit und Geborgenheit durch viel Körpernähe und kuschelt viel. Dein Baby findet in den ersten 5 Lebensmonaten langsam seinen eigenen Schlafrhythmus und lernt Tag und Nacht zu unterscheiden. Du hilfst deinem Baby in dieser Zeit am meisten, wenn du den Schlaf zu etwas Schönem, Sicheren und Geborgenen machst. Du kannst in dieser Zeit dein Kind nicht mit zu viel Körpernähe beim Einschlafen verwöhnen und es kann sich kognitiv noch nicht daran gewöhnen. Ab dem 6. Lebensmonat hilfst du deinem Baby mit Strukturen und immer gleichen Abläufen. Im Folgenden einige Punkte, die dafür wichtig sein können:

  • Achte auf regelmäßige Schlafenszeiten.
  • Vermeide Übermüdung, denn dann wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet und die Kinder können trotz absoluter Müdigkeit nicht schlafen und sind dann "überdreht".
  • Einer der Tagesschlafe (am besten der Längste) sollte im Bett stattfinden.
  • Eine liebevolle Abendroutine, die nicht länger als 15 min dauert und jeden Abend gleich ist.
  • Baden ist oft sehr entspannend für Babys. Manche reagieren aber auch mit einem Hallo-Wach-Kick, wie nach der morgendlichen Dusche. Beobachte dein Kind gut und wähle danach den richtigen Zeitpunkt zum Baden aus.
  • Kinder unter 18 Monaten schlafen am besten im Dunkeln und ohne Nachtlicht. Die "Angstphase" kommt erst danach. Dunkle den Raum ab, sobald das Abendritual beendet ist. Zum Stillen/Flasche geben in der Nacht reicht ein kleines Nachtlicht. Je dunkler es ist, desto mehr Melatonin kann der Körper bilden.
  • Die perfekte Raumtemperatur zum Schlafen liegt bei 16° bis 18° Celsius. Lüfte das Zimmer regelmäßig und lasse keine Zugluft entstehen.
  • Die Rückenlage ist die optimale Position für dein Kind.

Nächtliche Milchmahlzeiten

Rechts siehst du eine kleine Tabelle zur Orientierung.

Bis zum 1. Lebensjahr ist es völlig normal, dass dein Kind nicht durchschläft, sondern einige Male nachts aufwacht, um Nahrung zu sich zu nehmen oder sich zu vergewissern, dass es nicht allein ist. Wenn dein Kind wirklich Hunger hat, nach dem Trinken zügig wieder einschläft und das Einschlafen nicht zum Problem wird, ist alles in Ordnung. Wenn dein Kind sehr häufig in der Nacht aufwacht, immer nur wenige Schlucke trinkt, kann es sein, dass dein Kind eine Schlafassoziation entwickelt hat und "denkt", dass es immer zum Einschlafen nuckeln "muss". So eine Einschlafassoziation kann sehr anstrengend für Eltern sein. Um das zu ändern, kannst du zum Beispiel das Trinken vom Schlafen entkoppeln.

24/7 Mama, aber wie kann das auch der andere Elternteil?

Viele Partner:innen ziehen sich zurück, weil sie denken: “Da kann ich eh nicht helfen.” Oft ist es auch ein bisschen Frust, da der nicht-schwangere Elternteil die besondere Bindung durch die Schwangerschaft und das Stillen nicht hat. Jedoch kannst du als Partner:in schon bei der Geburt viel helfen und präsent sein. Du beschützt Mama und Baby, bist ihr:e engste:r Verbündete:r und verstehst sie auch ohne Worte. Auch du kannst eine enge Beziehung zum Baby aufbauen! Leg dein Baby zum Beispiel auf deine nackte Brust, denn so spürt es deine Körperwärme, riecht deinen Duft und hört dein Herz schlagen. Das beruhigt dein Kind und schenkt euch eine tiefe Verbindung.

Schlaflose Nächte können sehr an den Kräften zehren. Wechselt euch nachts mit der Betreuung ab und gönnt euch gegenseitig mal ein Ausschlafen am Wochenende. Das geht auch bei gestillten Kindern. Wenn jeder die Chance hat, einige Stunden am Stück zu schlafen, wirkt das wahre Wunder!

Einschlafhilfe: normal oder nicht gut?

Einschlafhilfen sind immer dann gut und richtig, wenn sie euch ein gutes Gefühl geben und nicht zur Belastung werden. Eine Belastung kann es jedoch auch für euer Baby sein, wenn es nur auf eine ganz bestimmte Art und Weise einschlafen und weiterschlafen kann. Oft werden Babys (ab 6 Monaten) dann alle 30-45 min wach und benötigen eine Weiterschlafhilfe. Das kann alles Mögliche sein: Tragen, Ball hüpfen, Autofahren, Nuckeln,  usw. Das ist für euch oft sehr anstrengend und für die (Hirn-) Entwicklung deines Babys ungünstig, weil es keine längeren (altersgerechten) Schlafphasen hat.

Wichtig ist: Ihr habt sicher nichts falsch gemacht und euer Kind nicht zu sehr verwöhnt. Folgende Tipps können dabei helfen, für euer Baby und euch den optimalen Schlafrhythmus zu finden.

10 SOS Tipps

  • Schaffe für dich und dein Kind einen geregelten Tagesablauf. Führe dazu ein Schlafprotokoll über 5 Tage. Werte dann aus, wie der Schlaf bei euch im Moment ist. Welche Abstände sind für dein Kind gut, wie lange sollte es schlafen? Oft hilft das dabei, den Tag besser zu strukturieren.
  • Routinen und Rituale können deinem Kind helfen, zu entspannen und zu verstehen, dass es gleich schlafen soll.
  • Eine gute Schlafhygiene schaffen, um deinem Kind dabei zu helfen, gesund in den Schlaf zu finden.
  • Mit maximaler Liebe und Nähe für dein Kind da sein und ihm helfen, Dinge zu verändern, die zum “eigenständig schlafen” wichtig sind.
  • Achte auf dich und gönne dir Auszeiten - unterstützt euch als Eltern gegenseitig
  • Bitte deine Freund:innen und Familie um Hilfe: sie freuen sich bestimmt auf dein Baby und du kannst ein wenig Schlaf nachholen.
  • Auch wenn du nachts nicht schlafen kannst, vermeide es, auf dein Handy zu schauen. Das Licht verhindert einen gesunden Schlaf.
  • Teile dir mit deinem Partner oder deiner Partnerin auch mal ganze Nächte auf und ziehe für eine Nacht erholsamen Schlaf ins Gästezimmer oder aufs Sofa.
  • Vermeide den Konsum von Koffein, Nikotin und Alkohol mindestens 4 Stunden vor dem Schlafengehen.
  • Nutze Meditationen, um Dich selber zu entspannen

Auch am Tag könnt ihr euch gegenseitig unterstützen, indem jeder von euch eine kurze Me-Time bekommt. Zeit nur für dich: am Handy daddeln, duschen, telefonieren, laufen gehen, in Ruhe einen heißen Kaffee trinken oder was auch immer. Aus solchen kleinen Momenten am Tag kann man viel Kraft schöpfen. Ihr seid zusammen Eltern geworden, das bedeutet auch gemeinsame Verantwortung und Aufgaben zu übernehmen. Unterschätzt dabei nicht den Schlafmangel und die Laune, die daraus resultieren kann, denn oft ist die Zündschnur recht kurz. Zusammen wuppt ihr das!

Du möchtest mehr zum Thema Babyschlaf erfahren? Dann schau doch mal bei Melanie vorbei! Lass Dich individuell und kostenlos beraten. Alle Infos findest Du hier: www.babyschlafcoach.com

Marlene
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