Wie Spielen die Entwicklung beeinflusst

Als erwachsener Mensch neigt man leicht dazu, beim Wort “Spielen” an Tätigkeiten zu denken, die keinen großen Mehrwert für das eigene Leben bieten. Wer spielt, ist nicht produktiv und vergeudet seine Zeit. Für Babys und Kinder gilt das allerdings keinesfalls, denn Spielen ist eines der wichtigsten Dinge, um die geistige und körperliche Entwicklung voran zu treiben. Wir haben die wichtigsten Fakten zum Thema Spielen für dich.

Die Kunst des Spielens

Auch für uns Erwachsene ist Spielen eigentlich ebenfalls noch wichtig, da wir dabei entspannen und in vielen Fällen sogar noch etwas über uns selbst und über die Welt lernen können. Dem „Produktivitätszwang“ unserer Zeit ist es geschuldet, dass wir Spielen zum Beispiel als “Zeit in der man kein Geld verdient” verstehen. Spätestens, wenn es um dein Kind geht, solltest du aber Abstand von dieser Haltung nehmen und dir darüber Gedanken machen, wie wichtig das Spielen für deinen Nachwuchs ist. Es dient keinesfalls nur dazu, dir selbst Zeit und ein paar Minuten Ruhe zu verschaffen, sondern ist vielmehr der Schlüssel zum Bewusstsein deines Kindes. Anstatt Spielen als Ablenkung und bloßen Zeitvertreib zu betrachten, solltest du es lieber als konstruktive Auseinandersetzung mit der Welt verstehen und dementsprechend die Qualität des Spielverhaltens sehr genau beachten. Im Spiel probieren Kinder verschiedene Handlungen und Verhaltensweise aus und kommen auf diese Art dahinter, wie Dinge funktionieren und zusammenhängen. Es handelt sich um ein Grundbedürfnis deines Babys, das der Entfaltung seiner Fähigkeiten dient und ihm bereits genetisch in die Wiege gelegt ist. Es ist unnötig, das Spielen zu einer Wissenschaft zu machen. Lieber solltest du einen passenden Rahmen für die Aktivitäten deines Kindes bieten. Das ist einfacher als du jetzt wahrscheinlich denkst und gelingt mit diesen Tipps: 

 

  • Du solltest dein Kind vor allem Anregung und Beschäftigungsmöglichkeiten bieten, die seinem aktuellen Entwicklungsstand entsprechen und es nicht über- oder unterfordern.

  • Dein Baby sollte ausreichend Zeit und Gelegenheit haben, sich nach eigenem Ermessen zu betätigen. Du solltest ihm nicht vorsetzen, was du für richtig hältst, sondern es selbst entscheiden lassen, wonach ihm der Sinn steht. Schließlich geht es darum, dass es einen eigenen Ansatz findet, die Welt zu erkunden.

  • Biete deinem Sprössling möchtest vielfältige Sinneserfahrungen. Anschauen, Schmecken, Riechen und mit allen erdenklichen Körperteilen tasten wird deinem Kind großen Spaß machen. Auch Dinge in den Mund nehmen ist wichtig. Das  sollte jedoch 100% gefahrenfrei sein. Laute Geräusche, die das empfindliche Gehör schädigen können, solltest du ebenfalls vermeiden.

  • Spielen hat sehr viel mit Bewegung zu tun. Dementsprechend ist es wichtig, dass dein Sprössling seine Motorik auf viele vielfältige Art und Weise ausprobieren und verfeinern kann. Viel Bewegungsfreiheit für sämtliche Extremitäten sollte geboten werden.- in einem sicheren Umfeld versteht sich. 

  • Wie in praktisch jedem Entwicklungsbereich auch, ist Sprache beim Spielen von großer Relevanz. Die Bedeutung einer guten Ausdrucksfähigkeit ist groß, deshalb solltest du bei der Interaktion mit deinem Kind immer versuchen, dein Handeln zeitgleich mit Worten zu beschreiben und zu erklären. Das gilt auch beim Spielen. Gemeinsam Laute und Worte zu üben und zu wiederholen wird euch viel Freude machen und ist gleichzeitig förderlich für die Sprachentwicklung.

  • Viel hilft nicht immer viel. Reizüberflutung ist absolut kontraproduktiv. Du solltest die Reaktionen deines Babys genau beobachten und seine Blickrichtung oder sein Gähnen richtig deuten. Wenn es gerade ängstlich, müde oder hungrig ist, macht es keinen Sinn zu spielen. 

  • Eine gute Mischung aus Beschäftigung und Ruhephasen ist vorteilhaft. Obwohl es Spaß macht, ist Spielen auch anstrengend.

  • Wenn die Umstände stimmen, können sich Babys auch für einen kurzen Zeitraum mal selbst beschäftigen. Du kannst dein Kind für fünf bis zehn Minuten sich selbst überlassen, falls es gerade gänzlich auf ein bestimmtes Spielzeug oder einen bestimmten Gegenstand fokussiert ist.

  • Apropos Spielzeug - Babys brauchen eigentlich noch kein richtiges Spielzeug. Am interessantesten sind viel eher die Dinge in der unmittelbaren Umgebung und der eigene Körper. Gegenstände zu erfühlen und verschiedene Materialien, Farben und Formen kennen zu lernen, wird dein Sprössling lieben. Du kannst ihm also einfach die verschiedensten Alltagsgegenstände in die Hand drücken und es einfach mal ausprobieren lassen. Voraussetzung dafür: Keine Verletzungs- oder Erstickungsgefahr!

  • Nähe und Körperkontakt sind generell sehr wichtig. Gemeinsam zu spielen ist eine tolle Gelegenheit, um Streicheleinheiten und Zärtlichkeiten auszutauschen. Körper und Stimme von Mama und Papa wird dein Kind ebenfalls hochgradig spannend finden. Das gilt insbesondere in den ersten Lebenswochen.

  • Zu guter Letzt solltest du stets darauf achten, dass dein Baby niemals in Gefahr ist. Auch wenn du dabei bist, können kleine Unfälle passieren. Deswegen musst du die Umgebung und die dort vorhandenen Gegenstände immer auf mögliche Gesundheitsgefährdungen hin überprüfen. 

Bei gekauften Spielsachen empfiehlt es sich, auf Qualitäts- und Prüfsiegel zu achten. Babys haben den Instinkt alles in den Mund zu nehmen. Das ist wichtig für ihre Wahrnehmung. Gleichzeitig werden auch vermeintlich harmlos aussehende Sachen dadurch zur Gefahr für das Wohlbefinden, da sich zum Beispiel Giftstoffe aus Plastik lösen können und in den Organismus gelangen. 

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