Gute Ware einfach erkennen - Zertifikate bei Spielzeug, Babykleidung & Co.

Völlig egal ob Spielzeug, Babykleidung oder Lebensmittel - der Markt für Babyprodukte ist schier endlos. Das kann schnell für Überforderung bei der Auswahl sorgen, schließlich wollen wir ja alle nur das Beste für unseren Nachwuchs. Eine einfache und effektive Hilfe bei der Auswahl bieten Zertifikate und Gütesiegel. Damit du weißt, was gut für dein Kind ist, stellen wir dir die wichtigsten Siegel vor. 

Sicher und gut

Kinder sind empfindlich und sollten unter den bestmöglichen Bedingungen aufwachsen. Dazu zählt zum Beispiel schadstofffreie Kleidung, aber auch hochwertige Nahrung. Die Flut an Angeboten ist dementsprechend gigantisch. Nahezu alle Hersteller und Händler bemühen sich, ihre Produkte möglichst seriös, gesund und kindgerecht erscheinen zu lassen. Aber ist das auch wirklich der Fall? Viel zu oft stecken fragwürdige Inhaltsstoffe oder bedenkliche Produktionsbedingungen dahinter. Doch glücklicherweise gibt es Gütesiegel, die Auskunft über die Qualität eines Produktes geben. Hierbei ist es wichtig, dass hinter der Einstufung ein unabhängiges und seriöses Institut steht, auf deren Urteil du dich verlassen kannst. Doch selbst unter den verschiedenen Zertifikaten ist es inzwischen nicht mehr so leicht sich zu orientieren, da deren Anzahl in den letzten Jahren gewaltig gestiegen ist. Einigen von ihnen mangelt es dabei gewaltig an Transparenz. Im Folgenden findest du eine Auflistung der Zertifikate, auf die du dich am ehesten verlassen kannst.

OEKO-TEX STANDARD 100

Das Qualitätssiegel STANDARD 100 von OEKO-Tex ist ein weltweit einheitliches Siegel für Textilien. Produkte, die damit zertifiziert sind, wurden auf gesundheitsschädliche Chemikalien getestet und weisen keine erhöhten Konzentrationen auf. Je mehr das getestete Material dabei in Kontakt mit der Haut kommt, desto strenger sind die zu erfüllenden Auflagen. Für Baby- und Kinderkleidung gilt dabei die strengste Kategorie. Sie besagt, dass ausnahmslos alle Bestandteile des Produktes den geforderten Standards entsprechen müssen. Anders als der Name vermuten lässt, sagt das Siegel allerdings nichts über die biologische Qualität aus. Es trifft einzig und allein eine Aussage über die Sicherheit und Gefahrlosigkeit des Erzeugnisses. 

GOTS - Global Organic Textile Standard

Anders als das OEKO-Tex Siegel befasst sich der GOTS mit den Herstellungsbedingungen von Textilien. Dabei wird die gesamte Produktionskette unter die Lupe genommen. Beginnend bei der Rohstoffgewinnung bis hin zur fertigen Ware muss ein gewisser Mindeststandard gewährleistet sein. Sowohl ökologische als auch soziale Faktoren werden dabei berücksichtigt.Kriterien des Global Organic Textile Standard sind beispielsweise die Zahlung von Mindestlöhnen an die Arbeitskräfte der beteiligten Unternehmen, die Einhaltung von geregelten Arbeitszeiten, die Sicherheit des Arbeitsplatzes sowie ein Verbot von Kinder- und von Zwangsarbeit. Das mag übertrieben klingen, aber insbesondere die Textilbranche gerät immer wieder wegen ihrer skandalösen Bedingungen in die Schlagzeilen. Der GOTS leistet einen enorm wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Situation. Für die Zertifizierung müssen außerdem mindesten 70 Prozent der verarbeiteten Materialien nachweislich aus kontrolliert biologisch erzeugten Naturfasern bestehen. 

IVN Best

Ebenfalls mit Textilprodukten befasst sich das Zertifikat IVN Best. Das Besondere dabei ist der sehr hohe Standard, der gefordert wird, um das Siegel zu erhalten. Dieser liegt weit über den gesetzlich festgelegten Regularien der Europäischen Union. Auch bei IVN Best ist die gesamte Produktionskette der Gegenstand der Untersuchung. Kriterien wie beispielsweise das Ausmaß des Abwassers, welches bei der Herstellung erzeugt wird, verdeutlichen den hohen Anspruch. 

Made in Green by OEKO-Tex

Noch nicht so bekannt ist das Gütesiegel Made in Green by OEKO-TEX. Als sinnvolle Ergänzung zum STANDARD 100 befasst sich dieses Zertifikat ebenfalls mit nachhaltigen Herstellungsbedingungen von Textilien. Mit diesem Siegel wird es möglich, mittels QR-Codes die Herstellung des Artikels zurückzuverfolgen. Die einzelnen Schritte der Herstellung werden somit international sichtbar und nachvollziehbar. Es handelt sich um ein Siegel mit sehr hohen Anforderungen. Dementsprechend werden alle Materialien einer umfassenden Laborprüfung unterzogen und die Fertigungsstätten sehr genau unter die Lupe genommen. 

Allergy Certified

Allergy Certified ist ein Siegel, das ein minimales Allergierisiko garantiert. Um sich mit diesem Zertifikat zu schmücken, muss ein Produkt von Toxikolog*innen untersucht werden und darf beispielsweise kein Formaldehyd oder jegliche Parfümierung enthalten. 

Dermatest

Bei Dermatest handelt es sich um ein unabhängiges Institut, welches sich auf die Zertifizierung von kosmetischen Produkten spezialisiert hat. Ein Team von Expert*innen testet verschiedenste Erzeugnisse auf ihre Hautverträglichkeit. Bestehen diese die Prüfung, erhalten sie das Siegel “dermatologisch getestet”.

Ecocert Cosmos Organic

COSMOS ist der europäische Standard für Naturkosmetik. Das Siegel bescheinigt den Produkten die Herstellung unter umweltfreundlichen Bedingungen, bei der Mensch und vor allem die Natur so schonend wie möglich behandelt wurden. Ecocert, der Herausgeber des Zertifikates, macht sich außerdem für die Entwicklung von naturverträglichen Chemikalien stark. 

FSC

Holz und Papier sind ebenfalls Erzeugnisse, die teilweise aus äußerst fragwürdigen Quellen stammen. Mit der Vergabe des FSC-Gütesiegels wird sichergestellt, dass kein Raubbau betrieben wurde, sondern eine umwelt- und sozialverträgliche Ressourcennutzung. Das gesellschaftliche Gemeinwohl, sowie der Schutz von Natur und Tierwelt sind dabei die entscheidenden Kriterien. 

PETA

Mit diesem Logo verpflichten sich Unternehmen, dass weder sie selbst noch andere an der Produktion beteiligte Firmen ihre Produkte an Tieren testen. Des Weiteren wird auf den Einsatz von tierischen Inhaltsstoffen verzichtet. 

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