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23.05.2021
Geburt

Risiko: Fruchtwasserembolie – Wie hoch ist die Gefahr?

Falls du momentan schwanger bist oder in Zukunft die Gründung einer Familie planst, ist dir dieser medizinische Fachausdruck vielleicht schon einmal begegnet und du hast dich gefragt, was sich dahinter verbirgt. Zweifellos hört sich die Fruchtwasserembolie beunruhigend an, deshalb wollen wir dich darüber aufklären.

Was ist eine Fruchtwasserembolie?

Es handelt sich dabei um einen medizinischen Notfall, der bei der Entbindung auftreten kann. Die Lage ist dann äußerst Ernst, weshalb du zumindest in groben Zügen darüber Bescheid wissen solltest. Die gute Nachricht ist, dass eine Fruchtwasserembolie nur sehr selten vorkommt und die Wahrscheinlichkeit, dass du davon betroffen sein wirst, sehr klein ist. Doch was genau passiert dabei überhaupt? Wie du weißt, schwimmen Babys in der Fruchtblase und wachsen dort eifrig heran. Die einzige Verbindung zum mütterlichen Körperkreislauf ist die Nabelschnur, die über die Plazenta führt. Bei der Embolie kommt es nun zu einer Verletzung, wie etwa einem Riss in der Plazenta oder auch im Gebärmutterhals, wodurch Fruchtwasser in das Blut der Mutter gelangen kann. Dort hat es absolut nichts verloren und stört mit seiner Zusammensetzung, die unter anderem auch feste Bestandteile enthält, die Verarbeitung und den Transport des Blutes so stark, dass es zu lebensgefährlichen Symptomen kommen kann. Dazu zählen ein akuter Abfall des Blutdrucks bis hin zu einem Herzstillstand, einer Sauerstoffunterversorgung oder sogar ein kompletter Atemstillstand sowie schwere Blutungen mit Gerinnungsstörungen. Auch für das Kind kommt es durch die Fruchtwasserembolie zu einem lebensbedrohlichen Szenario, denn es ist auf eine intakte und kontinuierliche Versorgung durch die Mutter angewiesen. Versagt der Körper der Mutter, kann auch das Baby folglich nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. 

Was kann man bei der Fruchtwasserembolie tun?

Es handelt sich wie gesagt um einen akuten Notfall, der eine sofortige Intervention erfordert. Gibt es im Verlauf der Geburt auch nur den Verdacht auf die Erkrankung, müssen sofort Maßnahmen ergriffen werden, um das Überleben von Mutter und Kind zu sichern. Die künstliche Beatmung wird eingeleitet und entsprechende Medikamente werden gegeben. Kann das Baby nicht mehr ausreichend vom mütterlichen Organismus ernährt werden, muss im Extremfall sogar ein Notkaiserschnitt durchgeführt werden. Es gibt leider keine spezifische Therapie der Ursachen einer Fruchtwasserembolie und alle ärztlichen Eingriffe dienen lediglich der Bekämpfung der Symptome. Die Prognose sowohl für Mütter als auch ihre Babys ist schlecht und weist eine hohe Sterblichkeit auf. Auch bei den Überlebenden gibt es Nachwirkungen. So haben tragen 11% der Mütter und sogar 61% der überlebenden Babys bleibende neurologische Schäden davon. 

Risikofaktoren einer Fruchtwasserembolie

Vorhersehbar ist eine Fruchtwasserembolie nicht, da sie plötzlich und schlagartig auftritt. Dementsprechend gibt es keine Vorsichtsmaßnahmen, die du selbst anwenden könntest oder dein Arzt bzw. deine Ärztin dir mit auf den Weg geben könnte. Trotzdem wäre es völlig falsch, nun in Panik zu verfallen und die Schwangerschaft in Angst zu verbringen. Es ist gut über das Thema Bescheid zu wissen und dazu zählt eben auch der Fakt, dass sie mit einer Häufigkeit von ungefähr 5 Fällen pro 100.000 Geburten nur sehr selten vorkommt. Folglich gibt es keinen Grund für dich die wunderbaren neun Monate nicht vollends zu genießen und dich auf das bevorstehende Familienglück zu freuen.  Im Sinne der Aufklärung und der Vollständigkeit halber sollten die bislang identifizierten Risikofaktoren eine Fruchtwasserembolie hier allerdings nicht unerwähnt bleiben. Diese lauten:

  • Eine vorzeitige Ablösung der Plazenta

  • Mehrlingsgeburten oder ein sehr großes Baby, das den Druck auf die Gebärmutter stark erhöht

  • Eine Überdosis an wehenfördernden Medikamenten

  • Geburtsverletzungen wie ein Riss in der Gebärmutter oder dem Gebärmutterhals

  • Ein hohes Alter der Mutter

  • Präklampsie (auch Schwangerschaftsvergiftung genannt)

  • Die künstliche Einleitung der Geburt

  • Schwangerschaftsdiabetes

  • Der Kristeller-Handgriff (Dabei handelt es sich um eine Technik, die der Beschleunigung der Geburt dient)

  • Außerdem tritt die Fruchtwasserembolie verstärkt bei Schwangerschaften mit Jungen auf

Falls du dich dennoch unsicher fühlst, solltest du unbedingt mit deinem Arzt bzw. deiner Ärztin über das Thema. Sie können individuell auf deine Unsicherheiten eingehen und dir eine möglichst schöne und entspannte Schwangerschaft ermöglichen. 

Keno
Keno