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02.11.2020
Krankheiten & Erste Hilfe

Corona - 13 Tipps, um dein Baby vor einer Ansteckung zu schützen

Die Corona-Fallzahlen sind seit einiger Zeit wieder deutlich erhöht. Das Coronavirus wird die Welt also noch ein wenig in Atem halten und ein ständiger Teil unseres Alltags sein. Maskenpflicht, Abstandsregelungen und 3G oder sogar 2G sind nur ein paar der beschlossenen Maßnahmen. Da Babys und Kleinkinder weder eine Maske tragen noch Abstand halten können, ist es an der Zeit zu schauen, wie die jüngsten Familienmitglieder geschützt werden können. 

Das Risiko für Schwangeren und (ungeborene) Kinder

Nachdem Wissenschaftler:innen viele Monate lang auf dem Stand waren, für Schwangere, Neugeborene und Kinder bestehe kein erhöhtes Risiko einer schwer verlaufenden Corona-Erkrankung, gibt es nun neue Erkenntnisse. Zwar gibt es keinen Grund, in Panik zu verfallen, dennoch ist besondere Vorsicht geboten. Bevor wir dir erklären, warum genau und welche Risiken bestehen, noch eine kleine Erinnerung: Die Forschungen bezüglich des Corona-Virus' und allem, was es mit sich zieht, sind noch lange nicht abgeschlossen. Es ist also wichtig, sich regelmäßig zu informieren, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten.

  • COVID-19 während der Schwangerschaft

    Zu Beginn erstmal eine gute Nachricht: Das Risiko, sich zu infizieren, ist bei schwangeren Frauen nicht höher als bei anderen. Allerdings gilt es als wahrscheinlicher, einen schweren Verlauf zu erleiden - besonders im letzten Trimester der Schwangerschaft. Wie bei Nicht-Schwangeren spielen aber auch hier verschiedene Faktoren eine Rolle, so zum Beispiel das Alter der Mutter, Diabetes, starkes Übergewicht sowie chronische Erkrankungen. Leider ist bei einer Infektion mit dem Corona-Virus auch die Wahrscheinlichkeit von Schwangerschaftskomplikationen erhöht. Es ist also super wichtig, sich an die vorgeschriebenen Maßnahmen zu halten und möglichst eine Erkrankung zu verhindern! Auch wenn es wirklich schwer ist - versuche, so oft wie möglich in den eigenen vier Wänden zu bleiben, und mache es dir dort schön gemütlich. Wie wäre es zum Beispiel mit unserem Babyzubehör zum Thema Wohnen?

  • Keine Auswirkungen auf den ungeborenen Nachwuchs

    In der aktuellen Datenbasis existieren keinerlei aussagekräftige Ergebnisse zu den Auswirkungen auf Ungeborene - das wird aktuell noch erforscht. Bisher war nur zu beobachten, dass es nach einer Infektion mit COVID-19 während der Schwangerschaft zu einigen Frühgeburten kam. Die Gründe dafür sind allerdings unklar, die Ursachen könnten also ebenso ganz andere sein. Nach der Geburt waren nämlich nahezu alle Sprösslinge symptomfrei und gesund.

  • Kann das Virus durch die Muttermilch übertragen werden?

    Nein. Zumindest nicht laut aktuellem Forschungsstand. Zwar gibt es ein paar Fälle, bei denen Corona tatsächlich durch den Stillprozess übertragen wurde. Es wird aber davon ausgegangen, dass es sich dabei um Tröpfchen-Ansteckungen handelt, also Infektionen über die ausgeatmete Luft. Wenn du also ganz sichergehen willst, kannst du während des Stillens einfach eine FFP2-Maske tragen.

  • Wie hoch ist das Risiko für Kinder?

    Bei Kindern aller Altersklassen wurden seit Pandemiebeginn beinahe genauso viele Infektionen verzeichnet, wie bei Erwachsenen. Das Gute ist jedoch: schwere Verläufe und langfristige Auswirkungen sind hier sehr viel seltener. Tatsächlich ist die Krankheitslast bei Minderjährigen (und wirklich nur bei denen!) vergleichbar mit anderen Erregern, wie der Influenza.

Mit diesen Tipps kannst du dein Kind und dich bestmöglich vor Corona schützen

Die Gefahren des COVID-19-Virus' sollten definitiv nicht unterschätz werden - besonders nicht während der Schwangerschaft! Leider gibt es zwar keinen 100%ig sicheren Schutz vor der Infektion oder einem schweren Verlauf der Erkrankung, aber durch bestimmte Maßnahmen, lässt sich das Risiko deutlich minimieren:

1. Regelmäßiges Händewaschen 

Einfaches Händewaschen ist eine der besten Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 und natürlich auch gegen andere Erkrankungen. Alle Viren, die sich auf unseren Händen befinden, werden ganz einfach abgetötet. Bevor du dein Baby berührst, solltest du dir deine Hände für mindestens 20 Sekunden gründlich mit Wasser und Seife waschen. Das gilt natürlich auch für alle Menschen, die dein Kind halten wollen. Weil Babys und Kleinkinder sich noch nicht allein die Hände waschen können, ist es außerdem wichtig, dies ab einem bestimmten Alter gemeinsam mit ihnen zu üben

2. Häufiges Lüften

Längere Aufenthalte in geschlossenen Räumen stellen nach derzeitigen Erkenntnissen ein erhöhtes Infektionsrisiko da. Dabei verteilen sich nämlich virushaltige Partikel in der Luft. Aus diesem Grund ist es wichtig, regelmäßig zu lüften. Dabei sollte mit weit geöffneten Fenstern für mindestens 5 – 10 Minuten stoßgelüftet werden. So kannst du das Übertragungsrisiko deutlich reduzieren. Achte beim Lüften nur darauf, dass sich dein Baby nicht in der Nähe des Fensters aufhält und beschäftige es am besten mit ausreichend Abstand und Spielzeug!

3. Reinige und desinfiziere regelmäßig alle Oberflächen & Alltagsgegenstände!

Grundsätzlich ist es möglich, dass Coronaviren durch unmittelbares Niesen oder Husten einer infizierten Person auf eine Oberfläche oder einen Alltagsgegenstand gelangen und dort eine gewisse Zeit überleben können. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, alle möglichen Flächen im Haus und bestimmte Alltagsgegenstände, wie das Handy, regelmäßig zu reinigen und zu desinfizieren. Wichtig ist außerdem, dass du auch beim Kochen auf Sauberkeit und Hygiene achtest, da die zubereitete Nahrung ihren direkten Weg in den Körper findet. 

4. Kontakte reduzieren

So schwer es auch für uns soziale Wesen ist: Abstand halten und Reduzierung von Kontakten ist unglaublich wichtig! Egal, ob es gerade Kontaktbeschränkungen gibt oder nicht, jede:r sollte für sich und seine oder ihre Mitmenschen überdenken, mit vielen Personen er oder sie sich trifft. Nur so können wir uns irgendwann wieder sorglos in die Arme fallen.

5. Ständiges Berühren von Augen, Nase und Mund vermeiden

Unsere Hände kommen jeden Tag mit unterschiedlichen Gegenständen und damit auch mit verschiedenen Bakterien und Viren in Berührung. So kann das Coronavirus ebenfalls an unsere Hände gelangen und ganz leicht über den Mund, die Nase oder die Augen in den Körper aufgenommen werden. Aus diesem Grund solltest du es unbedingt vermeiden, dir mit ungewaschenen Händen in dein Gesicht oder in das Gesicht deines Sprösslings zu fassen

6. Nicht in die Hände husten oder niesen!

Da das Coronavirus hauptsächlich über die sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen wird, solltest du versuchen, immer in ein Taschentuch oder in deine Armbeuge zu niesen bzw. zu husten. Das benutzte Taschentuch solltest du danach immer sofort wegwerfen! So sorgst du dafür, dass sich Viren und Bakterien nicht so einfach verbreiten können und schützt deine Mitmenschen, vor allem aber dein Baby. 

7. Sterilisiere regelmäßig alle Schnuller & Flaschen

Natürlich solltest du das sowieso regelmäßig machen – in der jetzigen Zeit ist es aber umso wichtiger, dass du die Schnuller und Fläschchen deines kleinen Lieblings täglich reinigst, auskochst oder im Vaporisator sterilisierst, um dein Kind vor Bakterien und Viren zu schützen.

8. Spaziergänge an der frischen Luft

Um dein Immunsystem zu stärken und eine Erkrankung vorzubeugen, ist es wichtig, dass ihr - dein kleiner Schatz und du - euch regelmäßig bewegt. Neben Sport sind vor allem ausgiebige Spaziergänge an der frischen Luft sehr effektiv und wohltuend. Am besten ziehst du dein Knöpfchen schön warm an, nimmst eine Decke mit und gehst auch bei schlechtem Wetter wenigstens für ein paar Minuten an die frische Luft. Das baut nicht nur Stress ab, sondern ist auch gut für eure Immunsysteme!

9. Auf eine gesunde Ernährung achten

Eine nährstoffreiche, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung hilft ebenfalls dabei, das Immunsystem zu stärken und gegen Krankheitserreger widerstandsfähiger zu machen. Aus diesem Grund sollten viel Obst und Gemüse sowie unverarbeitete Lebensmittel auf eurem Speiseplan stehen. Wenn du dein Kind noch stillst, dann ist es wichtig, dass du auf eine gesunde Ernährung achtest, damit dein Baby mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. 

10. Den richtigen Mundschutz korrekt tragen

Um sich unterwegs und besonders in geschlossenen Räumen vor COVID-19 zu schützen, solltest du stets einen Mundschutz mitführen. Am besten schützen dich und deine Kontakte die FFP2-Masken, welche 94% aller Aerosole erfolgreich filtern. Trage diese, wenn du keinen Mindestabstand von anderthalb Metern einhalten kannst oder dich in geschlossenen Räumen außerhalb der eigenen vier Wände befindest. Übrigens: Es gibt sogar FFP3-Masken, die 99% der herumschwirrenden Aerosole filtern. Wichtig für diesen Schutz ist allerdings, dass du deinen Mundschutz immer korrekt trägst. Das heißt: über Mund UND Nase!

11. Impfen, impfen, impfen

Mittlerweile ist bekannt, dass der einzige Weg, der uns aus der Pandemie herausführt, der ist, die Herdenimmunität mithilfe der Corona-Impfungen zu erreichen. Dafür ist es natürlich wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich impfen lassen - sowohl für das eigene Wohlergehen als auch das der Liebsten und aller anderen!

12. Bei ersten Symptomen & Krankheitsgefühl zuhause bleiben und ärztlichen Rat einholen

Wenn du dich krank fühlst oder sich erste Krankheitssymptome bei deinem Kind zeigen, dann ist es wichtig, dass ihr zuhause bleibt. Das gilt nicht nur bei dem Verdacht auf Corona, sondern bei allen Erkrankungen. Wenn Fieber, Husten und Atembeschwerden dazukommen, dann solltest du einen Corona-Test machen und rechtzeitig ärztlichen Rat einholen

13. Immer informiert bleiben! 

In der jetzigen Zeit ist es wichtig, dass du informiert bleibst. Allerdings musst du nicht stündlich Nachrichten schauen oder deinen Feed aktualisieren. Ein bisschen Abstand tut ab und zu gut, um die schwere Zeit zu überstehen. Wenn du dich informierst, solltest du unbedingt auf seriöse Seiten zurückgreifen und die Ratschläge der Expert:innen  befolgen!

Fazit

Die aktuelle Zeit ist für niemanden leicht. Corona betrifft uns alle und macht uns allen das Leben schwer. Wir hoffen, dass dir diese Tipps helfen, um deine Liebsten vor dem Virus zu schützen und gut durch die kommende Pandemie-Zeit zu kommen. Lasst euch trotz der schwierigen Situation nicht allzu sehr die Laune vermiesen und denkt positiv! Stress ist nicht nur ungesund für euch, sondern überträgt sich auch auf euren Nachwuchs. Denkt immer daran – irgendwann wird wieder Normalität einkehren.

Und bis dahin hoffen wir, dass ihr gesund bleibt und auf euch aufpasst! 

Marlene
Marlene