Haarausfall bei Babys - Wann musst du dir Sorgen machen?

Was die Kopfbedeckung angeht, ist der Vielfalt fast keine Grenze gesetzt. Manche Neugeborenen haben fast eine Glatze, andere wiederum haben schon von Geburt an beeindruckend volles Haar. Die Abstufungen dazwischen sind unendlich groß und allesamt vollkommen normal. Doch was, wenn deinem Sprössling die Haare plötzlich ausfallen? In diesem Artikel klären wir dich über Haarausfall bei Babys auf. 

Hormone sind schuld an der haarigen Angelegenheit

Vielleicht zählst auch du zu den Eltern, die sich bei der Geburt besonders über die erstaunlich voluminöse Haarpracht ihres Kindes freuen konnten. Falls ja, dann bist du wahrscheinlich etwas besorgt, wenn du plötzlich feststellst, dass dein Nachwuchs ziemlichen Haarausfall hat. Bevor du allerdings in Panik verfällst, lass dir gesagt sein, dass es sich um einen völlig harmlosen Prozess handelt. Grundsätzlich ergeht es nämlich allen Babys in den ersten drei bis sechs Lebensmonaten genauso. Eltern von Kindern, welche von Geburt an eher kahl sind oder nur einen dünnen Flaum haben, bemerken diese Tatsache lediglich nicht. Die Ursache des Ganzen liegt in einer biologischen Veränderung, die eigentlich sehr einleuchtend ist. Solange dein Kleines in der Schwangerschaft in der Gebärmutter heranwächst, ist es über die Nabelschnur mit der Mutter verbunden. Beide teilen sich einen Kreislauf, über den auch die Versorgung mit Hormonen abläuft. Auf diese Art gelangt, neben vielen anderen, auch der zuständige Botenstoff für das Haarwachstum in den Organismus des Fetus und das Haar kann, je nach genetischer Veranlagung, munter vor sich hinwachsen. Unmittelbar nach der Entbindung geht die mütterliche Hormonproduktion übrigens erst einmal zurück, weshalb auch du als Mama vielleicht eine Zeit lang über Haarausfall klagen wirst. Nachdem sich dein Körper aber wieder darauf eingestellt hat, nur eine Person versorgen zu müssen, normalisiert sich das Haarwachstum wieder. Dein Kind ist dagegen auch noch einige Zeit nach der Geburt ausreichend mit dem Haarwachstumshormon ausgestattet, muss jedoch in Zukunft mit den Hormonen auskommen, die es selbst produziert. Diese Übergangsphase führt dazu, dass die bereits gewachsenen Haare alle etwa zur gleichen Zeit beginnen auszufallen. Grundsätzlich durchlebt ein einzelnes Haar einen Zyklus aus drei verschiedenen Phasen: Die Wachstumsphase, die Übergangsphase und die Ruhephase, die schließlich mit dem Ausfall des Haares endet. Da dieser Zyklus bei der gesamten Kopfbedeckung nun zur gleichen Zeit angefangen hat, wird dieser folglich auch etwa im selben Zeitrahmen vollendet. Nach dem abrupten Ausfall pendelt sich die Entstehung neuer Haare, dank der kontinuierlichen Eigenproduktion des Wachstumshormons, so ein, dass es nicht wieder zu einem zeitgleichen Totalverlust kommt. Erst Jungen mit entsprechenden Genen müssen sich in 20 bis 30 Jahren wieder mit dem Thema befassen. 

Haarausfall durchs Liegen

Abseits des hormonbedingten Haarausfalls gibt es noch einen weiteren Grund, der für das Abhandenkommen der kindlichen Kopfbedeckung verantwortlich sein kann. Dieser ist einigermaßen trivial und lässt sich leicht beheben. Bei manchen Babys macht sich der Haarausfall besonders im Bereich des Hinterkopfes bemerkbar. Die Ursache dafür kann die Liegeposition sein, denn sie können ihre kleinen Köpfchen noch nicht selbstständig drehen und liegen folglich immer auf der gleichen Stelle. Dadurch werden die Haare so stark beansprucht, dass sie ausfallen. Du solltest also darauf achten, dass dein Baby häufiger die Position wechselt. Dafür kannst du selbst sorgen, aber auch die Eigenbewegung deines Sprösslings anregen, indem du zum Beispiel eine Spieluhr oder Ähnliches aufhängst und deren Position variierst. So wird er aus Neugier seine Aufmerksamkeit auf das Spielzeug richten und somit die Kopfposition ändern. Sobald dein Baby in der Lage ist, sich zusehends allein zu bewegen, wird sich das Problem der „Liegeglatze“ ohnehin von selbst erübrigen. 

Wann ist ärztlicher Rat gefragt?

So gewöhnlich der Haarausfall bei Babys zwischen dem dritten und sechsten Monat auch sein mag, gibt es natürlich auch Situationen, die dir zu denken geben sollten und eine Untersuchung erfordern. In erster Linie ist das der Fall, wenn der Haarverlust über den besagten Zeitraum hinaus anhält. Eine mögliche Ursache ist ein Mangel an Nährstoffen. Der Bedarf an Nährstoffen ist besonders in der Stillzeit extrem hoch. Da die Muttermilch die einzige Quelle dafür ist, solltest du als Mutter unbedingt darauf achten, dich ausreichend, vielseitig und gesund zu ernähren. Das ist manchmal gar nicht so leicht, da du in dieser Phase praktisch den Nährstoffbedarf für zwei Personen decken musst. Des Weiteren ist die Übertragung von Krankheitserreger über die Muttermilch als Ursache für den außerplanmäßigen Haarausfall denkbar. Meistens sind Infektionen dieser Art jedoch von anderen Symptomen, wie zum Beispiel Fieber, begleitet. Eine andere Ursache für Haarausfall kann eine Autoimmunerkrankung, die sogenannte Alopecia areata, sein, die sich besonders durch kreisrunde Stellen ohne Haare zeigt.  Zu guter Letzt ist auch ein Zusammenhang mit Kopfgneis oder Milchschorf möglich. Beide Phänomene zeigen sich durch schuppige Haut am Kopf, was den Haaren unter Umständen den Durchbruch erschwert. In solchen Fällen sollte besonderer Wert auf die Pflege der Kopfhaut gelegt werden.

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