9./10. Schwangerschaftswoche – Entwicklung, Wachstum & Symptome

Man kann nicht behaupten, dass ein bestimmter Zeitraum während der Schwangerschaft besonders hervorzuheben wäre, schließlich sind sie alle gleichermaßen wichtig und faszinierend. Dennoch wollen wir heute einen genaueren Blick darauf werfen, was sich mit dem Beginn des dritten Schwangerschaftsmonats, also ab der 9. Woche, verändert.

Von der Entwicklung zu Wachstum

Ein Aspekt, warum man Wochen 9 und 10 einmal einer genaueren Betrachtung unterziehen sollte ist, dass man nach dem Ende der 10. Woche beginnt vom Fötus zu sprechen und nicht mehr vom Embryo. Ursächlich dafür ist genau genommen jedoch nicht die Anzahl der Wochen, sondern der Zeitpunkt, an dem alle Organe des Kindes angelegt sind. Es wäre nicht untertrieben von einem wahren Wunder der Natur zu sprechen, schließlich ist das Baby in der 9. Woche grade mal so groß wie ein Tischtennisball.
Auf Grund der geringen Größe des Kindes sieht man der Mutter die Schwangerschaft auch noch nicht wirklich an, allerdings macht sie sich auf anderen Wegen umso mehr bemerkbar. Symptome wie Übelkeit, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen werden immer stärker und die wachsende Gebärmutter beginnt zusehends auf die Harnblase zu drücken, was zu vermehrtem Harndrang führt. Außerdem steigt die Blutmenge im mütterlichen Kreislauf von circa 5 auf 6,5 Liter an, da durch das Wachstum des Babys der Sauerstoff- und Nährstoffbedarf zunimmt. 

9. Schwangerschaftswoche 

  • Die spannende Frage, ob es denn nun ein Junge oder ein Mädchen wird lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht beantworten, obwohl das männliche Y-Chromosom in der 9. Woche dafür sorgt, dass bei Jungen die Hoden ausgebildet werden. Diese liegen jedoch noch im Inneren des Körpers und wandern erst später nach außen, folglich kann man im Ultraschallbild noch nichts erkennen. Fehlt das Y-Chromosom wird das Kind ein Mädchen.

  • In Woche 9 ist der physiologische Nabelbruch am stärksten ausgeprägt. Dahinter verbirgt sich ein Mechanismus, bei dem der kindlichen Körper, auf Grund seines rasanten Wachstums, vorübergehend Teile des Darms in die Nabelschnur auslagert. Bis zur 14. Woche wird er dann aber wieder vollständig zurück in den Körper gewandert sein. Darüber hinaus entwickeln sich der Anus und die Brustwarzen. 

  • Das Gehirn wächst in diesem Zeitraum am schnellsten. In einer Minute kommen circa 1000 neue Nervenzellen dazu. Nervenzellen sind besonders kostbar, da sie im späteren Leben praktisch gar nicht mehr neu gebildet werden. Zum Schutz des Gehirns beginnt der Embryo also mit der Ausbildung der Schädelknochen. Diese sind noch nicht verknöchert, sondern haben einen hohen Anteil an Knorpel, damit sie elastisch bleiben und mit dem Gehirn mitwachsen können. Verbunden sind sie nur lose über die Fontanellen. Des Weiteren fangen die bereits entwickelten Nervenzellen an sich untereinander zu verbinden, in dem sie kleine Fortsätze, die sogenannten Axone, bilden. Es entstehen Synapsen, die für die Informationsübertragung verantwortlich sind.

  • Erstaunlicherweise hat der Embryo, obwohl er sich schon so stark entwickelt hat, erst ungefähr eine Größe von 17 bis 24 Millimetern in der Länge. Dabei wiegt er kaum mehr als 2 Gramm. 

10. Schwangerschaftswoche

  • In der 10. Woche dreht sich Vieles um den Mund des Babys. Es hat nun Lippen und Gaumen sowie auch Ober- und Unterkiefer ausgebildet. Die Anlage der Zähne hat ebenfalls begonnen und die Knospen der 20 Milchzähne finden ihren Platz. Damit einher geht auch die Bildung der Geschmacksnerven.

  • Generell wird die Erscheinung des Embryos immer menschlicher. Dazu trägt vor allem das Wachstum der Gliedmaßen bei. Die Arme werden länger und die Aufteilung in Ober- und Unterarm wird deutlich. Sogar Feinheiten, wie die kleinen Handknochen mitsamt der zarten Fingerchen zeigen sich. Gleiches gilt für die Beine, bei denen sich Schienbein, Wadenbein, Oberschenkelknochen und die Kniegelenke herausbilden. Auch trennen sich die einzelnen Zehen voneinander ab. 

  • Es kommt zu einer starken Veränderung der Gesichtszüge, die ebenfalls dazu beiträgt das Kind menschlicher wirken zu lassen. An den relativ weit auseinander stehenden und ausschließlich geöffneten Augen bilden sich nun die Augenlieder. Darüber hinaus zeigt sich die Pigmentierung der Netzhaut. Die Ohrmuschel wird ebenfalls erkennbar ebenso wie die Nase.

  • Im Übergangszeitraum zwischen Embryonalphase und Fetalperiode hat das Kind nun eine Größe von 25 bis 33 Millimetern bei einem Gewicht von circa 4 Gramm. Die ersten kleinen Bewegungen sind ab jetzt möglich. 

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