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20.04.2022
Babypflege

Baby baden ganz entspannt – so geht’s

Nicht alle Babys sind begeistert, wenn es in die Badewanne geht. Manchmal kullern sogar Tränen. Der Grund dafür sind verschieden - manchmal steckt eine schlechte Erfahrung dahinter, weil das Wasser vielleicht etwas zu warm war oder weil der kleine Liebling Wasserspritzer ins Auge bekommen hat.
Die allermeisten Babys allerdings lieben das Baden. Es ist eine schöne, angenehme Erfahrung für sie, die sie vielleicht ein wenig zurückerinnert an die Zeit, als sie noch in Mamas warmem Bauch waren. Mit ein paar Tipps gelingt das Badevergnügen auch bald bei einem ängstlicheren Baby.

Vorbereitung ist alles

Es ist nicht notwendig, Babys täglich zu badenKinderärzt:innen empfehlen ein- bis dreimal die Woche, da die Babyhaut noch sehr empfindlich ist und häufigeres Baden die Haut nicht nur reizt, sondern sie auch austrocknet.

Ganz wichtig ist es, beim Baden alles griffbereit zu haben und sich währenddessen vollständig auf das Baby zu konzentrieren. Wenn alles für nach dem Baden bereit liegt, ist der kleine Schatz ganz schnell mollig eingepackt und muss nicht frieren. Auch das Wickeln sollte schnell gehen, damit Baby nicht friert.

Die Badewanne – nicht so groß

Normale Babybadewannen sind für Neugeborene noch sehr groß. Für den Anfang ist eine große Schüssel oder ein Badeeimer vollkommen ausreichend. Darin fühlt sich dein Baby sicher und geborgen. Ein Badewannensitz kann ebenfalls hilfreich sein.
Babys lieben Körperkontakt. Daher kann es auch eine gute Idee sein, mit dem Baby gemeinsam zu baden und es dabei auf den Schoß zu nehmen. Der Körperkontakt wirkt auf Babys beruhigend und signalisiert ihnen, dass es keinen Grund gibt, Angst zu haben.

Das Badewasser – nicht so warm, nicht so viel

Die ideale Badetemperatur für das Babybad beträgt 35 bis 37 °C. Die Temperatur lässt sich ganz einfach mit einem Badethermometer überprüfen. Wer keines hat, kann die Temperatur auch mit dem Ellenbogen testen. Dazu den Ellenbogen für fünf bis zehn Sekunden in das Badewasser halten. Fühlt es sich angenehm an, ist es auch für das Baby genau richtig.

Der Wasserstand in der Badewanne muss nicht sehr hoch sein, damit dein Sprössling sein Babybad genießen kann. Wenn du merkst, dass sich dein Baby wohlfühlt, dann kannst du natürlich auch die Wassermenge ganz einfach erhöhen. Manche Babys erschrecken sich bei dem lauten Geräusch, das das einlaufende Wasser macht. Dreh am besten den Wasserhahn nicht zu sehr auf oder fülle vorsichtig Wasser nach.
Des Weiteren ist es wichtig, dass der Raum, in dem das Baby badet, angenehm warm ist. Die Umgebungstemperatur sollte 22 bis 24 °C betragen.

Das Baderitual – gleiche Abläufe geben Ruhe und Sicherheit

Ein Baderitual ist gut für Babys. Gerade für eher wasserscheue Babys ist es eine große Hilfe, wenn das Baden immer nach dem gleichen Muster abläuft. Dabei ist Ruhe ganz wichtig, da hektische Bewegungen dein Baby erschrecken können, Stress verursachen und Angst machen. Schon die ganz kleinen Babys haben eine sehr feine Wahrnehmung für die Stimmungen anderer. Sie nehmen sie allerdings schnell als ihre eigenen an. Ist Mama oder Papa beim Baden gestresst, ist es der kleine Liebling auch.

Langsam daran gewöhnen

Bei besonders wasserscheuen Babys hilft es, wenn sie nicht gleich beim ersten Mal ganz in der Wanne sitzen. Sie brauchen zunächst Vertrauen zu dem Element Wasser und zu der ganzen „Baderei“. Am Anfang genügt es, die Füßchen ins Wasser zu tauchen oder vorsichtig etwas Wasser darüber laufen zu lassen. Hat sich dein Baby an diesen Schritt gewöhnt, lässt sich die Wassermenge langsam immer weiter erhöhen, bis es sich irgendwann in der Wanne waschen lässt oder sogar von alleine badet. Das erfordert ein wenig Geduld.

Auch das Haarewaschen ist dabei immer so ein Thema, das für viel Aufregung sorgt. Um diese unnötige Aufregung am Anfang zu vermeiden, hilft es, die Haare zunächst nicht beim Baden zu waschen. Das geht bei den feinen Babyhaaren am Anfang auch ganz gut mit einem feuchten Waschlappen.

Nach dem Bad – Zeit fürs Baby

Das Baden und das Baderitual sollten nicht nur die Zeit in der Wanne umfassen, sondern auch die Zeit nach dem Baden. Jeder weiß, wie unangenehm es ist, nach einem warmen Bad nicht schnell genug in warme Kleidung oder in ein kuscheliges Badetuch zu kommen. Friert ein Baby nach dem Baden, ist es eine sehr unangenehme Erfahrung, die ihm den Spaß am Baden verleiden kann. Manche Babys reagieren sogar mit Bauchschmerzen, wenn sie frieren. Deshalb solltest du unbedingt für eine warme Temperatur im Bad sorgen und dein Baby direkt nach dem Baden am besten in mollige Handtücher wickeln, die im Idealfall sogar vorgewärmt sind. Eine Wärmelampe über dem Wickelplatz sorgt für zusätzliche Wärme.

Nach dem Baden sollte immer auch etwas Zeit für eine Runde Kuscheln sein. So wird das Baden für deinen kleinen Liebling zu einem sehr angenehmen Erlebnis. Denn, was ist schöner als Kuscheln mit Mama oder Papa? Babys lieben Hautkontakt beim Kuscheln. Wenn es also warm genug ist im Raum, spricht nichts gegen etwas Hautkontakt.

Tipp: Babys die hungrig und müde sind, wollen nicht baden. Sie sind eher empört, wenn sie dennoch ins warme Nass sollen. Sie baden am liebsten satt und wach. Allerdings sollte das Baden nicht direkt nach dem Essen stattfinden.

Nicht jedes Baby wird zur Wasserratte

Manche Babys mögen Baden trotz aller Anstrengung dennoch nicht. Das ist nicht weiter schlimm. Babys müssen nicht jeden Tag ausgiebig baden. Es genügt ein Waschlappen, um Gesicht, Hals, Hände und Po zu säubern. Wenn das Baby nur einmal die Woche badet oder seltener, ist das nicht weiter schlimm.

Die meisten Kleinkinder entdecken irgendwann, wie schön es ist, in der Wanne zu sitzen und darin zu spielen. Die Freude an einem ausgiebigen Bad können kleine Spritztiere, Badeenten oder lustige Tiere zum Aufziehen noch fördern. Auch kleine Eimerchen, Schaufelräder oder anderes Spielzeug sind eine schöne Beschäftigung. Das Einzige, was die meisten noch bis ins Grundschulalter wirklich nicht mögen, ist das Haarewaschen.

Zoé
Zoé
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