Mit diesen Tipps stärkt ihr eure Beziehung in Zeiten der Corona-Pandemie!

Social Distancing. Dieser Begriff geistert seit Wochen durch die Medien. Man soll seine sozialen Kontakte so weit wie möglich reduzieren und zu fast allen Menschen Abstand halten. Ungewissheit, Existenzängste, Stress und Lagerkoller bestimmen derzeit unseren Alltag. Das wirkt sich natürlich auch auf die Partnerschaft und das Familienleben aus. Denn die derzeitige Situation bedeutet für viele Paare oftmals wochenlanges „aufeinander hocken“. Andere Paare wissen dagegen vor lauter Stress und Arbeit gar nicht, wie sie sich auch noch um ihre Partnerschaft kümmern sollen. Bei Paaren mit Kindern bleibt oftmals sogar noch weniger Zeit, die Beziehung ausgiebig zu pflegen. Dabei ist eine stabile Partnerschaft in außergewöhnlichen Zeiten sehr wichtig. Es gibt uns Sicherheit, wenn wir vertraute Menschen um uns haben. In diesem Beitrag stellen wir dir einige Tipps vor, wie ihr in eurer Partnerschaft gut durch die Corona-Krise kommt. 

1. Sich selbst zu helfen, stärkt auch die Beziehung!

Wer seine Beziehung und den Zusammenhalt seiner Familie festigen will, muss erst mal einen Weg finden, sich selbst zu stärken. Der weltgrößte Psychologenverband APA empfiehlt hierfür einige konkrete Dinge, die im Alltag berücksichtigt werden sollten. Dazu gehört zum Beispiel ein strukturierter Tagesablauf, ausreichend Schlaf, eine gesunde Ernährung, Sport und Bewegung, digitale Verbundenheit mit den Liebsten sowie Entspannungsübungen. Wichtig ist außerdem, dass du nur seriöse Quellen nutzt, um dich über das Coronavirus zu informieren. Falschmeldungen sind genauso verunsichernd und frustrierend, wie eine ständige Beschäftigung mit diesem Thema. Deswegen solltest du auch immer mal eine Pause machen, um dich nicht noch zusätzlich zu belasten. 

2. Akzeptanz der Situation

Auch wenn es schwierig ist – aber je eher wir uns damit abfinden, dass wir die Situation derzeit nicht ändern können, desto besser wird jeder von uns damit klarkommen. Macht euch bewusst, dass es okay und absolut normal ist, in dieser Zeit deutlich mehr gereizt und frustriert zu sein. Die Welt spielt verrückt, daher ist es auch normal, dass wir alle ab und an mal verrücktspielen. Wenn ihr euch das immer mal ins Gedächtnis ruft, dann gewinnt ihr etwas an Kontrolle zurück. Im nächsten Schritt solltet ihr euch klar machen, dass es aktuell eine Phase ist. Es kommen auch wieder bessere Zeiten. Mit dem Wissen, dass dieser Zustand nicht für immer andauern wird, lässt sich die Situation doch etwas leichter akzeptieren, oder?

3. Verständnis für deine(n) Partner*in zeigen

Auch deine bessere Hälfte befindet sich derzeit in einer Ausnahmesituation. Daher ist es wichtig, nicht nur für dich, sondern auch für die Verhaltensweisen anderer Menschen mehr Verständnis zu zeigen. In so einer Zeit können besonders in einer Partnerschaft Dinge gesagt oder getan werden, die unter normalen Umständen nie passiert wären. Daher ist es wichtig, nicht alles auf die Goldwaage zu legen. Anstatt permanent zu kritisieren, konzentriere dich lieber auf die Dinge, die du an deiner/deinem Partner*in liebst und toll findest. So fängst du auch an, deine bessere Hälfte wieder mehr wertzuschätzen. In stressigen Zeiten oder im Streit geht das nämlich oftmals unter. Natürlich solltet ihr trotzdem respektvoll und liebevoll miteinander umgehen und euch auch ehrlich sagen können, wenn euch etwas stört. Aber oftmals lässt sich ein Streit verhindern, wenn ihr Verständnis und Empathie füreinander empfindet. 

4. Vereinbarungen treffen

Egal, wie eure Partnerschaft aussehen mag, um Konflikte zu vermeiden, solltet ihr euch regelmäßig über eure Wünsche und Bedürfnisse austauschen. Besonders in dieser Situation ist es wichtig, miteinander zu reden und Vereinbarungen zu treffen. Das gilt vor allem für Paare, die Kinder haben. Hier helfen Vereinbarungen und neue  Strukturen, um die Betreuung der Kinder, die eigene Arbeit und die Partnerschaft unter einen Hut zu bekommen. Vorteilhaft ist es natürlich, wenn Eltern die anfallenden Arbeiten untereinander aufteilen können. Wichtig dabei ist, die Wünsche als „Ich-Botschaften“ zu formulieren. So fühlt sich keiner angegriffen und unnötige Konflikte können vermieden werden. 

5. Eine Portion Extrapflege für die Beziehung

Trotz oder gerade wegen dieser schwierigen Zeit solltet ihr eurer Beziehung eine Portion Extrapflege verpassen. Natürlich ist es in einem stressigen Alltag oftmals nicht leicht, sich aufzuraffen und sich etwas Besonders einfallen zu lassen. Das ist auch gar nicht immer nötig. Viel wichtiger ist es, dass ihr bewusst Zeit miteinander verbringt und euch deswegen auch dafür verabredet. Wie wäre es mal wieder mit einem gemeinsamen Koch- oder Filmabend? Ihr könnt auch gemeinsam Sport machen oder zusammen an die frische Luft. Um eure Beziehung zu stärken, ist auch körperliche Nähe wichtig. Es tut nicht nur unglaublich gut, sondern baut auch noch Stress ab. Auch Paare, die Kinder haben, sollten versuchen, regelmäßig Zeit zu zweit einzuplanen, um die eigene Partnerschaft zu pflegen. Du solltest dich außerdem auch immer wieder fragen, was du selbst für eine gute Beziehung tun kannst, anstatt dies immer nur von deiner/deinem Partner*in zu verlangen. Derzeit ist es besonders wichtig, nicht nur auf die eigenen Bedürfnisse zu schauen, sondern auch auf die Wünsche und Bedürfnisse des anderen einzugehen. 

6. Schafft euch Freiraum!

Paare, die aufgrund der derzeitigen Situation permanent zusammen sind, sollten sich bewusst Freiraum schaffen. Dabei geht es nicht darum, dass ihr einander nicht mehr sehen wollt. Aber in so einer Situation sollte jeder die Möglichkeit bekommen, sich auch innerhalb der Wohnung zurückziehen zu können. Wenn ihr gemeinsam arbeitet, könnt ihr versuchen, in unterschiedlichen Zimmern zu arbeiten. Auch in der Freizeit ist es manchmal hilfreich, sich einen Rückzugsort zu suchen und vor allem Zeit mal ganz für sich alleine zu haben. Wie wäre es mal wieder mit einem schönen Buch, einer kleinen Sporteinheit oder einer Runde Yoga? Dann könnt ihr euch später zu einem „Date“ verabreden und wieder bewusst gemeinsam Zeit miteinander verbringen. Bei Paaren mit Kindern ist dies natürlich deutlich schwerer. Es bleibt in vielen Fällen kaum Zeit zu zweit, da ist es natürlich umso schwieriger, Zeit für sich alleine zu finden. Aber manchmal reichen schon ein paar Minuten, in denen du etwas machen kannst, was dir wirklich gut tut. Sprecht als Paar darüber, was ihr euch wünscht und wie ihr das vereinbaren könnt. 

7. Ruhe bewahren!

Natürlich kann es besonders in stressigen Situationen zum Streit kommen. Eine Auseinandersetzung ist prinzipiell nichts Schlimmes. Eskalieren sollte es dennoch nicht. Daher könnt ihr vorher gemeinsam ein Codewort festlegen, das jeder von euch einsetzen kann, wenn der Streit eskaliert. Wenn sich die Situation beruhigt hat, könnt ihr wieder aufeinander zugehen und in Ruhe über das Problem sprechen. In der Zeit kann jeder für sich reflektieren, worüber ihr euch gerade so ärgert. Wichtig ist außerdem, dass ihr eure Grenzen akzeptiert. Wenn dich dein(e) Partner*in während der Auseinandersetzung um etwas bittet (z.B. um eine Unterbrechung des Streites), dann solltest du dies respektieren. Andersherum natürlich genauso. So vermeidet ihr, dass die Situation noch hitziger wird oder sogar eskaliert. 

Natürlich könnt ihr euch als Paar auch Unterstützung suchen. Es gibt Online-Paarcoaching oder Online-Paartherapien, wie „Paarbalance“, „Couplecoaching“ oder auch „Paarlife“. Das sind erste Anlaufstellen, die euch in der Krise helfen können. Es ist immer okay, sich Hilfe zu holen, wenn man nicht weiter weiß. Wir hoffen dennoch, dass euch die Tipps helfen werden, als Paar gestärkt aus der Corona-Krise herauszugehen und aus der derzeitigen Situation das Beste zu machen. Passt aufeinander auf und bleibt vor allem schön gesund! 

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