Wie stressig ist Zugfahren mit Kind wirklich?

Der Sommerurlaub steht bevor und du überlegst gemeinsam mit Kind und Kegel im Zug zu reisen? Dann hast du eine Entscheidung für eine stressfreie und äußerst komfortable Reise getroffen, solange du einige Tipps befolgst. Schließlich muss das Zugfahren mit Baby oder Kind nicht immer stressig sein - die ganze Familie kann eine entspannte Reise auch in vollen Zügen genießen.

Was kann ich tun, um stressfrei zu reisen?

Ok, zugegeben, mit der Bahn zu reisen macht als Pendler nicht immer richtig Freude. Anders kann das aber werden, sobald du mit der Familie on Tour gehst. Kümmerst du dich früh genug um eure Zugreise und beachtest du die goldenen Regeln für die Familienreise auf den Gleisen, kommt ihr ausgeruht und glücklich an ihrem Reiseziel an, versprochen!

Wähle clever den richtigen Reisezeitpunkt!

Sicherlich hast du keine Lust, mit Kind und Kegel in einem überfüllten Zug zu reisen. Deshalb solltest du bereits bei der Auswahl eures Reisezeitpunkts mitdenken. Besonders clever ist es, unter der Woche oder am Samstag zu verreisen. Hier werden außerdem häufig die günstigsten Sparpreise angeboten. Vermeiden solltet ihr Buchungen für Reisen am Freitag oder an Sonn- und Feiertagen. Die meisten Berufspendler reisen schließlich dann in die Heimat oder zurück zur Arbeit.

Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Wusstest du, dass die Bahn auf allen Fernstrecken jede Menge Tickets zum Sparpreis anbietet? Für diese tollen Reiseangebote gilt jedoch, dass der frühe Vogel den Sparpreis fängt. Von daher solltet ihr eure Reise ein paar Monate im Voraus buchen, falls das möglich ist. Schnell sind die Sparpreistickets besonders auf beliebten Strecken vergriffen, so wie an langen Wochenenden, für Reisen in den Schulferien oder an Feiertagen.

Sitzplätze unbedingt reservieren - und zwar die Richtigen!

Schön wäre es doch, entspannt reisen zu können, ohne dabei gestört zu werden oder gar die anderen Fahrgäste zu stören! Für das bestmögliche Reiseerlebnis mit Kind oder Baby hat sich die Deutsche Bahn deshalb die Kinderabteile ausgedachte, welche aber häufig als erstes ausgebucht sind. Ähnlich praktisch für Reisende mit Baby sind die Abteile der zweiten Klasse, in welchen das Wechseln der Windeln unbeobachtet vonstattengehen kann und selbst Mami ein Nickerchen halten kann. Reist du jedoch mit einem Kleinkind, sind die Plätze im Abteil mit den Tischen ebenfalls sehr gut geeignet! Hier könnt ihr malen, basteln und essen und gleichzeitig einen kleinen Rundgang durch den Zug machen.

Bitte pass bloß auf, dass du nicht versehentlich mehrere Plätze im Ruheabteil buchst und die Zugreise zu einem Dilemma wird!  

Alles für den Pott

Glücklicherweise gibt es in fast jedem Zug der Bahn ein WC, in welchem ein Wickeltisch vorzufinden ist. Meist befindet sich der ausklappbare Tisch zum Wickeln im größeren Raum der Rollstuhltoilette. Gerade wenn ihr als Familie kein eigenes Abteil reservieren konnten, ist dies die einzige Möglichkeit, euren Sprössling während der Fahrt und ohne ungewünschte Zuschauer zu wickeln.

Übrigens sollten alle Töpfchentrainer auch an den passenden Toilettenaufsatz für die Zugreise denken! Auf den manchmal ganz schön unhygienischen Bahntoiletten gibt es nämlich keinen passenden Aufsatz für den Kinderpopo. Bestenfalls habt ihr dann noch ein paar Feuchttücher und Handdesinfektion dabei, um nach der Toilette alles wieder ins Reine bringen zu können.

Verpflegung und Beschäftigung

Kommt es zur Beschäftigung der Kleinen während der Fahrt, muss leider gesagt werden, es könnte stressig werden. Insbesondere bei längeren Fahrten und ab einem Alter von mehreren Monaten ist da nichts mehr mit Stillsitzen oder friedlich durchschlafen. Deshalb solltest du auf Nummer sicher gehen und jede Menge Beschäftigungsmaterial mitnehmen. Größere Kinder wollen vielleicht malen, lesen, Musik hören oder dürfen eventuell auch mal ein Spielchen auf dem Handy spielen. Kleinere Kinder wollen vielleicht lieber krabbeln und alles in den Mund nehmen.

Solltest du also mit deinem Krabbelkind in den Zug steigen und es nicht mehr geschafft haben, ein Kinder- oder Familienabteil zu reservieren, solltest du in jedem Fall an eine Krabbeldecke denken. Diese Decke sollte nicht unbedingt schmutzempfindlich sein, legst du sie auf den Boden des Zuges, um dem Sprössling das Krabbeln zu ermöglichen. Viele Feuchttücher und das häufige Händewaschen während der Fahrt frischen bei dir eventuell das Gewissen auf, krabbelt dein Kind unerwartet durch den Zugabteil.

Und bevor wir es vergessen: Das Bordbistro bietet den kleinen Reisenden zwar Süßkram und Pommes, jedoch keine gesunden Zwischenmahlzeiten oder Getränke. Nebst den Spielutensilien für die Fahrt solltest du eine separate Tasche mit Proviant nicht vergessen. Snacks und jede Menge Getränke solltest du mit dir führen, schließlich was der Zuggast ja nie, wie viel Verspätung die Fahrt heute mit sich bringt.

Wenn es doch mal später wird...

Es ist ja kein Geheimnis, dass in den letzten Jahren nur knapp 77% der Fernzüge von der Deutschen Bahn tatsächlich pünktlich an ihr Ziel gekommen sind. Müsst ihr bei eurer Zugreise umsteigen, solltet ihr deshalb unbedingt die Zeit im Auge behalten. Am besten sucht ihr euch nämlich eine Verbindung heraus, bei welcher ihr mit einem großen Puffer umsteigen könnt. Bis das Gepäck, der Kinderwagen und die Familie selbst nämlich auf dem anderen Bahnsteig steht, können gut gerne schon einmal 20 Minuten vergehen!

Der Zugschaffner kann euch bei Verspätungen übrigens eine Ersatzverbindung heraussuchen, falls der Anschlusszug bei eurer Ankunft am Bahnhof schon über alle Berge ist. Im Ersatzzug könnt ihr dann jedoch nicht auf reservierte Plätze zurückgreifen.

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