Milchstau – was du über dieses Stillproblem wissen musst

Im Wochenbett wirst du deinen Sprössling richtig gut kennenlernen! Durch das häufige Stillen kommt ihr euch näher. Nach einigen Wochen kann das Stillen jedoch auf einmal schmerzhaft werden. Der Grund dafür könnte in einem sogenannten Milchstau liegen.

Was ist ein Milchstau?

Ist ein Milchkanal verstopft, staut sich hier die Muttermilch. Die Rede ist dann von einem Milchstau, der mit einem Knötchen in der Brust daherkommt. Auch die Haut oberhalb des Milchstaus ist meist besonders berührungsempfindlich und gerötet. Ein Milchstau entsteht meist nicht direkt zum Anfang des Stillens, sondern Wochen oder Monate nach der Geburt des Kindes. In den meisten Fällen ist der Stau in der Brust mit Schmerzen verbunden, kann aber leicht behandelt werden. Wusstest du, dass ein Milchstau oft stressbedingt ist? Stillst du im Stress und legst somit die Brust nicht richtig an, kann es schnell zu dem Muttermilchstau kommen. Zudem solltest du stets die Größe deines Still-BHs richtig wählen. Ist dieser nämlich zu klein, kann es aufgrund des Drucks auf deinen Busen ebenfalls zu einem Milchstau kommen.

Ist von dem Milchstau auch mein Baby betroffen?

Oftmals tritt ein Milchstau auch dann auf, wenn vom Stillen auf die Brei- oder die Beikost umgestellt wird. Dein Kind nimmt dann weniger Muttermilch zu sich, diese wird aber trotzdem weiter von dir produziert. Hier muss sich die ganze Situation erst einmal einspielen. Ist es dann zu einem Milchstau gekommen, musst du dir keine Sorgen darüber machen, dass es deinem Baby schaden könnte. Es ist lediglich meist schmerzhafter für dich, dem Kind die Brust zu geben. Außerdem muss es stärker saugen, da der Milchfluss ebenfalls etwas eingeschränkt ist. Eventuell hilft es dir in dieser Situation, deine Muttermilch abzupumpen und deinen Sprössling kurzzeitig mit der Flasche zu füttern.

Wie kann ich einen Milchstau verhindern?

Wie bereits erwähnt, entsteht ein Milchstau nicht selten durch zu viel Alltagsstress, mangelnden Schlaf und Zeitdruck beim Stillen. Um den Stau in der Brust möglichst vorzubeugen, können dir deshalb beispielsweise diese Tipps helfen:

1. Zu enge Kleidung schadet nur

Natürlich willst du dich als frischgebackene Mutti ordentlich stylen, dennoch gilt, dass du keine Kleidung tragen solltest, die an der Brust eng anliegt. Auch die Größe deines Still-BHs sollte ordentlich gewählt werden. Dies bedeutet, dass ein zu enger Busenhalter einen Milchstau fördern kann.

2. Viel Zeit zum Stillen nehmen

Dein Sprössling wird nach der Geburt und bis zur Beikost oft nach deiner Brust fragen. Das ist auch vollkommen in Ordnung, denn in Sachen Stillen gibt es kein Maximum. Sobald dein Kind hungrig wird, kannst du es richtig anlegen. Dies bedeutet, dass du dir viel Zeit nehmen musst und die richtige Atmosphäre für das Stillen deines Säuglings schaffen solltest. Stress ist hier wirklich hinderlich. Schicke Besucher also aus dem Raum, mach es dir im Bett mit dem Kind gemütlich und nimm dir so viel Zeit, wie ihr beide eben braucht.

3. Von Brust zu Brust

Du kannst bei jedem neuen Stillen zwischen deinen beiden Brüsten wechseln, sodass niemals nur mit einer Brust gestillt wird. Auch während des Stillens kannst du von Zeit zu Zeit die Brustwarze wechseln und schauen, ob dein Kind damit zurechtkommt. So entleerst du beide Brüste von der Muttermilch und es kommt seltener zum Milchstau.

Was hilft bei einem Milchstau?

Ist es dann doch dazu gekommen, dass sich ein schmerzhafter Milchstau bei dir gebildet hat, gibt es allerlei Hausmittelchen und Tricks, um diesen möglichst zeitnah wieder abheilen zu lassen.

1. Wärme hilft gegen die Verstopfung

Eine heiße Dusche, ein warmes Bad oder ein Kischkernkissen können die Durchblutung der betroffenen Brust anregen. Vor dem Stillen solltest du den Busen also etwas anwärmen, damit der Milchfluss gesteigert wird und die Schmerzen zurückgehen.

2. Kälte stillt den Schmerz

Nach dem Stillen solltest du genau das gegenteilige Programm an den Tag legen: Kalte Wickel, beispielsweise mit Quark oder Kamillentee hergerichtet, sorgen anschließend dafür, dass die gereizten Stellen schnell wieder ruhig werden und der Schmerz nachlässt.

3. Stress ist nichts für dich

Wie bereits häufiger erwähnt, ist es wichtig, dass du dich entspannst! Bestimmte Massagetechniken können dir dabei helfen, Stress zu lindern, so etwa eine Rücken- oder Nackenmassage. Lass den Haushalt ruhig erst einmal links liegen oder frag nach Hilfe, denn der Milchstau muss abheilen. Dafür benötigt dein Körper Ruhe, Gelassenheit und Entspannung!

Kennst du schon? >> Aller Anfang ist schwer - 8 Tipps für stillende Mütter

 

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