Schütteltrauma: Warum ist es so schlimm? - Wenn Eltern die Nerven verlieren

Jährlich werden den Ärzten in Deutschland 100 bis 200 Säuglinge vorgestellt, welche unter einem sogenannten Schütteltrauma leiden. Doch was ist eigentlich ein Schütteltrauma und was passiert, wenn die Eltern, insbesondere von Schreibabys, die Nerven verlieren und das Kind schütteln? Welche Folgen können zudem auftreten?

Was ist das Schütteltrauma?

Das Schütteltrauma, so ist der medizinische Begriff, ist das Schütteln des Neugeborenen. Durch dieses starke Schütteln des Babys können unterschiedliche Verletzungen auftreten. Da das Neugeborene im Vergleich zum schmalen Körper einen besonders großen und schweren Kopf hat, kann die Nackenmuskulatur die starken Bewegungen nicht eigenständig ausgleichen. Es kann dann dazu kommen, dass sich Einblutungen im Gehirn bilden. Man spricht dann auch von einem Schädelhirntrauma. Zudem können die peitschenartigen Bewegungen des Kopfes auch zu Verletzungen des Hirnstammes oder des Nackenbereiches führen. Hier sitzt das Atemzentrum der Kleinen, sodass es schnell zu Atemaussetzern bis hin zum Tode kommen kann.

Welche Folgen und Spätfolgen kann es haben?

Nicht alle Folgen des Schütteltraumas sind bei den Kleinen sofort bemerkbar, häufig treten somit Spätfolgen auf. Wurde das Kind geschüttelt, sind in den meisten Fällen keine äußeren Anzeichen dafür erkennbar. Blaue Flecken oder Verletzungen der Haut sind oft nicht sichtbar. Vielmehr äußert sich das Schütteltrauma durch einige Symptome wie Müdigkeit, Erbrechen, Trinkschwäche, Schreckhaftigkeit oder durch Herzrhythmus- und Atemstörungen.

Auch die neurologischen Schäden bleiben oft nicht aus: Nach Monaten oder Jahren kommt es häufig zu Seh- oder Sprechstörungen. Die Entwicklung des Babys kann demzufolge eingeschränkt werden. Auch körperliche- und geistige Behinderungen können als Folge eines Schütteltraumas auftreten. Einige Babys kommen durch die neurologischen Schäden auch zu Tode.

Mögliche Komplikationen während der Schwangerschaft

Da es sich bei der Plazenta durchaus um ein unendlich wichtiges Organ handelt, das dein Ungeborenes versorgt, können natürlich auch Komplikationen auftreten, funktioniert der Mutterkuchen nicht richtig oder ist dieser an der falschen Stelle vorzufinden. Befindet sich der Mutterkuchen im unteren Teil der Gebärmutter, spricht man von einer Plazenta praevia. Hier ist der Muttermund durch die Plazenta verdeckt und eine natürliche und spontane Geburt ist nicht möglich. Meist wird dann ein Kaiserschnitt zur Entbindung des Kindes durchgeführt. Zudem kommt es bei einigen, sehr wenigen Schwangerschaften dazu, dass sich die Plazenta vorzeitig ablöst. Dies kann beispielsweise durch einen Sturz oder einen Schlag geschehen. Ebenfalls für ein vorzeitiges Ablösen des Mutterkuchens verantwortlich ist ein hoher Tabak- und Alkoholkonsum, so wie Drogenmissbrauch während der Schwangerschaft.  

Wenn die Eltern die Nerven verlieren

Das Schütteltrauma betrifft Babys aller Bildungsschichten, schließlich kann jeder Elternteil einmal die Nerven verlieren. Insbesondere Eltern von Schreibabys sind häufig so wütend, erschöpft und genervt, dass es zum Schütteln des Kindes kommen kann. Wichtig ist, sich rechtzeitig Hilfe zu holen. In schwierigen Situationen, in welchen das Baby unentwegt schreit und nicht ruhig zu stellen ist, sollte der betreffende Elternteil das Kind auf dem Boden oder im Bettchen ablegen und einige Minuten lang den Raum verlassen, um zur Ruhe zu kommen. Sind die jungen Eltern durch den Alltag mit einem Schreibaby gestresst, lohnt es sich in jedem Falle, Hilfe von der Familie und von Freunden anzunehmen sowie Beratungsstellen aufzusuchen.

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