Interview mit Benny von „hej barn“

Mit den zuckersüßen Krabbelschuhen von "hej barn" zieht skandinavisches Flair bei Baby Sweets ein. Wir haben uns mit dem Gründer Benny getroffen, um uns mit ihm über sein junges Babymodelabel zu unterhalten. Hierbei stand er uns unter anderem Rede und Antwort zu wichtigen Themen wie Nachhaltigkeit, Produktqualität und Kundenbindung: 

Zugegeben - ein Mann im "Baby-Schuhe" Business ist schon etwas Besonderes! Wie bist du auf diese Thematik gekommen und seit wann betreibt ihr den Online-Shop?

Da gebe ich Euch recht. Ein Mann ohne eigene Kinder gründet ein Babymodelabel. Das klingt zuerst vielleicht ein wenig merkwürdig. Es war ein langer Weg zu diesem Schritt und es gibt eine Vielzahl an Gründen, wie ich dazu gekommen bin ein Babymodelabel zu gründen, das Krabbelschuhe und Schnullerbänder herstellt.

Ich bin inzwischen 7-facher Onkel und ich gehe in der Rolle als Onkel sehr auf. Die Idee zum eigenen skandinavischen Babymodelabel spukte lange in meinem Kopf. Zu dem Zeitpunkt arbeitete ich noch als Grafikdesigner bei einem großen Kaffeekonzern. Bei der Geburt meiner Nichten und Neffen stand ich immer wieder vor der Frage „Was soll ich zur Geburt schenken?“. Ich war immer auf der Suche nach besonderen Kleidungsstücken. Es sollte aus nachhaltiger Produktion stammen und auch nachhaltig im Kopf der Eltern bleiben. Das war jedoch gar nicht so leicht wie gedacht. Zum einen ist es schwer schlichte Babymode zu finden und zum anderen fehlte es mir an Transparenz was Produktion und Herkunft der verwendeten Materialien anging. Nachdem ich Ende 2016 meine Festanstellung aufgegeben habe, hat es ganze 1,5 Jahre gedauert, bis ich einen verlässlichen Produzenten gefunden habe. Seitdem produziert eine Näherei in Polen unsere Krabbelschuhe. Während der Produktion bin ich dann auch auf Leder-Schnullerbänder aufmerksam geworden und dachte mir, dass sich diese super mit den Krabbelschuhen kombinieren lassen und zudem das Sortiment von hej barn perfekt ergänzen würden. 

Die Krabbelschuhe bestechen vor allem durch ihre schlichten und stilvollen Designs. Dies spiegelt sich auch auf eurer Website wider. Erzähl doch mal, was hinter dem Firmennamen sowie dem Logo steht!

Bevor ich auf das Logo und den Firmennamen näher eingehe ist es wichtig die Geschichte dahinter zu kennen.

Ich glaube ich bin einer der größten Schweden-Fans den es gibt. Ich bin bis ins Erwachsenenalter jedes Jahr mehrmals mit meinen Eltern nach Schweden gefahren. Das erste Mal war ich im Alter von einem Jahr dort. Mich hat das Land mit seiner Natur und Mentalität sehr stark geprägt. Unsere ehemaligen Vermieter sind inzwischen zu meinen Schweden-Eltern geworden. Mich hat es immer fasziniert wie ein so großes Land mit so wenigen Einwohnern es schafft in jeder Branche weltweit bekannt zu sein. H&M, IKEA, Spotify, Abba. Alles weltweit bekannte Größen in Ihrer Branche. Wenn man oft in das Land reist und sich mit den Menschen austauscht, merkt man schnell warum das so ist. Zum einen ist die Natur sehr inspirierend und zum anderen wird Kreativität und Unternehmertum sehr stark vom Staat gefördert. 

hej barn ist schwedisch und bedeutet übersetzt „Hallo Kind“. Wir möchten mit dem Label jedes Kind auf der Welt willkommen heißen. Unser Logo stellt einen Elch dar und ist ein weiterer Bezug zu dem wohl bekanntesten Tier Schwedens.

Die Schweden bzw. die Skandinavier stehen weltweit für schlichte Designs und die Verwendung hochwertiger Materialien. All unsere Designs greifen diesen Stil auf. Hinzu kommt, dass selbst jedes unserer Produkte einen schwedischen Namen hat.

Was macht „hej barn“ deiner Meinung nach so besonders?

hej barn ist authentisch. Wir haben eine Geschichte zu erzählen und wir wollen nicht eines unter vielen Babymodelabels sein. Wir wollen Eltern und Kinder glücklich machen. Für uns gibt es nichts Schöneres als zu wissen, dass es da draußen Kinder gibt die mit unseren Krabbelschuhen das Laufen lernen.

Wir verwenden für die Krabbelschuhe und Schnullerbänder nur hochwertige Leder aus Deutschland und Italien. Unsere Produzenten produzieren die Leder unter Einhaltung der strengen EU-Richtlinien. Das ist sehr wichtig, da wir nur so garantieren können, dass keine gefährlichen Schadstoffe im Leder sind. Hinzu kommt, dass unsere Leder weich & stabil zugleich sind. Viele Krabbelschuhe werden aus viel zu dünnem Leder hergestellt. Dies hat zur Folge, dass sie nicht lange halten und schon beim Kauf sehr zerknautscht aussehen.

Des Weiteren erleichtern wir den Eltern durch das schlichte Design das Kombinieren mit anderen Kleidungsstücken. 

“Nachhaltigkeit“ ist in unserer modernen Gesellschaft ein großes Thema. Auch für euch spielt diese Thematik keine unbedeutende Rolle. Was hat „hej barn“ in puncto Nachhaltigkeit zu bieten?

Nachhaltigkeit wurde in der Modebranche leider über sehr viele Jahre stark vernachlässigt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass immer mehr Modelabels Verantwortung für die Umwelt und auch die Näherinnen und Näher übernehmen.

Nachhaltigkeit ist für uns die Säule auf der wir hej barn aufgebaut haben. Wir wollen einen bleibenden Eindruck bei den Eltern und den Kinder hinterlassen und keinen bleibenden CO2-Fußabdruck. Natürlich ist es nicht möglich gar keinen CO2-Fußabdruck zu hinterlassen. Wir geben jedoch jeden Tag unser Bestes um ihn so gering wie möglich zu halten.

Alle für unsere Produktion verwendeten Materialien stammen aus Europa. Unsere Leder kommen aus Deutschland und Italien und unsere Produktion befindet sich in Polen. Das deutsche Leder ist sogar mit dem „Blauer Engel“ für eine besonders nachhaltige Lederproduktion zertifiziert.

Auch der Transport ist bei uns so grün wie möglich. Aus diesem Grund verschicken wir unsere Pakete mit DHL GoGreen. Das bedeutet, dass wir einen CO2-Ausgleich für den Transport zahlen. Dieser fließt dann wiederum in nachhaltige Projekte wie z.B. der Finanzierung des Aufbaus der Elektro-Auto-Flotte von DHL.

Die richtige Auswahl des „Leders“ steht bei euch im Fokus. Woher bezieht ihr eure Ware und welche besonderen Eigenschaften spielen bei der Auswahl eine Rolle?

Unsere Glattleder stammen aus Deutschland und sind mit dem „Blauer Engel“ für eine besonders emissionsarme und umweltschonende Lederproduktion zertifiziert. 

Unsere Wildleder beziehen wir aus Italien. Der Produzent war Teil des von der EU finanzierten Programms greenLIFE (Green Leather Industry for the Environment). Das Ziel des Programms war es die Auswirkungen der Lederherstellung auf die Umwelt zu reduzieren.

Der Grund die Leder in Europa zu beziehen besteht darin, dass die EU eine der weltweit strengsten Richtlinien für die Lederproduktion erlassen hat. Diese garantiert, dass die Leder frei von gesundheitsgefährdenden Schadstoffen wie z.B. Chrom-VI sind. Das ist unglaublich wichtig, da unsere Krabbelschuhe gerne barfuß getragen werden und Schadstoffe somit von der Haut der Kinder aufgenommen werden könnten.

Eine weitere wichtige Rolle spielt die Dicke des Leders. Es sollte schön weich und dennoch stabil sein. Die Krabbelschuhe sollen ein Barfuß-Gefühl vermitteln und gleichzeitig die Füße schützen und stützen. 

Zu jedem Paar eurer Krabbelschuhe gibt es ein passendes Leder-Schnullerband. Was ist die Intention hinter diesem tollen Kombi-Angebot? 

Wir haben den größten Respekt vor der Leistung einer jeden Mama und eines jeden Papas, die täglich alles für das Wohlergehen ihrer Kleinen tun. Da dies jedoch nicht immer so einfach ist, wollten wir den Eltern das Kombinieren unserer Produkte mit anderen Kleidungsstücken so einfach wie möglich machen. Krabbelschuhe und Schnullerbänder sind im Gegensatz zu z.B. Bodies immer sichtbar. Wenn also das Schnullerband zum Krabbelschuh passt, sieht das Ganze gleich sehr harmonisch aus und man kann so gut wie jedes Kleidungsstück dazu anziehen. 

Was ist euer Hauptabsatzkanal?

Aktuell verkaufen wir über unseren eigenen Onlineshop www.hejbarn.de, über unseren etsy-Shop https://www.etsy.com/de/shop/hejbarn und seit Anfang Mai gibt es unsere Produkte auch bei Baby Sweets zu kaufen. Der Hauptabsatzkanal ist somit das Online-Geschäft.

Aktuell sind wir dabei dieses durch weitere Kooperationen mit anderen Onlineshops auszubauen. Im selben Zuge führen wir auch erste Gespräche mit stationären Einzelhändlern, da viele Kunden die Produkte gerne in die Hand nehmen, bevor Sie sie kaufen.

Wie seid ihr auf Baby Sweets aufmerksam geworden & was hat euch dazu bewegt eure Produkte auch bei uns anbieten zu wollen?

Auf Baby Sweets bin ich das erste Mal durch die TV Werbung aufmerksam geworden. Wie der Zufall es so wollte hat ein Freund von mir wenig später Tino, einen der Babysweets Gründer, kennengelernt und den Kontakt zu mir hergestellt.

Seit Anfang Mai findet man eure Produkte nun auch in unserem Online Shop. Was erhofft ihr euch von dieser Kooperation?

Hej barn ist aktuell eher ein Geheimtipp bei Mamis und Papis. Mit der Aufnahme unserer Produkte in das Sortiment von Baby Sweets, öffnen wir uns das erste Mal einem größeren Publikum. Gleichzeitig ergänzen wir das Sortiment von Baby Sweets im Bereich Krabbelschuhe und Schnullerbänder, wodurch der Kunde eine noch größere Produktauswahl hat.

Mit der Kooperation möchten wir hej barn als Marke bekannter machen und eure Kunden von der Qualität unserer Produkte überzeugen. 

Was tut ihr, um das Vetrauen eurer Kunden zu gewinnen und dies auch langfristig zu erhalten?

Für uns stehen Transparenz und Kundennähe im Vordergrund. Unser Onlineshop ist wie ein offenes Buch, in dem der Kunde ganz genau nachvollziehen kann, wo die Produkte hergestellt werden, woher die Leder kommen, was wir in puncto Nachhaltigkeit tun uvm. Wir nehmen uns außerdem viel Zeit, um Kundenanfragen individuell zu beantworten. Die langfristige Bindung der Kunden an die Marke hej barn geschieht letztendlich durch die Qualität unserer Produkte. Wir sind stolz sagen zu können, dass wir seit der Markteinführung unserer Produkte keine Retouren oder negatives Feedback erhalten haben.  

Wo siehst du euch und die Marke "hej barn" in 5 Jahren?

Ich sehe hej barn in 5 Jahren als festen Bestandteil im Sortiment großer als auch kleiner Einzelhändler und Onlineshops. Unser Sortiment wird sich bis dahin stark erweitert haben. Lauflernschuhe oder auch Schuhe für Kinder über 3 Jahren würden unser Sortiment gut ergänzen. Auch Textilien wären denkbar. Wir werden außerdem eine Produktlinie mit veganem Leder als Alternative anbieten. In 5 Jahren sehe ich hej barn zudem in Österreich als auch der Schweiz. Und wer weiß, vielleicht sogar auch in der eigentlichen Heimat Schweden ;) 

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