Wochenbettdepression – Hilfreiche Tipps zur Vorbeugung und Behandlung

Wusstest du, dass bis zu zwanzig Prozent der Mütter in Deutschland nach der Geburt an einer sogenannten Wochenbettdepression leiden? Nicht zu verwechseln ist diese psychische Erkrankung mit dem Babyblues, welcher in der Regel nur wenige Wochen anhält und anschließend von allein wieder abklingt. Es gibt bestimmte Anzeichen, die auf eine Wochenbettdepression nach der Geburt hindeuten. Für diese Depression gibt es weiterhin natürlich zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten.

1. Schlafstörungen, Ruhelosigkeit und Lustlosigkeit

Die Wochenbettdepression kommt mit vielerlei Anzeichen daher und kann von einigen frischgebackenen Müttern erst gar nicht richtig eingeordnet werden. Wann die sogenannte Depression nach der Geburt auftritt, ist ebenfalls sehr unterschiedlich. So kann es fast direkt nach der Entbindung mit den ersten Symptomen losgehen, doch auch nach einem halben Jahr oder später kann die Wochenbettdepression noch auftreten. Symptome wie Schlafstörungen und Ruhelosigkeit können Folgen dieser depressiven Phase sein. Wenn du außerdem an starker Lustlosigkeit leidest und sich dein normaler sowie fröhlicher Alltag schon lange von dir verabschiedet hat, kann dies ebenfalls ein Anzeichen für eine Wochenbettdepression sein.

2. Stimmungstief, Traurigkeit und Überforderung

Ein dauerhaftes Stimmungstief, welches sich natürlich negativ auf dein Leben und deine Familienangehörigen auswirken kann, ist ein sicheres Anzeichen für eine Wochenbettdepression. Außerdem wirst du meist von Traurigkeit geplagt, die sich oft nicht einmal erklären lässt. Für deine Traurigkeit gibt es also keinen konkreten Auslöser. Die Wochenbettdepression macht sich auch durch deine Überforderung bemerkbar. Die kleinsten Dinge erscheinen dir dann nicht machbar, während jede Bitte an dich in vollkommener Überforderung enden kann.

3. Freudlosigkeit, Desinteresse und schwindendes Selbstwertgefühl

Weitere Symptome, die auf eine Wochenbettdepression schließen lassen, sind die Freudlosigkeit und das Desinteresse. Während deine Familie vielleicht freudig auf das neue Familienmitglied blickt, wirst du eventuell sogar mit Abneigung auf das Baby reagieren. Auch die sozialen Kontakte interessieren dich meist kaum mehr, leidest du unter den Depressionen des Wochenbetts. All deine Traurigkeit, deine Lustlosigkeit und deine Überforderung münden dann nicht selten darin, dass dein Selbstwertgefühl stark sinkt. Du kannst dich als Mutter weniger wertschätzen und vielleicht auch als Person nicht mehr.

4. Wie kann die Wochenbettdepression behandelt werden?

Solltest du eine Veränderung an dir bemerken oder sogar dein Partner, deine Freunde oder deine Familie ebenfalls Veränderungen in deiner Persönlichkeit bemerkt haben, ist es in jedem Falle ratsam, einen Arzt aufsuchen oder mit deiner Hebamme Rücksprache zu halten. Die Behandlung besteht meist aus der Einnahme von Medikamenten und aus einer Gesprächstherapie. Manchmal ist auch eine Auszeit nötig, sodass du vielleicht gemeinsam mit deinem Baby in die Kur oder in eine Klinik gehst. In jedem Fall ist es wichtig, das Gespräch mit Nahestehenden zu suchen und bestenfalls so schnell wie möglich ärztliche Hilfe anzunehmen. Einer Wochenbettdepression kann kaum vorgebeugt werden. Dennoch gibt es einige Dinge, die du vor und nach der Geburt tun kannst, um einer möglichen Depression so gut es geht aus dem Weg zu gehen:

  • ausreichend Schlaf
  • richtiges und regelmäßiges Essen
  • Sport und frische Luft
  • Auszeiten und Spaziergänge
  • die Hilfe von Partner, Familie und Freunden fordern sowie annehmen

 

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