Wissenswertes über die Plazenta – der Mutterkuchen als wichtiges Versorgungsorgan

In einigen Kulturen gilt sie als Wundermittel – die Rede ist hier von der Plazenta, welche sich nach der Geburt aus der Gebärmutter löst und ausgeschieden wird. Der Mutterkuchen ist ein wichtiges Organ, welches die Versorgung des Ungeborenen garantiert und gleichzeitig für die Hormonproduktion verantwortlich ist.

Was ist eigentlich die Plazenta?

Die Tage der Plazenta sind gezählt, schließlich stirbt dieses mütterliche Organ wenige Minuten nach der Geburt ab – es hat alle wichtigen Aufgaben erfüllt. Während der Schwangerschaft versorgt die Plazenta, auch bezeichnet als Mutterkuchen, nämlich das Ungeborene mit wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und mit Sauerstoff. Dies geschieht über die Nabelschnur. Zudem weist die Plazenta eine Schranke auf, welche verhindert, dass schädliche Stoffe zu dem zukünftigen Neuankömmling gelangen. Der Mutterkuchen entsteht aus einem Teil der befruchteten Eizelle, welcher in die Gebärmutterschleimhaut einwächst. Während der neun Monate vor der Geburt kann die Plazenta bis zu zwanzig Zentimeter groß werden. Direkt nach der Geburt wiegt der Mutterkuchen meist um die fünfhundert Gramm.

Die Funktionen des Mutterkuchens

Wie bereits erwähnt versorgt der Mutterkuchen das Ungeborene dauerhaft mit allen benötigten Nährstoffen und Vitaminen, gleichzeitig aber auch mit Sauerstoff. Dies gelingt durch die Verbindung mit der Nabelschnur. Zudem produziert die Plazenta wichtige Hormone, welche die Gesundheit während der Schwangerschaft garantieren, so etwa Progesteron. Wusstest du übrigens, dass die Plazenta ebenfalls Abfallstoffe des Embryos entsorgt? Das Kohlenstoffdioxid wird beispielsweise durch den Mutterkuchen ausgeschieden.

Mögliche Komplikationen während der Schwangerschaft

Da es sich bei der Plazenta durchaus um ein unendlich wichtiges Organ handelt, das dein Ungeborenes versorgt, können natürlich auch Komplikationen auftreten, funktioniert der Mutterkuchen nicht richtig oder ist dieser an der falschen Stelle vorzufinden. Befindet sich der Mutterkuchen im unteren Teil der Gebärmutter, spricht man von einer Plazenta praevia. Hier ist der Muttermund durch die Plazenta verdeckt und eine natürliche und spontane Geburt ist nicht möglich. Meist wird dann ein Kaiserschnitt zur Entbindung des Kindes durchgeführt. Zudem kommt es bei einigen, sehr wenigen Schwangerschaften dazu, dass sich die Plazenta vorzeitig ablöst. Dies kann beispielsweise durch einen Sturz oder einen Schlag geschehen. Ebenfalls für ein vorzeitiges Ablösen des Mutterkuchens verantwortlich ist ein hoher Tabak- und Alkoholkonsum, so wie Drogenmissbrauch während der Schwangerschaft.  

Die Plazenta als besonderes Heilmittel

Zwar hat die Plazenta nach der Geburt meist ihren Dienst erfüllt und wird noch im Krankenhaus entsorgt, jedoch findet der Mutterkuchen als Heilmittel eine immer stärkere Bedeutung in Deutschland und im Rest der Welt. Einige Eltern entscheiden sich dafür, den Mutterkuchen nach der Geburt zu behalten und beispielsweise einen Baum für das Kind auf der Plazenta zu pflanzen. Außerdem kann ein Stück des Mutterkuchens dafür verwendet werden, heilsame Globuli herzustellen, welche dann gegen Zahnschmerzen, für die stärkere Milchproduktion oder gegen Stress und Bauchschmerzen angewandt werden.

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