Was tun bei einer Windeldermatitis? – Tipps für einen gesunden Po beim Baby

Viele Eltern beschäftigt das Thema des wunden Pos, denn fast jedes Baby ist ab und an von Rötungen, Entzündungen oder von Pickelchen am Hinterteil betroffen. Die Gründe für das gereizte Popöchen sind vielfältig und reichen von Unverträglichkeiten bis hin zu mangelnder Hygiene. Jedoch kann der wunde Po beim Baby sehr gut mit Hausmittelchen und mit der richtigen Pflege beseitigt werden.

Woher kommt der wunde Po beim Baby?

Hat dein Baby etwas gegessen, das vorab noch nie auf dem Speiseplan stand? Vielleicht ist der wunde Po nämlich durch eine Lebensmittelunverträglichkeit entstanden. Insbesondere bei der ersten, festen Mahlzeit kann es dazu kommen, dass der Magen streikt und der Po sich rötet. Weiterhin ist es natürlich auch möglich, dass das rote Popöchen durch das oft schmerzhafte Zahnen entstanden ist. Der Darm ist in dieser Zeit auf Trapp, der Stuhlgang verändert sich und kann nicht selten das Hinterteil angreifen. Deshalb gilt, dass möglichst sofort nach dem großen Geschäft die Windeln gewechselt werden sollte, damit es nicht zu einer sogenannten Windeldermatitis kommt, der ausgeprägten Form einer Entzündung am Babypopo.  

Was soll ich tun, wenn der Popo gerötet ist?

Ist der Popo lediglich gerötet und nicht entzündet oder wund, gibt es einige Möglichkeiten, die Rötung schnell zu stoppen. So ist es beispielsweise sehr ratsam, hautreizende Nahrungsmittel wegzulassen, zu denen vor allen Dingen Fruchtsäfte oder Zitrusfrüchte gehören. Außerdem solltest du hier stets darauf achten, dass der Popo vor dem Wickeln trocken ist. Ist er noch feucht oder gar nass, ist eine Entzündung des Hinterteils nämlich vorprogrammiert. Bei der Reinigung des Popos solltest du des Weiteren auf zu starke Reibung verzichten. Das strapaziert den kleinen Po nur zu stark.

Wie kann ich einen wunden Po vorbeugen?

Damit erst gar nicht zu einem geröteten oder zu einem wunden Babypopo kommt, kannst du vorarbeiten. Zur Vorbeugung des Problemchens mit dem Hinterteil ist es wichtig, dass du auf die Hygiene setzt. Das bedeutet, dass circa vier bis sechs Mal täglich die Windel gewechselt werden sollte. Zudem muss der Babypo immer trocken sein, sobald die neue Windel angezogen wird. Das ist die Voraussetzung dafür, dass es nicht zu einer schlimmen Entzündung kommt. Wusstest du übrigens, dass frische Luft nicht nur dem Hinterteil deines Babys guttut? Du solltest deinen Sprössling also so oft wie möglich ohne Windel strampeln, zappeln und krabbeln lassen. Wird der Popo dann noch möglichst sanft gereinigt, also ohne die Hilfe von Fechttüchern, sollte es nicht zu einem wunden Babypopo kommen.

1. So wird ein wunder Babypopo perfekt sauber gehalten

Ist es dann doch soweit gekommen, dass der kleine Po Rötungen und wunde Stellen aufweist, kannst du mit einigen Hausmitteln nachhelfen. Jetzt sollte der Fokus außerdem darauf liegen, das Hinterteil sanft zu reinigen. Alternativ kannst du weiterhin auf Stoffwindeln zurückgreifen. Sie sind stark luftdurchlässig und helfen der schnellen Heilung. Bezüglich der Reinigung ist Reibung natürlich verboten. Viel besser ist es, den Po nicht trocken zu reiben, sondern mit lauwarmer Luft zu föhnen oder mit einem Baumwollhandtuch abzutupfen. In jedem Fall sollte der Popo trocken sein, auf Creme solltest du verzichten, da durch diese keine Luft an die Haut dringen kann.

2. Schwarztee als wunderbares Hausmittel

Wenn wir Erwachsenen krank sind, trinken wir Tee. Auch der wunde Babypopo kann Tee gut gebrauchen! Schwarztee oder Kamillentee sind wahre Multitalente, wenn es darum geht, die Wundheilung voranzutreiben und Rötungen auf natürliche Art zu lindern. Ein Popobad in abgekühlten Tee kann angewandt werden, während die beiden Tees natürlich auch für eine sanfte und zusatzstofffreie Reinigung angewandt werden.

3. Heilwolle entgegen der lästigen Rötung

Das Zauberwort bei einem wunden Babypopo heißt Heilwolle. Die Lanolin enthaltene Wolle kann Rötungen und Entzündungen lindern, sollte jedoch nicht bei offenen und blutigen Stellen am Popo angewandt werden. Mit der Hilfe der Heilwolle kann das feuchte Hinterteil nach der Reinigung abgetupft werden. Auch kann das Hausmittelchen in die trockene Windel eingelegt werden.

4. Wundersalben für das kindliche Hinterteil

Zwar sollte man den Babypopo nach der Reinigung nicht eincremen, damit ausreichend Luft in die Windel gelangt, jedoch kann bei einem akuten, wunden Po nicht auf Salbe verzichtet werden. Bestenfalls wird das kindliche Hinterteil eingecremt, bevor es ohne Windel an die Luft geht. Geeignet sind Cremes und Salben, die ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe beinhalten. Der Wirkstoff von Mandelöl, Calendula oder von der weißen Malve bietet sich hier hervorragend an.

5. Muttermilch als Segen für den Po

Für die Haut und die Gesundheit deines Babys sehr gut geeignet, ist deine Muttermilch. Das hört sich sicherlich komisch an, ist aber wahrlich ein Wundermittel. Die Muttermilch kann zur Reinigung, oder als Alternative zur Salbe und zur Creme Verwendung auf dem Babypopo finden.

Wann sollte ich mit dem wunden Babypopo zum Arzt?

Auch die besten Hausmittel können bei einer ernsthaften Entzündung oder Erkrankung nicht immer Hilfe leisten. Verschwinden die Rötungen oder die Wunden nicht nach zwei bis drei Tagen, oder verschlimmern sich diese sogar, ist der Kinderarzt aufzusuchen. Außerdem solltest du stets den Stuhlgang deines Sprösslings im Auge behalten. Ist dieser anders als sonst und beklagt sich das Baby über Schmerzen und Fieber, solltest du umgehend zum Arzt!

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.