Was du bei einer Brustentzündung tun kannst – 8 Tipps und Tricks

Durch einen Milchstau heraus entsteht die Brustentzündung, auch bezeichnet als Mastitis. Sobald du beim Stillen Schmerzen in der Brust verspürst und kleine Knoten ertasten kannst, ist es an der Zeit, einen Arzt aufzusuchen. Auch mit Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber kommt die Brustentzündung daher. Damit du es dennoch durch den Tag schaffst, können dir einige Tipps und Tricks dabei helfen, schnell wieder auf die Beine zu kommen und die Schmerzen zu lindern.

1. Das Zauberwort heißt: Stillen!

Auch wenn es schmerzhaft für dich ist, bei einer akuten Mastitis gibt es kein besseres Heilmittel als das Stillen. In der Regel sind bei der Brustentzündung nämlich die Milchgänge verstopft. Diese Verstopfung löst sich leichter, sobald die Milch fließt. Ist es dir aufgrund der Schmerzen nicht möglich, deinen Sprössling zur Brust zu nehmen, kann eine Milchpumpe hier Abhilfe schaffen.

2. Vorher Wärme, nachher Kälte

Vor dem Stillen solltest du die von der Entzündung betroffene Brust möglichst erwärmen, sodass die Milch ohne große Schmerzen austreten und fließen kann. Dies gelingt dir am besten mit einem warmen Kirschkernkissen oder einer Rotlichtlampe. Zudem können warme Kompressen auf die betroffene Stelle aufgelegt werden. Ebenfalls ist eine warme Dusche in vielen Fällen hilfreich. Ist das Stillen dann erledigt, solltest du unbedingt mit dem Kühlen der Brust fortfahren. Ein Kühlkissen und kalte Wickel sorgen für schmerzfreie Entspannung nach der getanen Arbeit.

3. Für ausreichend Bettruhe sollte gesorgt sein!

Wenn du eine Grippe hast, bleibst du hoffentlich automatisch im Bett. Gleiches solltest du bei einer Mastitis tun - durch ausreichend Ruhe und Schlaf kommen deine Selbstheilungskräfte wieder in Form. Außerdem ist die Brustentzündung natürlich schmerzhaft, weshalb an Arbeiten nicht zu denken ist!

4. Quarkkompressen und Weißkohlblätter

Schmerzlindernd wirken sowohl Weißkohlblätter als auch Quarkkompressen! Nach dem Stillen kannst du die Quarkkompresse optimal zur Abkühlung der betroffenen Brust verwenden. Wusstest du übrigens, dass gekühlte und rohe Weißkohlblätter nicht nur die Schmerzen lindern, sondern auch entzündungsreduzierend wirken? Du kannst dir ein rohes Blatt des Kohls in deinen Busenhalter legen.

5. Auch die Milchpumpe kann helfen

Es ist enorm wichtig, dass du trotz der Brustentzündung weiter stillst, um die Verstopfungen in den Milchgängen zu lösen. Das Ausstreichen der Milch ist jedoch meist äußerst schmerzhaft. Deshalb bietet die Milchpumpe eine gute und weniger schmerzhafte Alternative zum Stillen. Das Abpumpen ist oft nicht mit riesigen Schmerzen verbunden und befreit die Verstopfungen nach und nach.

6. Die Milchproduktion auf natürliche Weise einschränken

Mit sehr viel Kummer ist die Milchproduktion dann verbunden, tritt sie im erhöhten Maße bei einer Mastritis auf. Um die Milchproduktion auf ganz natürliche Weise einzuschränken, kannst du zu unterschiedlichen Tees greifen. Zwei Tassen Salbei-, Pfefferminz- oder Hibiskustee am Tag tragen zu einer Milchreduktion bei. Wird dann nicht mehr Milch als benötigt von deinem Körper produziert, musst du sogleich viel seltener zur Milchpumpe greifen.

7. Wohltuende Massagen gegen die Schmerzen

Wichtig bei der Brustentzündung ist, dass der Milchfluss möglichst angeregt wird und die Brust entleert werden kann. Um die Schmerzen zu lindern und die Verstopfung auf sanfte Art zu lösen, können ebenfalls Brustmassagen herhalten. Mit warmen Händen und etwas Körper- oder Babyöl kannst du die betroffene Brust mit leichtem Druck massieren. Am besten gelingt dies, ist die Brust schön gewärmt, beispielsweise durch ein Dampfbad oder das heiße Kirschkernkissen.

8. Ein Besuch beim Arzt schafft Hilfe

Sollten die Symptome einer Mastitis bei dir auftreten, ist es unbedingt an der Zeit, deinen Arzt aufzusuchen. Die Behandlung der Entzündung erfolgt generell durch die Gabe eines Antibiotikums. Natürlich kannst du trotz der Behandlung weiter stillen.

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