Schluckauf beim Baby – das kannst du gegen das Hicksen tun

Vielleicht hast du es bereits während deiner Schwangerschaft gemerkt: Un- sowie Neugeborene haben besonders oft Schluckauf. Das nervige Hicksen ist jedoch ein wichtiger Schutzmechanismus der Kleinen und trainiert zudem das Zwerchfell und die Rippenmuskulatur. Dennoch ist auch mal Schluss mit lustig. Damit sich dein Sprössling nicht immer wieder über das nervenaufreibende Hicksen ärgern muss, können einige Tipps und Tricks helfen.

1. Warum dein Baby Schluckauf hat

Sicherlich ist es für dich zu Anfang komisch und bedenklich, hat der Sprössling öfters Schluckauf. Jedoch musst du dir hier gar keine Gedanken machen. Der Schluckauf ist sogar ein wichtiger Schutzmechanismus des Kindes. Der Kehlkopfdeckel, der bei Neugeborenen fest verschlossen ist, verhindert, dass die Luft ausgeatmet wird. Hier entsteht das nervenraubende Hicksen der Kleinen. Die Luft kann natürlich trotzdem aus dem Kehlkopf austreten, nicht aber der Mageninhalt. Ein Rückfluss des Mageninhaltes durch die Speiseröhre wird nämlich durch den Schluckauf verhindert. Außerdem wird so die Muskulatur des Zwerchfells gestärkt und die Rippen, bei den üblichen "Schluckaufbewegungen" trainiert.  

2. Körperliche Nähe und Entspannung gegen das Hicksen

Natürlich soll der Schluckauf nicht Überhand nehmen. Dadurch kann es nämlich auch leicht unangenehm für das Baby werden. Schnelle Abhilfe kann bei langanhaltendem Schluckauf beispielsweise körperliche Nähe und Entspannung schaffen. Die angespannte Zwerchfellmuskulatur kann schnell beruhigt werden, indem der Sprössling leicht in den Armen gewiegt wird oder aber nah an den Körper einer heißgeliebten Bezugsperson geschmiegt wird.

3. Auch das Stillen kann gegen Schluckauf helfen

Schluckauf, der nicht durch den Rückfluss des Mageninhaltes verursacht wird, kann durch erneutes Stillen eingedämmt werden. Saugt das Neugeborene nicht hastig und hungrig an der Brust, führt das entspannte Trinken zur Entspannung des Zwerchfells. Nach dem Stillen solltest du dein Knöpfchen noch etwas im Arm halten, um die ordentliche Verdauung zu gewährleisten. Auch ein Bäuerchen sollte übrigens gemacht werden!

4. Große Temperaturunterschiede vermeiden

Wusstest du, dass große Temperaturunterschiede ebenfalls für einen Schluckauf verantwortlich sein können? Fährst du deinen Sprössling an kalten Wintertagen im Kinderwagen spazieren, nachdem er oder sie längere Zeit in der guten Stube entspannt hat, kann das Hicksen schnell beginnen. Ein warmes Dinkel- oder Kirschkernkissen ist hier die beste und schnellste Lösung. Du solltest es auf den Bauch des Babys legen, um den Schluckauf vorzubeugen oder zu beseitigen.

5. Einmal ins Gesicht pusten, bitte!

Es hört sich komisch an, kann aber Wunder wirken: Tritt das Hicksen wieder einmal auf, kannst du dem Baby vorsichtig ins Gesicht pusten. Durch das leichte Pusten ändert der Sprössling automatisch seinen Atemrhythmus. Das führt dann zu einer Entspannung des angespannten Zwerchfells.

6. Den Sprössling zum Lachen bringen

Lachen hat noch niemandem geschadet, oder? Auch deinem Baby wird es guttun, bei akutem Schluckauf eine Runde in Gelächter zu verfallen. Auch beim Lachen wird der Atemrhythmus verändert. Bestenfalls kitzelst du das Baby unter den Füßen oder an den Händen, bis es in Lachen ausbricht. Vielleicht kennst du ja auch einen guten Witz?

7. Ein Bäuerchen entspannt das Zwerchfell

Tritt der Schluckauf bei deinem Kind vor allen Dingen nach dem Stillen oder nach dem Fläschchen auf, kann ein Bäuerchen dies verhindern. Es ist also wichtig, dass du dir das Baby nach dem Essen zur Brust nimmst und ihm oder ihr leicht auf den Rücken klopfst. Die angestaute Luft kann so entweichen und später nicht mehr der Auslöser für das Hicksen sein.

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