Die U-Untersuchungen einfach erklärt – das kommt auf euch zu!

Sobald dein Knöpfchen das Licht der Welt erblickt, steht die Gesundheit und das Wohlergehen des Neuankömmlings stets im Vordergrund. Daher wurden die unterschiedlichen U-Untersuchungen eingeführt. Diese Untersuchungen deines Kindes sorgen dafür, dass die Entwicklung und die Gesundheit des Sprösslings stets beobachtet werden. So können schwerwiegende Erkrankungen oder Entwicklungsschäden vorab erkannt und manchmal sogar verhindert werden. Es gibt sehr viele der sogenannten U-Untersuchungen, denen du mit deinem Kind beiwohnen musst. Dabei wird fast jedes Mal die gleiche Prozedur durchgeführt. Dein Kind muss also ganz und gar keine Angst vor diesem Arztbesuch haben!

1. Welche U-Untersuchungen gibt es?

Insgesamt gibt es zwölf sogenannte U-Untersuchungen und zwei weitere J-Untersuchungen. Die erste U-Untersuchung findet sofort nach der Geburt statt, während die zweite der Untersuchungen am dritten bis zum zehnten Lebenstag durchgeführt werden sollte. Die weiteren U-Untersuchungen finden wie folgt statt:

  • U3: 4. bis 5. Lebenswoche
  • U4: 3. bis 4. Lebensmonat
  • U5: 6. bis 7. Lebensmonat
  • U6: 10. bis 12. Lebensmonat
  • U7: 24. bis 25 Lebensmonat
  • U7a: 34. bis 36. Lebensmonat
  • U8: 46. bis 48. Lebensmonat
  • U9: 60. bis 64. Lebensmonat
  • U10: 7. bis 8. Lebensjahr
  • U11: 9. bis 10. Lebensjahr
  • J1: 12. bis 14. Lebensjahr
  • J2: 16. bis 17. Lebensjahr

 

Fast alle U-Untersuchungen werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, schließlich ist es wichtig, dass sich dein Sprössling gesund entwickelt und die beste, ärztliche Fürsorge erfährt. Lediglich die U10, die U11 und die J2 Untersuchungen, welcher sich Jugendliche mit 16 oder 17 Jahren unterziehen sollten, müssen in den meisten Fällen selbst bezahlt werden.

2. Müssen wir zu den Untersuchungen gehen?

In Baden-Württemberg und in Bayern sind die U-Untersuchungen und die bezahlte J-Untersuchung verpflichtend. Das bedeutet, dass es bei Versäumnis sogar zu einer strafrechtlichen Verfolgung kommen kann. In allen weiteren Bundesländern sind die Kinderärzte ebenfalls dazu verpflichtet, versäumte Untersuchungen zu melden. Die Folge ist stets, dass du für die Kosten der Untersuchung selbst aufkommen musst, erscheinst du mit deinem Sprössling nicht zu dem vereinbarten Termin. Außerdem ist es für fast alle Schulen und Kindergärten wichtig, dass das gelbe U-Heft, welches als Kontrollheftchen über die besuchten U-Untersuchungen geführt wird, vollständig ausgestattet ist. Es kann sonst schnell dazu kommen, dass die Kita oder die Schule deinem Kind einen Platz verweigert.

3. Was kommt beim Arzt auf mein Kind zu?

Erst einmal ist es wichtig, dass du weißt, das die U-Untersuchungen kein Wettbewerb sind. Dein Kind muss sich nicht auf den jeweiligen Arztbesuch vorbereiten. Es zählt nur, dass die Gesundheit deines Sprösslings eine regelmäßige Kontrolle erfährt. So wird jedes Mal beispielsweise das Gewicht, die Körpergröße und der Kopfumfang deines Kindes bestimmt. Damit kann ermittelt werden, ob sich der Sprössling gesund entwickelt oder ob es eventuelle körperliche oder mentale Schwächen gibt. Außerdem wird der Impfstatus des Kindes überprüft. Wichtige Impfungen werden nachgeholt oder aufgefrischt.

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