Wenn der Kinderwunsch nicht auf Gegenseitigkeit beruht – was tun?

Nicht in jeder Partnerschaft beruht der Kinderwunsch auf Gemeinsamkeit. Häufig sind es die unterschiedlichsten Gründe dafür, dass der Partner oder die Partnerin lieber ohne Kinder dem normalen Alltag nachgehen möchte. Natürlich gibt es für jede Ausrede oder berechtigte Bedenken auch die passende Argumentation, die zur Einigkeit über das Thema Familie führen kann.

1. Er oder sie will niemals ein Elternteil werden - und jetzt?

Aufgrund von schlechten Erfahrungen in der eigenen Kindheit oder aber durch die Angst, viel Freizeit und Freude gegen zu viel Verantwortung tauschen zu müssen, wollen einige Partner und Partnerinnen niemals Eltern werden. Was sollst du jedoch tun, wenn du selbst einen Kinderwunsch hast? Natürlich kannst du viel Überredungsarbeit leisten, viel einfacher wird jedoch das sachliche Argumentieren. Bei guter Arbeitsteilung bleibt immer noch Spaß und Zeit, den eigenen Hobbys nachzugehen. Auch gibt es bestimmt genügend Situationen, in welchen sich dein Partner oder deine Partnerin hervorragend verantwortungsvoll benommen hat, oder? Ein Besuch vom Patenkind oder ein regelmäßiges Babysitting kann den Freund oder die Freundin ebenfalls oftmals vom Gegenteil überzeugen.

2. Partner oder Partnerin schiebt das Kinderkriegen immer wieder auf

Nicht heute, nicht morgen und auch nicht in der nächsten Zeit – wenn es um den Kinderwunsch geht, werden einige Menschen zu Königen der Prokrastination. Hierbei hilft jedoch ein konkreter Zeitplan. So kommt nicht nur Ordnung in den Kinderwunsch, auch muss der Partner oder die Partnerin dann nicht immer wieder nachhaken, wenn es denn losgeht mit dem wilden Sex für die Schwangerschaft. Die Zeit sollte dabei aber gut gewählt werden. Wer länger als zwei Jahre wartet, der wird dann wahrscheinlich eine ähnliche Diskussion erneut haben.

3. Sie oder er ist zu ausgepowert für ein Kind

Geht es um den zweiten oder den erneuten Kinderwunsch, kann sich der Partner oder die Partnerin manchmal darüber beklagen, dass die Zeit mit Baby einfach zu stressig war. So besteht dann meist kein Kinderwunsch, da Mann oder Frau zu ausgepowert ist. Auch hier hilft die Arbeitsteilung ungemein weiter. Mann oder Frau kann Kompromisse abschließen und versprechen, in der Nacht für das Kind da zu sein oder dieses zu sich zu nehmen, braucht der Partner oder die Partnerin Freizeit. Zudem kann über eine Haushaltshilfe oder ein Kindermädchen nachgedacht werden, welche die Familie dann unterstützt.

 

4. Es geht ihm oder ihr nur ums Geld?

Wenn der Taschenrechner anstelle des Herzens über den Kinderwunsch entscheidet, können Beziehung ziemlich darunter leiden. In diesem Fall hilft nur das sachliche Argumentieren mit zusätzlichen Belegen! Unterstützungen von Staat und Arbeitgeber können den knauserigen Partner oder die besorgte Partnerin manchmal umstimmen. Außerdem kann die Rückkehr in den Job ebenfalls vorab relativ zeitnah wieder eingeplant werden. Summa Summarum bleibt dann auch noch das Geld für die Windeln in der Haushaltskasse, oder?

5. Fazit: Den Kinderwunsch kann Mann oder Frau niemandem aufzwingen

In keinem Fall ist es ratsam, beim fehlenden Kinderwunsch sofort mit einer Trennung zu drohen oder den Partner oder die Partnerin gar zu erpressen. Beim Argumentieren über das zukünftige Familienleben sollten zudem stets die Gefühle der beiden Parteien berücksichtigt werden. Hat der Freund oder die Freundin überhaupt kein Interesse an Kindern und lässt sich dieser Umstand auch nicht verändern, so sollte stets darüber nachgedacht werden, welche Pläne Mann oder Frau selbst für die kommenden Jahre hat. In einigen Fällen überwiegt der Wunsch nach Familie und Kindern, in anderen Fällen funktionieren die Partnerschaften auch ohne Nachwuchs.

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